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Blogistan-Panoptikum Woche 6 2k7

11.02.2007, geschrieben von , Keine Kommentare

Eine Woche vol­ler Highlights geht zu Ende — mit eige­nem Smilie, der gap 10-Jahres-Jubiläumsausgabe, Web 2.0 Blogecho, den ers­ten 2 Gastautoren und einer daten­schmutz Premiere in der Presse-Blog-Rubrik “Fangnetz”. Viel Vergnügen mit der Nachlese und Schönen Sonntag zu wünschen!

Gelbe Smilies regie­ren die Online-Welt — doch nun ist Schluss mit Hautfarbenhegemonie, ein Blog ist ange­tre­ten, um die sowieso viel hüb­sche­ren grü­nen Smilies zu pro­mo­ten. Die gesamte Redaktion von Duese5 (der ver­dammte Papagei, die Kampfratte + der Autor) haben ihren eige­nen cust­o­mi­zed Green Smilie bekom­men, und daten­schmutz ebenfalls!

datenschmutz smilie Blogistan Panoptikum Woche 6 2k7

Über­haupt macht die Abweichung vom Bekannten ja viel mehr Spaß als jedes aus­ge­lutschte Kultobjekt: die Lichtschwerter tür­men sich heut­zu­tage in jedem Kinderzimmer, aber wie wär’s mit einem Propan-betriebenen Steampunk Lightsaber? Ein wenig Devianz also, und schon klappt’s mit den fünf Minuten Fame. Die FPÖ hat mit ihrer legen­dä­ren Presseaussendung erfolg­reich eine Menge Wind erzeugt, im Original gibt’s den mitt­ler­weile gera­dezu legen­dä­ren Text nach­zu­le­sen im Öster­reich Blog der Zeit. Ob jede Werbung gute Werbung ist, dar­über strei­ten die Experten — doch SPÖ Abgeordneter Johann Maier zieht in punkte Kultfaktor mit einer ver­mut­lich unbe­ab­sich­tig­ten Formulierung sou­ve­rän gleich:

SPÖ-Abgeordneter Johann Maier hat dem Nationalrat eine Petition vor­ge­legt, die auf eine Ände­rung der Begriffe “geis­tig abnorme Rechtsbrecher” bzw. “Anstalt für geis­tig enorme Rechtsbrecher” abzielt.

[via When in doubt, do it]

Wo die geis­tige Enormität zu Höhenflügen ansetzt, da wer­den ent­spre­chend viele Kalorien umge­setzt, und die wol­len nach­ge­füllt wer­den — prak­tisch, wenn man sich nicht jeden Tag auf’s neue an den Herd stel­len muss, son­dern gleich ein paar Breaks vor­ge­kocht hat: [via Basic Thinking]

Was uns wie­derum sanft zum unwirt­schaft­li­chen Thema “Popmusik” über­lei­tet: Steve Jobs hat einen offe­nen Brief auf die Apple-Homepage gestellt, in dem er an die Plattenfirmen appel­liert, den itu­nes Store doch bit­te­schön Musik ohne DRM ver­kau­fen zu las­sen. Lobenswertes Ziel, frag­wür­dige Motivation? In ers­ter Linie fühlt sich der Apple-Boss gegen­über CD-Verkäufern benach­tei­ligt, und die Hauptschuld daran trägt sei­ner Meinung nach das Copyright-konservative Europa. [via net­zon­fire]

In 2006, under 2 bil­lion DRM-protected songs were sold world­wide by online stores, while over 20 bil­lion songs were sold com­ple­tely DRM-free and unpro­tec­ted on CDs by the music com­pa­nies them­sel­ves. The music com­pa­nies sell the vast majo­rity of their music DRM-free, and show no signs of chan­ging this beha­vior, since the over­whel­ming majo­rity of their reve­nues depend on sel­ling CDs which must play in CD play­ers that sup­port no DRM sys­tem.
[…]
Much of the con­cern over DRM sys­tems has ari­sen in European coun­tries. Perhaps those unhappy with the cur­rent situa­tion should redi­rect their ener­gies towards per­sua­ding the music com­pa­nies to sell their music DRM-free.

Schneller von A nach B

Wir hat­ten ja nur freund­li­che Chauffeure in Berlin, aber die­ser Taxifahrer-Joke von Thorsten ist wirk­lich gut: “Taxifahrer in Berlin sind spe­zi­ell, die sind oft rich­tig pam­pig. Neulich bin ich ein­ge­stie­gen und hab gesagt: Ich muß zur Karl-Marx-Allee!. Da dreht der sich um und fragt: “Und? Was hab ich damit zu tun?”

Die Taxifahrer des Web sind übri­gens die Short-URL-Services: im Handumdrehen wird aus mehr­zei­li­gen Adressmonster ein trans­por­ta­bler Buchstabenhaufen. Doch was, wenn die eigene URL eh schon kurz ist, die Homepage bloß aus sta­ti­schem HTML besteht und man den Eindruck erwe­cken möchte, eine Datenbank im Hintergrund lau­fen zu haben, die min­des­tens so kom­pli­zierte URLs ver­wen­det wie die Kronenzeitung? Ganz ein­fach: der Even more long URL ser­vice von Yep it macht zB aus blog.datenschmutz.net im Handumdrehen
yep.it/go.php?kmky6i9jtd3rw2ab2xt5v4ekt9qvbtn8xocbloz9vqc9j9qk
ql8d1gn7acehw44hg3r6wlsnhdsokxxj2se0ul9geb76au617t04zfjvia8q
mo17lf87vrwu9avyg491255g5itn2vhxlm2xwyq4vvl594lfogrk76oy5st
vl2jqrzgt5hqf5vd4samahbvxy6z72iif5n32icyq7iyo2tp44jvg

Fuckhead Werkschau

An zwei Arten von Personen rich­tet sich eine neu erschie­nene DVD: jene, die min­des­tens eine der legen­dä­ren Band-Performances mit­er­lebt haben, und jene, die Fuckhead trotz­dem unbe­dingt ken­nen ler­nen sol­len. Neue Medien machen’s mög­lich, Lebensfrische ent­hält unter anderem:

…a com­pi­la­tion of live recor­dings, albums, images and videos (docu­men­tary and com­pu­ter gene­ra­ted, the lat­ter by voca­list didi bruck­mayr and bass player michael stroh­mann). amongst these power­ful pie­ces a docu­men­tary of the live show at lon­don meltdown fes­ti­val 2000 cura­ted by scott wal­ker can be found as well as the long out of print ‘the male comedy’, ori­gi­nally released on mego in 1998. Fuckhead are fresh!!

Ins Fangnetz gegangen

Der erste daten­schmutz Beitrag hat’s ver­gan­gene Woche ins Fangnetz der Presse geschafft, Jumpover in den Print… davon träumt ja bekannt­lich jeder Blogger. Zum Hintergrund des Remix-Projekts: Info. Dankeschön, ich fühle mich geehrt. Und war nach­ge­rade ver­blüfft ob der hit­zig geführ­ten Diskussion um die Statthaftigkeit des Vorgehens, die min­des­tens einen eige­nen Beitrag ver­dient hat — der folgt asap.

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