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mIRC.de bedroht

Ein Rechtsstreit bedroht die Existenz von mIRC.de, die deusche Support/Info-Plattform zum Thema Chatten mit dem beliebten Shareware-Client mIRC. Bemerkenswert ist der Stein des Anstoßes: mIRC.de verlangt beim Download den Standard-Authentifizierungsprozess: der User gibt seine E-Mail Adresse in ein Formularfeld ein und erhält daraufhin einen Bestätigungscode. Erst wenn dieser eingegeben/angeklickt wurde, wird das Benutzerkonto freigeschalten.

Nun trug es sich so zu, dass ein vazierender Surfer eine womöglich vermeintliche Fantasie-Adresse eingab; vermeintlich, weil die inkriminierende E-Mail bei einem Anwaltsbüro landete. Der Anwalt fühlte sich gestört, der Rest füllt Gerichtsakten. Konkret geht’s u.a. um die Frage, ob der Seitenbetreiber denn rechtlich für die unerwünschte Zusendung zu belangen sei. Die Gerichtsentscheidung könnte im schlimmsten Fall in einem jener paradigmatischen Urteile münden, die den angesprochenen Verifikationsprozess zukünftig rechtlich verhindern. Alternative zur Eingabe der E-Mail Adresse wäre allenfalls, dass der User die Verifikation ohne Web-Formular komplett via E-Mail vornimmt; allerdings lassen sich E-Mails mit fingierten Absenderadressen ebenso leicht missbrauchen wir ein Webformular.

Die Dinge aus der Sicht mIRC.de’s:
http://www.mirc.de

3 comments
Harald
Harald

ich frag mich eh wer da noch durchblicken soll.. bei soviel grauzonen, da möcht ich echt kein richter sein

kuddel@quickzap
kuddel@quickzap

Ist das so ähnlich als wenn man etwas bestellt und dann einen fremden Namen als Empfänger angibt? Dann bekommt ja auch jemand etwas nicht Bestelltes. Könnte auch beim Anwalt landen. Und was ist mit Blumengrüßen oder unaufgefordert versendeten Geschenken? Wenn man die nicht will, dann verklagt man gleich den Absender?

ritchie
ritchie

Im Internet kann sowas halt durchgehen, weil's noch kaum Präzendenzfälle und/oder Rechtssicherheit gibt.