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5 things you don’t know about me…

Michi vom Nonsmoking Area hat mir dieses Stöckchen zugeworfen, und er wiederum wurde von Christian Spanring getaggt. So let’s do this schnell und schmerzlos: 5 Dinge, die ihr vermutlich nicht über mich wisst…

  1. Ich bin in Osttirol aufgewachsen, und von 10 bis 14 war ich wöchentlich in der Musikschule – um die Kunst des Zieharmonikaspielens zu erlernen. Am Höhepunkt meiner Karriere stand ich im Vogelkostüm auf der Bühne vor 400 Lienzer GymnasiastInnen und spielte „Oh when the saints“. Ein Foto gibt’s zum Glück nicht.
  2. Meine erste Spiegelreflex-Kamera war eine Canon EOS 1000 – wir fuhren damals in den Sommerferien nach der 6. Klasse extra mit dem Zug von Lienz nach Klafu, wo’s einen Mediamarkt gab. Anschließend waren wir im Klagenfurter Strandbad. Der erste Film zeigte lauter fesche Kärntnermadln im Bikini. Die EOS 1000 hat übrigens brav 8 Jahre lang ihren Dienst verrichtet, bis ein Riss im Plastikgehäuse das Gesetz der Entropie bestätigte.
  3. Ich trainiere seit drei Jahren traditionelles Tae Kwon Do im Verband von Großmeister Son, Jong Ho. Unsere Schule befindet sich im ersten Wiener Bezirk in der Riemergasse.
  4. Mein erstes Blog-artiges Projekt war rückblickend betrachtet der Newsfeed von medianexus.net auch wenn’s damals den Begriff Blogosphere noch gar nicht gab. mn war eine Plattform für studentische Arbeiten zum Thema Medientheorie, die wir während unseres Studiums gegründet hatten (muss so um 1998 gewesen sein). Eine Kopie der ersten Version der Seite gibt’s im Online-Archiv der ÖNB.
  5. Für the gap schreibe ich seit Ausgabe zwei – Anfang Februar feiern wir 10-Jahres-Jubiläum. Im ältesten Artikel, den ich auf meiner Festplatte rumliegen hab, geht’s um Broadway and 52nd, das zweite Studioalbum von US3, erschienen 1997. Das Album gehört immer noch zu meinen Favs:

    US3: Broadway & 52nd Jene sanfte Mischung von Jazz und Hip Hop, die als leichte Barmusik durch den Raum schweben kann und bei näherem Hinhören erst ihre Tiefen offenbart, beherrschen nur wenige. Die Großmeister des Genres sind unbestritten, neben Guru mit seinem Jazzmatazz-Projekt, die jungen Amerikaner US3 (sprich: [as3]).
    Von ihrem Debutalbum „Hand on the torch“ dürfte den meisten zumindest Cantaloop („Funky, Funky“) im Gedächtnis geblieben sein. Solche Ohrwürmer findet man am neuen Album „broadway & 52nd“ nicht mehr: doch wer nach dem ersten Werk glaubte, daß es gar nicht mehr relaxter und smoother geht, sollte dem hervorragenden „True to the game“ eine mindestens zweite Chance geben, oder mal genauer in „Snakes“ hineinhören. Das gilt für das ganze Album: Musik für nebenbei ist Broadway & 52nd zwar auch, aber es steckt viel mehr drin, als man auf die Schnelle entdeckt: Erstens haben die beiden Rapper was zu sagen und wissen sich zu artikulieren, und zweitens steckt in den Arrangements viel Arbeit und Liebe zum Detail. Natürlich schwebt wiederum über jedem Sax-Solo und überhaupt allem der Geist des legendären Labels „Blue Note Records“. Jazzfans werden mit dem Album glücklicher sein als die Liebhaber von hartem Rap, aber so soll’s ja wohl sein: Im übrigen bewiesen US3 vor wenigen Wochen in der „Szene“, daß sie alle Nummern auch live bringen können – samt kompletter Band. Ein außergewöhnliches Werk, das ein würdiger Nachfolger des klassischen Debuts ist, aber nicht ganz dessen Format erreicht.

Somit reiche ich die Frage nach den 5 großen Unbekannten weiter an Nessy, an den Navigator und an Steel.

1 comments
pulsiv
pulsiv

ach schön. das album hab ich mir damals auch gegönnt. immer noch ein echter knaller. leider nicht so durchgestartet...

Trackbacks

  1. Draußen nur Kännchen sagt:

    Stöckchen zugeworfen. Ich soll fünf Dinge verraten, die Ihr noch nicht über mich wisst. Kulisse: Ich habe ein Blog, das „Draußen nur Kännchen“ heißt, trinke aber keinen Kaffee. Nicht zum Frühstück und nicht bei Omas Geburtstagskränzchen. Nie.