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aka Stefan Mörth hat sein neues Album “Keepin’ me” auf veröffentlicht. Ich halte ihn für einen der spannendsten Wiener Elektronik-Produzenten und bin Fan seit seinem Debutalbum “My Sound”.
Hier die noch nicht mal druckfrische Rezension der neuen Platte, die im kommenden the gap erscheinen wird. Und aus gegebenem Anlass gibt’s hier auch ein “Reprint” des Features, das ich im Juli 2004 über Stereotyps Debut “My Sound” geschrieben habe. (erschienen in ). Man sieht daran außerdem: das In-Series PlugIn verrichtet nützliche Dienste.

 

Ein guter Jahrgang

“My Sound” zeigte vor vier Jahren paradigmatisch die Richtung des -Sounds an. Mit seinem neuen Album rockt Stefan Mörth wesentlich subtiler: “Keepin’ me” braucht Aufmerksamkeit, aber die wird mit zahllosen wohligen Soul-Schauern bedankt.

Keepin’ me Pressebilder:



Schon der Opener “Keepin’ Me” lässt erahnen, dass keine 4-to-the-Floor Kracher folgen werden - Reduktion statt Bombast, Tunes statt Beats. Den drei stärksten Qualitäten seines ersten Albums blieb der Wiener Produzent dabei aber konsequent treu: gekonnte Vermischung verschiedener Stile innerhalb der weiten Dub-Klammer, ein ausgesuchtes Ensemble an vokalistischen Konspirateuren und punktgenau produzierter Sound, der den Clubbesucher genauso wie den audiophilen Hörer in Verzückung geraten lässt.

Was “Keepin’ me” deutlich vom Vorgänger unterscheidet, ist der völlige Verzicht auf schnell zündende Effekte: Das Album entwickelt einen subtilen Charme, der sich nicht unbedingt beim ersten Anhören erschließt, dafür seine Wirkung umso nachhaltiger entfaltet. Für Bassgewitter ist Stefan Mörths Projekt “Al Haca” zuständig, Soloalbum Nummer zwei nimmt vielfältige Anleihen bei diversen elektronischen Stilrichtungen und wartet teilweise mit mächtigen Basslines auf, reduziert aber zugleich das Tempo und gibt den organischen Sounds mehr Raum zur Entfaltung - der Vergleich mit edlem Wein, der im großformatigen Glas Raum zum Atmen bekommt, scheint nicht fehl am Platz: zumal auch hier vielfältige Geschmacksnuancen einen abgerundeten, stimmigen und vielschichtigen Gesamteindruck ergeben.

Neben alten Bekannten aus dem hochkarätigen Bekanntenkreis des Protagonisten wie Cesar Sampson und Hubert Tubbs, die bereits am Vorgängeralbum die Instrumentals stimmlich veredelten, war auch Wu-Tang Clan Rapper Capadonna zu Besuch im Studio. Resultat: der straighte Hip Hop Track “Do Dirt”, dessen Beats an frühe RZA-Produktionen erinnern. Die spannendeste vokale Neuentdeckung ist Sandra Kurzweil, vertreten auf vier Tracks. Anspieltipp: die Elektroballade “Blinded”. Auf “Slices” kommt RQM aus der Al-Haca Posse zu Wort, Big Flows intoniert der Brite MC Coppa. Insgesamt eine äußerst gelungene, intelligent-sensible Verbindung von Soul und Dub, deren 14 Tracks den Hörer mit auf Entdeckungsreise nehmen. Mission Soundevolution erfolgreich.

Mehr über gibt’s auf myspace und g-stone.


Kommentare zu "CD-Review: Stereotyp - Keepin’ me":

 


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