CD-Review: Microstern - The mechanical Bird

Das winzige Gestirn hat unter den Namen DJ Sterngucker Breakbeatfloors beschallt und als Micronaut lange Jahre Techno-Tanzböden beatmäßig versorgt. Auf seinem Debut-Album überzeugt der Mecklenburger mit sympathisch-verschrobener Produktionsweise: eigene Samples, Clicks-n-Cuts Zischeleien, und drüber sogar noch die selbst eingespielte Gitarre und eingetreute Vocal-Parts ergeben keine dancefloor-taugliche, sondern eine leicht melancholische, überaus stimmige Zimmertextur für daheim. Gefällig, fein ziseliert, stellenweise überraschend anders.
Kein Techno, kein Drumandbass, sondern verstiegene Gitarren-Samples aus minimalistischen Beats á la Clicks-and-Cuts, die aber gerne mal von gesetzteren DnB Synthies unterlegt werden - kurz gesagt: eine Mischung, die man in der Form noch nicht gehört hat. Das ganze kommt so melodiös und eingängig daher, dass die Formation einer fünfköpfigen Live-Band als Nachwirkung des Albums nicht wirklich überrascht: diese Musik will einfach nicht vom Laptop abgespielt werden. Derzeit sind Microstern auf Tour in Deutschland - Hörbeispiele gibt’s auf myspace.
Vertrieb: Kasabitunez
Microstern auf myspace




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