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Blogistan-Rückblick KW49

Ein Skandal, diese Buzzwords! Und Web 2.0 könne er schon gar nicht mehr Hörer, so er Vater des Begriffs Tim O’Reilly in einem Interview mit dem Spiegel. [via netzonfire] Robert Basic dagegen hat die Top-Liste der (deutschsprachigen) Blog-Skandale erstellt. Und damit sind nicht die hässlichsten Blogs gemeint, sondern Affären und Affärchen im weiteren Sinne, die via Blogosphere ins Rollen gebracht wurden.

Kategorisierungen en masse in dieser Woche: die Riesenmaschine hat die endgültige Taxonomie aller Bücher entdeckt! Diese gemahnt an jene Klassifizierung der kreuchen- und fleuchenden Erdbewohner in einer von George Luis Borges erwähnten chinesischen Enzyklopädie:

(a) belonging to the Emperor, (b) embalmed, (c) tame, (d) sucking pigs, (e) sirens, (f) fabulous, (g) stray dogs, (h) included in the present classification, (i) frenzied, (j) innumerable, (k) drawn with a very fine camelhair brush, (l) et cetera, (m) having just broken the water pitcher, (n) that from a long way off look like flies

Mehr davon? Hier noch die sieben Stufen der Ascii-Kunst, ganz frisch klassifiziert von Vuk Cosic auf der Next2006 Konferenz in Stockholm: [via we make money not art]

2. Music video/vinyl with Alexei Shulgin
3. The Instant ASCII Camera which was presented at NEXT. The machine is working like the known instant cameras in the railway stations, with several differences, it’s quite small, very fast, free and it produces portraits in ASCII style. Just press a button and your ASCII portrait is printed on a supermarket type of receipt.
4. The ASCII History of Art for the Blind:
5. ASCII Unreal
6. ASCII Architecture which planned to fully cover the St. Georges Hall, a neo-classical monument in Liverpool, with the projection of ascii rendering of the same surface that it’s being projected on.
7. ASCII Sculptures, same as above but on sculptures.

DJs, die gut im Business und ergo viel unterwegs sind, brauchen nicht nur eine virtuelle Homebase. Groove hat bildlich nachgefragt, und thelastbeat bewahrt die Scans vor der Flüchtigkeit des Mediums Papier. Zwischen fünf und fünftausend Vinyls umfassen die Sammlungen von Ellen Alien, DJ Hell und Co – und Platten fungieren in allen Wohnzimmern als das dominierende Einrichtungselement.

Auch eine neue Erkenntnis: der perfekte Umgang mit ungebetenen Anrufern aka der Telemarketing-Pest: der Angerufene täusche eine „crime scene“ vor, erzählte der Call-Agent, dass die verlangte Person gerade frisch ermordet wurde und geize nicht mit Verdächtigungen. Humorfaktor: exorbitant böse. [via Contentschmiede] Und weil grad Sonntag ist reimen BAS (Büro am Strand) und MC Winkel die wahren Worte:

Es gibt Tage da fühl ich mich so alt wie Yuppie Heesters,
bist du Lebemann, Dicker, dann verstehst das.
Völlige Erschöpfung und `n Kopp so groß wie Kiel,
immer wieder sonntags dasselbe Spiel

Hier gibt’s das Video – 6 Minuten relaxter Sprechgesang.

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