CD-Review: La Boom – Atarihuana

Nicht, dass „La Boom“ erst gestern gegründet worden wäre – das, oder besser gesagt, eines der vielen Side-Projekte von Jan Eißfeldt köchelt im Eimsbush Basement schon eine ganze Weile vor sich hin. Elektronische Musik abseits von Hip Hop, Samples und Beats, die sich im Laufe der Jahre ansammelten bilden das Fundament, aus dem das Duo schöpft. Zweiter im Bunde ist Tropf, jener legendäre Hamburger Producer, der den Basement-Sound entscheidend geprägt hat.

Was der Veröffentlichung bislang produzierter Tracks entgegenstand, hat mir Jan mal erklärt, war die Unmöglichkeit der Rechteklärung. Inzwischen muss es aber doch geklappt haben, und das Resultat verblüfft: dubbige, ruhige Rhythmen, kurze Earcatcher-Sprachsamples und originelle Breaks werden zu einer erfrischenden, unverkrampften Mixtur verblendet, die den Hörer frühestens beim fünften Durchlauf ob ihrer Komplexität Komplimente abringt. Keine Sekundärliteratur zu Eißfeldt, Boba Fett und Jan Delay, sondern ein neuer Style, der in gewohnter Lockerheit zum besten gegeben wird.

Label: Eimsbush / Grooveattack

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