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Blogistan-Rückblick KW53

Die Geschichte der strategisch-technischen Informationsverarbeitung beginnt durchwegs nicht digital – in telepolis schreibt Frank Hartmann über einen Pionier der Datenspeicherung: Emanuel Goldberg entwickelte revolutionäre Mikrofilmtechniken zur Erhöhung der Speicherdichte – auf analogem Filmmaterial, damals war eben alles eine Frage der richtigen Chemie. Ganz im Gegensatz zu den modernen Zeiten, wo der Klonburger mit Fritten wohl eher in die Domäne Bio-Engineering fällt. Mahlzeit!

Ungewöhnlich gut informiert sind wie stets Österreichs TrafikantInnen, wie das Österreich-Blog der Zeit zu berichten weiß:

Die in Brüssel probieren nur, was sie mit uns alles machen können. Die planen noch ganz andere Sachen gegen Österreich – ich hab da meine Informationen.

Ob „die in Brüssel“ auch für die teilweise seltsamen Jahres-Hitlisten verantwortlich sind? Der Rolling Stone hat jedenfalls Dylan Robert zum Albumaufnehmer des Jahres erklärt. Ganz ohne politische Hilfe (oder doch nicht?) schieden 2006 außerdem eine Menge sogenannter Publikumszeitschriften aus dem Leben – Retromedia widmet der jüngeren Papierarchäologie eine wunderschöne Nekrolog-Gallerie.

Das mag für sich genommen klingen wie eine bloße Serie von Zufällen – doch wenn ich jetzt noch erwähne, dass erstmals ein schneetaugliches Fahrrad mit hohem Stylefaktor in Reichweite zu sein scheint, dann taucht noch immer kein roter Faden auf? Okay, dann lassen wir das mit den Verschwörungstheorien lieber.

Sylvester naht indessen kaum mehr unaufhörlich, in wenigen Stunden läst sich das Jahr 2006 vom TÜV ein neues Pickerl verpassen. Trotz wildester Proteste von Glasschützern werden auch bei dieser Gelegenheit wieder tausende hilflose Schaumweinflaschen auf grausame Weise mit diversen Gerätschaften gefoltert. Dabei weiß der russische Profi: völlig schmerzlos ist für die Flasche einzig die schnelle Öffnung mittels Säbel oder notfalls auch massivem Buschmesser. Wie’s geht und nicht geht demonstriert Wired News anhand zahlreicher Videos. (Das wär doch mal ein Stöckchen – „ich möchte sehen, wie ihr um Mitternacht eure Sektflaschen geköpft habt!“) Hier zwei Könner bei der Arbeit:

Das wichtigste Must-Have fürs kommende Jahr darf an dieser Stelle selbstverständlich nicht fehlen, als da wäre: der Power Squid, zu deutsch: Stromtintenfisch. Quasi die klassische Steckerleiste, aber mit flexiblen Enden – weil ja bekanntlich die Netzteile unserer Geek-Ausrüstung stets mehr als einen Stecker okkupieren. Das nenn ich mal smartes Produktdesign. [via Bruce Schneier]

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