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Der Frage, wer denn KEIN Corporate Weblog benötige, widmet sich ConnectedMarketing.de. Die Antwort fällt recht erwartbar raus: wer weder andauerend schreiben noch diskutieren möchte oder sollte, der lasse es lieber gleich - dem noch so nischenspezifischen Rest besorgt der gute alte Captain Longtail schon sein Publikum. [via marketing-blog.biz] Wer selbiges schon gefunden hat, der hat noch 4 Tage Zeit, das eigenen Blog-Logo bzw. den Header einzusenden - das Marketing-Blog veranstaltet eine Logo-Competition.
Etwas mehr Kompliziertheit liegt in der Natur der Sache der zweiten und weiteren Leben - Darren jedenfalls hat das ultimative Angebot für alle von Serverlags geplagten Second Life Gambler: Get a first life! Aber manchmal, dass wissen wir nicht erst seit Jean Baudrillard, macht die Simulation einfach mehr Spaß als the real thing. Jeder Werksbesucher hat wohl schon mal über die Präzision und Geschwindigkeit großer Industrieanlagen gestaunt - doch wieviel mehr Bewunderung ringt uns da eine komplett aus Lego gebaut Fertigungsstraße ab, die - man höre und staune - kleine Lego Autos produziert? Ja, Mindstorms macht’s möglich und dieses Video ist der Beweis.
Was wäre der Blogger ohne Leser? Duese5 hat sich vorgenommen, (noch) unbekannten, aber erwähnenswerten Blogs mit Reviews auf die Counter-Sprünge zu helfen. Nette Idee und fein umgesetzt - unter den ersten paar Empfehlungen finden sich bereits einige sehr lesenswerte Adresse.
A propos Leser, der im Web 2.0 ja immer auch Mit.Schreiber ist: über die Sinnlosigkeit des nofollow-Attributs herrscht unter Bloggern zunehmende Einigkeit: diese spezielle Link-Kennzeichnung wurde eingeführt als Hinweis für Suchmaschinen, um damit gekennzeichnete Links in ihren Rankings zu ignorieren. Kommentarspam sollte somit unattraktiv werden, doch die Idee hat sich als völlig kontraproduktiv erwiesen: Spam wird sowieso rausgefiltert, warum also Kommentatoren für ihre Beiträge indirekt bestrafen? Am SEO Marketing Blog gibt’s eine erhellende Diskussion zum leidigen Thema. Wie netprofit berichtet, wird die englischsprachige Wikipedia ab sofort ebenfalls das nofollow-Attribut einsetzen - datenschmutz verwendet seit Beginn an das Follow URL Plugin: es entfernt das rel=”nofollow” aus Kommentarlinks. Lieber ein paar “ungerechtfertige” Backlinks als präventive Kollektivstrafe.
Update: Robert berichtet über die “Kriegsvorbereitungen” - als Reaktion auf das wikipedia-nofollow beginnen einige Blogger, wikipedia-Links in ihren Artikeln mit demselben Attribut zu versehen. Ich schließ mich da ganz Mr. Basic’s Meinung an… hat keine Sinn, die Fronten künstlich zu verhärten.
Aus einer anderen Richtung denkt Nicolas Carr über SEO-Optimierung nach: immer mehr Journalisten, so seine These, schreiben ihre Artikel mit der Google-Tauglichkeits-Schere im Kopf. [via franztoo] Derartige Scheren im Kopf sind dem Pressesprecher der F dagegen anscheinend völlig fremd, wie rip zu berichten weiß.
@Web 2.0: die Berliner Zeitung fragte Tim O’Reilly, ob der der inflationären Verwendung seines markigen Begriffes nicht schon langsam überdrüssig wird:
Ja und nein. Die Wortkreation Web 2.0 hat geholfen, die Diskussion um das Internet weiterzuführen. Klar, der Begriff wird inzwischen inflationär verwendet, auch von Leuten, die ihn gar nicht verstehen. Manche denken: Oh, es hat bestimmt was mit Blogs zu tun oder mit sozialen Netzwerken oder einer bestimmten Art, fürs Internet zu programmieren. Das ist falsch. Eigentlich bedeutet es, Computeranwendungen zu entwickeln, die ihre Stärke aus Netzwerkeffekten beziehen und dadurch Dinge möglich machen, die es sonst nicht gäbe.
Das Interview ganz zu lesen, zahlt sich durchwegs aus - der marketing-geschulte Visionäre umreißt einige zentrale Leitthemen der New Media Diskussion der kommenden Jahre.
veröffentlicht am 28. January anno domini 2007.
Tags: blogistan, Panoptikum, Web 2.0, Wochenrückblick
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Trackbacks und Pings
- ConnectedMarketing.de schrieb am 7. February 2007 um 12:19
Die Konferenz in Bremen zu Web 2.0, die von Construktiv organisiert wird, nimmt mittlerweile deutliche Formen an. Wird sicher eine interessante Veranstaltung, ich freue mich drauf. Auf dem datenschmutz.net Blog kann man erfahren, dass Tim O’Reilly mit dem Begriff Web 2.0 eigentlich prinzipiell auf die Online-Anwendungen abzielen wollte, “die ihre Stärke aus Netzwerkeffekten beziehen und dadurch Dinge möglich machen, die es sonst nicht gäbe.” Allerdings hat sich die







Das nofollow war in der theorie eine gute Idee, aber in der Praxis hat sich’s wirklich als Ärgneris erwiesen. Lasst uns das Ding endlich begraben!
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