Lange dauerte die Sommerpause der Wiener Runde. Erst urlaubte die eine, dann war der andere kurz mal weg und schon verflog der Sommer schneller als diese tapfere junge Dame vom Motorrad (Außer ein paar blauen Flecken ist zum Glück nix Gröberes passiert — hoffentlich können wir selbiges in einigen Wochen auch über die Wien-Wahl sagen.) Viel gar Seltsames gibt es zu berichten, vom Sturm der Digg-User auf Version 4 bis zu faulen Apple Früchten. Enjoy!
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Okay, zugegeben: die Frage muss jedem, der nicht selbst mehrere Facebook-Pages moderiert und zusätzlich ein persönliches Profil betreibt, ziemlich absurd erscheinen. Aber Fakt bleibt: ist man erst mal mit seinem persönlichen Profil Administrator einer Facebook-Page, so kann man von diesem Moment an auf dieser Seite nur mehr Postings mit der Seiten-Identität, nicht aber mit dem persönlichen Account verfassen. Leider bietet Facebook derzeit keinerlei Möglichkeiten einer Identitäts-Wahl, aber es gibt trotzdem einen Weg, dieses manchmal lästige Verhalten zu umgehen.
Ganz so exotisch ist der Wunsch nach mehr Rollen-Kontrolle nämlich nicht: mehrere meiner Kunden haben nach dieser Möglichkeit gefragt, und ich selbst würde, seit ich auf meinem persönlichen Facebook-Profil nur mehr in Englisch poste, deutschsprachige Status-Updates auf meiner datenschmutz Fanpage veröffentlichen, aber eben als “Ritchie Blogfried Pettauer” und nicht als “datenschmutz — medien.kultur.technik”. Meines Wissens nach existiert derzeit nur eine einige Möglichkeit, diese Trennung zu erreichen: mit zwei verschiedenen Accounts. Wie man dabei vorgeht, beschreibe ich hier Schritt für Schritt. Diesen Beitrag weiterlesen
Wie intrusiv darf Online-Werbung sein, oder anders gefragt: sollte erfolgreiche Online-Werbung sämtliche technischen Möglichkeit nutzen, die kostbare Aufmerksamkeit des User um jeden Preis zu erhaschen? Die Frage klingt verdächtig nach einer suggestiven Nona-Einleitung — allerdings scheinen einige vermarktende Kollegen im Eifer des Impression-Gefechts zu ganz anderen Ergebnissen zu kommen als der gesunde Hausverstand. Zumindest legt dies ein aktuelles Beispiel des Facebook Game-Providers Rock You! nahe. Doch man muss man gar nicht erst online gehen, um auf Spammer zu stoßen. Diesen Beitrag weiterlesen
Windows 7 denkt viele gute Ansätze von Vista konsequent zu Ende — aber dass Microsoft den Usern die Umstellung auf das klassische Startmenü verwehrt, bereitet vielen Umsteigern wenig Freude. Zwar erlaubt die neue Taskleiste das praktische “Anpinnen” der am häufigsten genutzten Programme, aber der Geek ist eben ein Gewohnheitstier. Und für solche hat Ivo Beltchev das Freeware-Tool Classic Shell programmiert. Das Programm Tool bietet das Beste aus alter und neuer Welt und lässt sich komplett an die Wünsche des Nutzers anpassen. Diesen Beitrag weiterlesen
“Andere mögen Kriege (mit Programmieren) führen, du, glücklicher WordPress-Blogger, installiere ein Plugin!” Diese Paraphrase eines Zitats, das fälschlicherweise Hunyadi Mátyás aka Matthias Corvinus zugeschrieben wurde, beschreibt PadPressed recht gut: ähnlich wie WP-Touch, das jede WordPress-Installation Touchscreen– bzw. Smartphone-tauglich macht, ersetzt das normale Theme, wenn in iPad-User auf die Seite zugreift.
Das iPad besitzt einen wesentlich größeren Bildschirm als jedes Telefon, über die bestmögliche Aufbereitung ihrer Inhalte für die neue Lieblings–Hardware Kindle-gelangweilter Geeks macht sich derzeit so gut wie jedes kommerzielle Online-Medium Gedanken. Ganz trivial ist die Sache nun wahrlich nicht: erstens sollen die Inhalte am iPad so lesefreundlich wie möglich daher kommen, zweitens sollten die Hardware–spezifischen Bediengesten verfügbar sein und drittens möchten es Webmaster ihren Usern möglichst einfach machen, Inhalte auf Facebook zu teilen: all diese Anforderungen erfüllt PadPressed bravourös: Diesen Beitrag weiterlesen
Seit Sonntag ist Vorarlbergs Ruf vom sauberen Bundesland ein für allemal dahin. Österreichs westlichstes Bundesland leidet unter einer in der Geschichte des Landes beispiellosen Blogger-Invasion: Alma schickt in diesem Sommer nämlich 10 Alp-Reporter auf den Berg, die als Testimonials für die durchwegs ungewöhnliche Produktion des Vorarlberger Alpkäses fungieren sollen. Ich bin einer davon und gestern in Oberdamüls angekommen.

Blick von der Terrasse der Alp Oberdamüls ins Tal Diesen Beitrag weiterlesen
Ich persönlich kaufe nicht bei Kleiderbauer ein. Keine Ahnung, ob mir die Klamotten dort gefallen würden, aber eines weiß ich ganz sicher: in den letzten 100 Jahren hat die Textilindustrie unglaubliche Fortschritte bei der Herstellung von Kunstpelz gemacht. Und ich habe auch rein gar nichts gegen die sinnvolle Nutzung von Tierpelzen. Auf meinem Schreibtischsessel liegt ein Lammfell, das ich von einem befreundeten Bio-Züchter gekauft habe, aber: Pelztierzucht muss wirklich nicht sein, Händler, die diese widerwärtige Art der Pelzproduktion durch Einlistung ins Sortiment unterstützen, will ich nicht unterstützen.
Aber weil’s in diesem Beitrag — zumindest indirekt — schon wieder mal um Martin Balluch geht, muss ich an dieser Stelle auch festhalten, dass ich “Tierschutzaktionen”, die in illegalen Aktionen münden, vehement ablehne. Der “radikale Tierschützer” bzw. seine Organisation wurden bekanntlich nach dem sogenannten “Mafiaparagraphen” angeklagt, die Staatsanwaltschaft unterstellte die Gründung einer kriminellen Organisation. Dies sorgte für ausgiebigen Medienrummel, den auch die Grünen für sich auszuschlachten suchten, indem sie Baluch auf ihre Kandidatenliste für die NR-Wahlen setzen. Soviel zur Vorgeschichte, deren Opfer kürzlich ein videobloggender Kollege wurde: Er publizierte auf seinem Blog ein Interview mit einem der Anwälte der “Tierschützer”, in dem dieser vermutlich unrichtige Aussagen über die Firma Kleiderbauer tätigte. Diese kontert mit einem Anwaltsbrief, was weiter passiert, hat Gerald sehr treffend zusammengefasst: Diesen Beitrag weiterlesen
Spiegeleier lassen sich am iPad keine braten, aber Apples gehypter Tablet-PC kann weit mehr als Fotos herzeigen und Tageszeitungen runterladen. Data Beckers Praxisbuch zum iPad stellt Praxislösungen und Applikationen für den harten Geek-Alltag vor. datenschmutz verlost 3 Packages bestehend aus Buch und iPad Schutzfolie — wer gewinnen möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag.
Als IT-Verlag ist es Data Becker gewohnt, schnell auf neue Hardware–Trends zu reagieren — und mit dem “Praxisbuch zum iPad” gelang es den flinken Redakteuren, quasi zeitgleich mit dem offiziellen Marktstart eine hilfreiche Sammlung mit Tipps, Tricks und Anwendungsbeispielen zusammen zu stellen, die zuverlässig das “Und-was-nun-Symptom” verhindert. Ahmet Iscitürks Buch spart eine Menge Recherche, kennt die nützlichsten Apps und jede Menge Tipps und Tricks für den multimedialen iPad-Alltag. Diesen Beitrag weiterlesen
Mit der Prämierung der besten Österreich-Apps fand heute Abend die A1 Challenge for Apps 2010 ihren Höhepunkt. Über den ersten Platz und das damit verbundene Preisgeld von €50.000 durfte sich das junge Team des Start-Ups runtastic freuen: die multifunktionale Applikation hilft Sportlern, ihre Aktivitäten zu erfassen, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und die eigenen Leistungen mit virtuellen Bekanntschaften zu vergleichen. €20.000 war der Jury die mobile Kulturvermittlung durch Esel.at wert, €10.000 gab’s für das smarte Wiener Citybike-Finder Programm Bikar.
Nix gegen Micropayments. Nix gegen Werbung. Dass ich dieses Blog betreibe, um eine breite Palette persönlicher und geschäftlicher Vorteile daraus zu ziehen, habe ich von Beginn an gesagt, was mir vor einigen Jahren teils nicht gerade freundliche Kommentare eingebracht hat. Egal, datenschmutz hat sich als kombinierte Forschungs– und PR-Abteilung meines Ein-Personen-Unternehmens hervorragend bewährt. Aber FlattR, “Spenden Sie für dieses Blog” und Co? Ey Manno. Fehlt bloß noch, dass Corporate Blogs nachziehen… Wie schon ein altes amerikanisches Sprichwort sagt: Die eigenen Blogleser um finanzielle Unterstützung zu bitten ist das gleiche, als würde man vom Kellner im Steakhouse nach dem Essen Trinkgeld verlangen. Diesen Beitrag weiterlesen
Gute Fernsehserien haben einiges mit guten Restaurants gemeinsam: mit temporären Highlights ist’s nicht getan, die Kontinuität muss stimmen. Während viele Serien an der Fortsetzung einer fulminanten ersten Staffel scheitern, lieferten die Dexter-Autoren bislang 4 Seasons pure Qualitätsarbeit ab. Beim Gedanken an “Trinity”, Protagonist der vierten Staffel und wohl einer der irrsten Fernseh-Serienkiller aller Zeiten, läuft mir jetzt noch eine Gänsehaut über den Rücken. Weiter geht’s in den USA mit der fünften Staffel am 26. September, beim Comic-Con 2010 wurde erstmals der offizielle Trailer gezeigt. Achtung: Spoiler-Alert für alle, die die vierte Staffel noch nicht gesehen haben!
“Mögen andere User sich um die Entfernung ihrer Daten aus Facebook sorgen, du, glücklicher Geek, mach lieber regelmäßig Backups!” Quasi die Gegenthese zur Social Media Suicide Machine stellt SocialSafe dar: das Backup-Tool für Facebook-Accounts entspringt einer Kooperation der beiden britischen Agenturen iBundle und 1minus1 — für günstige €2,48 nimmt das Adobe-Air basierte Programm die Angst, eines Tages ganz ohne Freundesliste aufzuwachen.
Aber warum will man überhaupt sein Profil sichern? Zum einen, um im Fall einer möglichen Account-Sperre die wichtigsten Daten nach wie vor bei der Hand zum haben, zum anderen aber auch deshalb, weil SocialSafe eine nette Extra-Funktion mitbringt: das Tool speichert nach der ersten Vollbackup nur mehr inkrementelle Snapshots, zeigt die Differenzen zwischen zwei Backups und generiert so eine Art “Chronik” des eigenen Facebook-Accounts. Das folgende Video erklärt die Basics, viel mehr gibt’s zu dem schlanken Helferlein aber auch nicht zu sagen:
Die beste Unterhaltung, die ich in einem Forum seit langem gelesen hab, muss hier verewigt werden. Folgendes Setup: im Thread wird eine Party angekündigt, einer der Veranstalter postet postet, wie in Party-Foren üblich, den Flyer, und zwar ein einer ziemlich riesigen, weit über 1000 Pixel breiten Variante. Daraufhin entspannt sich folgender Dialog zwischen dem Veranstalter und — nennen wir ihn Joe.
Joe: Auf diesem Flyer kann man ja gar nichts lesen…hast ihn vielleicht auch noch eine Spur größer? Diesen Beitrag weiterlesen
So mancher Facebook-User wünscht sich neben dem hinlänglich bekannten Like– auch einen Dislike-Button. Doch beim größten Social Network der Welt wird Schweigen auch weiterhin Nicht-Zustimmung signalisieren. Die ganze binäre Bandbreite der zwei Grund-Emotionen gibt’s dagegen ab sofort bei allen datenschmutz Kommentaren: mit den “Daumen-hoch” bzw. “Daumen-runter” Symbolen kann jeder Besucher jeden Kommentar bewerten:
