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CD-Review: Marsmobil — Minx

21.11.2006, geschrieben von , 2 Kommentare

cover CD Review: Marsmobil   MinxMit Minx ver­eint Roberto Di Gioia Rück– und Vorwärtsgewandtheit zu einem Sammelsurium orga­ni­scher Klänge, das bei­den betei­lig­ten Labels zu höchs­ter Ehre gereicht: denn die Klangteppiche, sich hier aus­brei­ten, sind von bes­ter Qualität und äußerst fein­ma­schig gewo­ben. Marsmobil bedient sich zwar stil­si­cher und kennt­nis­reich an der tra­shi­gen Klang-Ästhetik der 60er und 70er Jahre Synthies, führt diese aller­dings mit kon­tem­po­rä­ren Produktionsmitteln und einem außer­ge­wöhn­li­chen Gespür für Songwriting fort.


Fotos: Florian Seidel

Filmmusik für Streifen, die nie gedreht wur­den — das Kopfkino beginnt ohne­dies im Moment der Rezeption ganz von allein, Regie zu füh­ren. Früher hätte man der­ar­ti­gen Sound wohl als psy­che­de­lisch bezeich­net, aber ein der­art vor­be­las­te­ter Begriff erwiese dem fan­tas­tisch wei­ten Referenzrahmens Marsmobiles bloß einen Bärendienst.

Minx” ist ein­fach eine Platte vol­ler uner­war­tet guter Momente gewor­den. Kaum glaubt sich der Zuhörer in ein bestimmte Klangästhetik zurück­ver­setzt, folgt stets ein meis­ter­lich gesetz­ter Kontrapunkt, spielt der Protagonist mit ein­ge­fah­re­nen Hörmustern. Und mit Sängein Marine Rojina hat Multinstrumentalist Di Gioa, der Keys, Bass und Gesang bei­steu­ert, die kon­gi­nale Partnerin für seine akus­ti­sche Extravaganzen gefun­den, die ein grenz­ge­nia­les Instrumentalalbum in ein Stück gro­ßen Pop verwandelt.

Vertrieb: Compost, G-Stone

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Bisher haben meine Lieblingsleser 2 Kommentare zu "CD-Review: Marsmobil — Minx" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • dario Identicon Icon

    Gibt’s das Album schon im Shop? Das erste Marsmobil war ja schon nicht schlecht, aber von die­sem scheinst du ja rich­tig ange­tan zu sein; eigent­lich gar nicht deine Richtung, oder?

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 21. November 2006 um 13:48

    Ja, das nenn ich “krea­ti­ven Umgang mit pop­kol­lek­ti­vem Erbe” — wirklich ein Reinhören wert. Viele Flashbacks und dann doch wie­der “anders”.

    Like or Dislike: Thumb up 0 Thumb down 0

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