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Blogistan-Rückblick KW52

CryptidsAuf der Hitliste der lässigsten Wissenschaften steht die Kryptozoologie bei jedem fantasiebegabten Biologen ganz oben. Wer bereits im frühen Alter erwägt, sein Leben ganz der Suche nach existenziell ungewissen Tieren zu widmen, für den hat Talesofthecryptids das ideale Weihnachtsgeschenk parat: ein reich illustriertes Buch mit den latest and gratest findings zum Thema „Tiere, die womöglich existieren“.

Highlight der Woche: der belgische Peter Forret stellt die bedeutungsschwangere Frage: „Is Austria the new Russia? Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, außer: die Welt der Spammer ist mindestens so unglamourös wie… oder doch nicht? A propos glamourös: günstige 10.000$ pro Gigabyte, das nennen wir doch ein Schnäppchen! Und obendrein gibt’s noch ein bisschen Edelmetall und ein paar Diamanten.

Ich gratuliere allen GenderInnen im übrigen ganz herzlich zur aktuellen Mainstreaming Kampagne der Stadt Wien: endlich dürfen auch Weiblein diverse Hinweisschilder zieren, höchste Zeit. Aber warum zum Geier tragen die alle Röcke und Stiefel? Geht’s etwa um bewusstes Tradieren alter Vorurteile? Haimo Handl hat einen sehr lesenswerten Kommentar dazu geschrieben.

(Noch) nicht ge-gender-mainstreamed, aber trotzdem sehr beliebt: der flotte Linerider. Dem kleinen Schlittenfahrer zeichnet man zuerst einen Kurs, den er anschließend den Gesetzen der Flash-Physik folgend bewältigt. Hier ein besonders gelungener Ride [via Popkulturjunkie, Titanic]:

Bei einem Geburtstagskind der vergangen Woche möchte ich mich ebenfalls in die Schlange der Gratulanten einreihen: unsere geliebten CSS (Cascading Style Sheets) haben mittlerweile endgültig den von M$ eingeführten Inline-Font-Tag of Evilness verdrängt. Vor ziemlich genau 10 Jahren, am 17. Dezember 1996 nämlich, verabschiedete das W3C Konsortium die erste Spezifikation zur Trennung von Form und Inhalt. [via punctilio, AcessBlog] Die kaskadierenden Stilblätter haben übrigens gerade mal 1 Jahr mehr auf dem Buckel als ihr gar nicht so entfernt verwandter HTML 4.0, wie die webkrauts berichten.

Spam is not Informationsbeschaffung: Journalisten dürfen in Deuschland nach einem Urteil des LG München E-Mails zu Umfrage- und Recherchezwecken versenden – dies sei notwändig, um die Möglichkeit der Online-Informationsbeschaffung im Sinne der Pressefreiheit nicht gänzlich zu verunmöglichen. Von wegen Information versus Rauschen: Ein spannender Text zum Thema postmoderne Kulturvermischung tauchte diese Woche im Waschssalon auf: so kann’s gehen in Berlin…

Im übrigen war’s das fast mit den Jahresrückblicken für 2006 – einer geht sich noch aus zu Sylvester, bis dahin wünsch ich besinnliche und angenehme oder rockig-partyhafte Feiertage: ganz wie Sie möchten.

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