CD-Review: Swollen Members – Black Magic

Bloss nicht abschrecken lassen vom Cover im astreinen Metal-Look. Hier ist Boombox Sound drin und Hip Hop, wie er sein sollte. Dynamisch, treibend, originell – vom ersten Track „Blackout“, der mit selten gehörter Funk-Wucht aus deinen Boxen dringt. Aber Vorsicht! Die Scratches auf „Swamp Water“ könnten deine Katze verschrecken.

Kanada bringt neuerdings also nicht nur die besseren TV-Serien auf den Schirm (Trailer Park Boys), sondern zeigt den us-amerikanischen Nachbarn, wie die richtig dicken Instrumentals gemacht und mit fantastischen Lyrics getoppt werden. Ob Wortfeuer-Stakkato zu postmodernem Jahrmarktsound oder Chill-Raps auf extradicken Basslines: hier stimmt alles. Die Features funktionieren genau so, wie sie sollten: als Sahnehäubchen auf ohnehin smoothen Tracks, denn zur künstlichen Style-Auffettung wären hier gar keine Gäste nötig – auch wenn einige wohlklingende Namen auf der Liste stehen. Erfreulicherweise motiviert die Member-Produktion Everlast, Ghostface Killah, DJ Babu und Co. Zu Höchstleistungen.

Alt-eingeschworenen Swollen-Fans könnte „Black Magic“ vielleicht etwas zu fröhlich ausgefallen sein, der Musikkritiker-Besserwisser sagt indes: die Produktion ist ausgefeilter geworden, die Reime gefinkelter und hinter jeder Clownmaske steckt sowieso ein schreckliches Spinnenmonster. Psychedelic Hip Hop Madness. @Austrian DJ-Federation oder Beat it: könntet’s die bitte mal buchen?

Swollen Members Homepage
Vertrieb: edel music

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