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Blogistan-Panoptikum Woche 11 2k7

18.03.2007, geschrieben von , Keine Kommentare

Das Internet wurde zum Massenmedium, und was ist geblie­ben von John Perry Barlows Declaration of Independence of Cyberspace? Die Online– ist im Steigen begrif­fen, wie die Open Net Initiative zu berich­ten weiß. [via The other end of the tele­scope]

Internet cen­sor­ship is sprea­ding rapidly world­wide, accor­ding to OpenNet Initiative, a pro­ject hea­ded by Harvard Law School and the uni­ver­si­ties of Toronto, Cambridge and Oxford. Web cen­sor­ship is being prac­tised by about two dozen coun­tries and is applied to a far wider range of online infor­ma­tion and app­li­ca­ti­ons accor­ding to the rese­arch group.

Nicht nur die Kommunikationsfreiheit nimmt ab, auch die guten alten Echtzeit-Inhalte sind in Gefahr. Über das Ende der Live-Übertragungen schreibt Georg Bürstmayr im Österreich-Blog der Zeit. Doch weder ver­än­derte Sehgewohnheiten noch die Unlust der Zuseher an media­ler Gleichzeitigkeit tra­gen die Verantwortung: das digi­tale sorgt mit sei­ner ein­ge­bau­ten Verzögerung für eine sys­tem­im­ma­nente Latenz von einer bis acht Sekunden:

Digital is cool, aber lei­der nicht zeit­gleich: Heute kommt das ORF-TV-Bild “so cirka eine Sekunde” nach dem Ton im Radio, und wer über die Telefonleitung Fernsehen guckt, kriegt noch­mal 7 Sekunden spä­ter die Wiederholung.
Und die Zeiten, wo eine ganze Stadt ein Ereignis, ein Tor, das Passieren der Ziellinie oder wha­te­ver im sel­ben Moment gese­hen hat — doch, das hatte was Verbindendes! — seltsam, die waren mal im 20.en Jahrhundert, und jetzt, nach zwei Jahrzehnten Fortschritt, hat es sich gehabt mit “live”?

Es twit­tert allenthalben

In der ver­gan­ge­nen Woche gebührte das Prädikat “meist­dis­ku­tier­ter Online-Service in ” ein­deu­tig Twitter: von Steve Rubel übers Media-Blog bis zu Pixelgraphix (dort gibt’s eine kleine Linksammlung rund uns Thema) stel­len alle Blogger die Frage, was mit dem eigen­ar­ti­gen Kurznachrichten-Format denn anzu­fan­gen sei.

Was ist Twitter? Die ver­län­gerte Hand des Geeks? Twitter macht es dem Nutzer extrem leicht, schnell Nachrichten ins Netz zu stel­len und hat somit hohes Suchtpotential. Man kann seine maxi­mal 140 Zeichen pro Information über den Browser, per IM, per SMS und über alle mög­li­chen Tools an Twitter sen­den und abru­fen. Registrierten Nutzern steht es frei, diese Infos frei zugäng­lich zu machen oder sie nur bestimm­ten Freunden zu zeigen.

Der Werbeblogger jeden­falls ist anschei­nend noch kein begeis­ter­ter Twitterianer:

Twitter ist für mich Web-Rotz pur — jedoch nicht im eklig, eit­ri­gen Sinn son­dern in der Art und Weise wie man mit Informationen, Daten und der eige­nen Identität umgeht. Twitter ist ein Freudenfest für Selbstdarsteller und Voyeure — beide bil­den eine sym­bio­ti­sche Einheit. Die Selbstdarsteller pos­ten blitz­schnell was sie gerade machen und andere kön­nen die­sen wirk­lich zeit­rau­ben­den Unsinn dann konsumieren.

Der Webworkblogger dage­gen lis­tet gleich 17 sinn­volle Anwendungen für den Service auf, Zitat:

Spontane Aufrufe und Aktionen: Einzelne Akteure kön­nen schnel­ler ein klei­nes Publikum an Zeugen, Helfern oder Mitstreitern zusam­men­trom­meln, z.B. für spon­tane Mini Demonstrationen, Wahrnehmung von Sonderangeboten, “Stress” als Gastgeber mit Gästen…

Naja, wer’s braucht, der braucht’s eben. Vielleicht das pas­sende Service für die SMS-Generation — und jeden­falls nicht in Gefahr, durch über­bor­dende Komplexität User zu über­for­dern, ver­mute ich mal.

Update zu Frank Helmschrott Spamforschung: nach nur 3 Tagen tauchte nun der erste unge­be­tene Gast auf. Die Spammer sind fast schon schnel­ler als Google…

Gute Nachrichten für alle –Fans: das Ehl&Ing Blog ver­gibt an alle Trackbackenden einen Gratis-Uni Link: bekannt­lich wer­ten Suchmaschinen die .ac-Domains beson­ders hoch. Am 1.4. wird bekannt­ge­ge­ben, wel­che Uni zurück­linkt — da bin ich ja mal gespannt und schließe mich natür­lich an.

Ladyblogger? Blogerette? Bloggerin?

Nicht 17 Gründe, wie man weib­li­che Blogs sinn­voll nut­zen kann, son­dern viel­mehr 12 der bekann­tes­ten Blogautorinnen Deutschlands stel­len die Blogpiloten vor. Meine Favoritin ist lei­der nicht auf der Liste, den­noch: die sollte man ken­nen.

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      würde mich nicht wundern, wenn dieser herr soziologie oder volkswirtschaft studiert und das nichts anderes als ein meme experiment ist. und damit die analyse später erleichtert wird; ich hab' das über datenschmutz gefunden.
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