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Originaltitel: Hitch Drehbuch: Kevin Bisch Regie: Andy Tennant Produzenten: James Lassiter, Wink Mordaunt, Will Smith, Michael Tadreoss, Teddy Zee Score: Alan Ellitott, George Fenton Kamera: Andrew Dunn Schnitt: Troy Takaki, Tracey Wadmore-Smith Besetzung: Will Smith, Eva Mendes, Kevin James, Amber Valletta, Julie Ann Emery, Robinne Lee, Nathan Lee Graham, Adam Arkin u.a.
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erschienen im , 2005

Als Date Doktor kennt Will Smith all die kleinen Rendezvous-Rituale paarungsreifer Großstädter und verhilft Kevin James zur glücklichen Beziehung mit der bis dato unerreichbaren Traumfrau.

Einst während der College-Zeit von seiner ersten großen Liebe gedemütigt, hat sich Dr. Hitch selbst zum Experten in Sachen Beziehungsanbahnung ausgebildet - und lebt davon, unglücklich verliebten Geschlechtsgenossen Nachhilfeunterricht im charmanten Umgang mit der Dame der Wahl zu erteilen. Auf eine harte Probe wird des Doktors ungewöhnliche Expertise gestellt, als er einen untersetzt-peinlichen Juniorbuchhalter erfolgreich seiner Auftraggeberin, einer ebenso schönen wie reichen Berühmtheit, verkuppeln soll. Doch während selbst diese schwierige Aufgabe prächtig glückt, herrscht Chaos im des Doktors - zumal an der attraktiven Society-Journalistin, die den überzeugten Junggesellen so gar nicht kalt lässt, alle sonst so erprobten Mittel scheitern.

Will Smith’ erster Ausflug ins dichtbesetzte Genre “romantische Hollywood-Komödie” reizt die Lachmuskeln an so machen Stellen. Mitverantwortlich dafür ist Kevin James, der Fernsehgemeinde bekannt als fülliger Ehemann und “King of Queens”: er darf auf seine Tollpatschigkeit diesmal noch eins draufsetzen, Will Smith dagegen bieten sich ausreichend Gelegenheiten, seine sorgfältig geübte Collness zum Einsatz zu bringen. Freilich sind nach fünf Minuten die Ausgangsparameter festgesetzt und die Romanik bahnt sich ihren durchaus vorgezeichneten Weg durch den Film Keine Überraschungen, einfach nur solides Handwerk, noch dazu moralisch unbedenklich. Wer sich eine mit zynischen Seitenhieben gespickte Komödie, in der ein souveräner Afroamerikaner dem peinlichen Weißen beibringt, was Coolness bedeutet, sollte „Hitch” besser fern bleiben - weitgehend mögen sich in diesem Film alle Charaktere, dementsprechend anständig fällt ihr Benehmen aus. Welcher Film kann in Zeiten der medialen Alltagsgewalt schon von sich behaupten, dass die schlimmste Handlung des übelsten Filmcharakters darin besteht, mit einer Frau bloß um des Akts willen zu schlafen? Überhaupt hält der Date Doktor hohe Standards aufrecht und hilft nur Geschlechtsgenossen auf der Suche nach der wahren Liebe - dezentes Coaching statt wilder Kuppelei.

Erfolgreiche Sitcoms der letzten Zeit, die sich dem guten alten Frau-Mann-Thema auf satirische Weise nähern, haben die Latte für originelle Stories und saubere handwerkliche Umsetzung hoch gelegt: “Sex in the City”, “Desperate Housewives” oder “Coupling” sind also durchaus die Konkurrenz, an der sich derlei ironsiche Betrachtungen messen lassen müssen. Die Idee, den Hollywood-Star-Faktor von Smith mit der TV-Beliebtheit des King of Queens zu kombinieren, funktioniert aber nur stellenweise wirklich gut - die starken Kontraste der beiden Darsteller böten mehr an komischem Potential, als der Film ausreizt. In den angesprochenen Sitcoms häufige Ansätze zu makabrem oder deviantem Humor tauchen in “Hitch” zu sporadisch auf: etwa wenn der große Verführer seiner kaltschultrigen Angebetete überraschend die Unterschrift ihres Urahnen im Empfangsbuch der Einwanderungsbehörde zeigt, statt romantischer Erinnerung aber bloß ein Heulkrampf ob der massenmörderischer Vergangenheit des Verwandten folgt (”Ich dachte, Metzger wäre seine Berufsbezeichnung.”). Das lässt erahnen, dass einem Film, gegen den “Verrückt nach Mary” fast wie das Werk eines Celluloidrebellen wirkt, die eine oder andere Prise anarchistischer Komik nicht geschadet hätte. Wenn es also wahlweise Frühling wird und die Hormone verrückt spielen oder drückende Sommerhitze intellektuelle Klimmzüge verleidet, garantiert der Date Doktor anspruchslose, aber romantisch-witzige Unterhaltung.


veröffentlicht am:  07.10.2006.
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Kommentare zu "FilmKritik: Hitch - der Datedoktor":

 


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