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Blogistan-Panoptikum Woche 12 2k7

Wenn das Bloggen keinen Spaß mehr macht, hört man eben auf damit – trotzdem sehr schade, dass Michael Wöhrer, Betreiber des Software Guide, in Zukunft kürzer treten will und die Entwicklung an seinen Plugins einstellen. Danke jedenfalls für’s geniale Simple-Tagging Plugin!

Schau mir in die Augen, Google!

Die Augenbewegungen der Suchmaschinennutzer hat eine neue Studie untersucht. Ein Ergebnis sollte Online-Werbetreibende wohl definitiv nachdenklich stimmen: [via netprofit]

  • 98% der Suchenden blicken auf die echten (nicht werbefinanzierten) Suchergebnisse.
  • 95% nehmen die werbefinanzierten Anzeigen im oberen Bereich über den eigentlichen Treffern wahr.
  • 31% der Suchenden nehmen die Anzeigen in der rechten Spalte wahr.

Klappt’s mit den Augen, so hapert’s bei den Ohren: der Conversion Rater kennt die fünf Gründe, warum die Podcast Szene trotz medialer Hypes einfach nicht so richtig abheben will:

  1. Es ist schwierig, sich schnell Übersicht über das Angebot zu verschaffen. (Man muss jedesmal reinhören.)
  2. Man kann derzeit kaum eine bestimmte Stelle innerhalb eines Podcast anlinken.
  3. Das Herunterladen und Verwalten der Dateien wird schnell mühsam und platzraubend.
  4. Im Amateurbereich gibt’s viel Trash. (Und den zu identifizieren verlangt viel Zeit, siehe Punkt 1.)
  5. Die Podcast Werbebranche kommt nicht so recht ins Rollen.

Trash this city

Rock’n’Roll, Baby – Sim City goes Real World. Zwar nur als Kartonstadt, aber dafür immerhin im Kunstkontext:

Nirmala Shome is currently busy fiddling with scissors, glue and bits of cardboard. She is meticulously constructing a cardboard model of a city that comes right out of the online game SimCity. The Trash This City installation will cover the floor of the All of the Above Gallery in Melbourne. This invasion of the space will force visitors into unavoidable contact with the „game interface“. They will be free to manipulate and reconfigure the city, moving the buildings around, using markers to tag and graffiti the streets, etc. The show will only be open for one day and the night will culminate in the destruction of the entire installation, as only possible in the game.

Er kaufte Schokolade und war ein netter Kerl

Bruce Schneier hat mal wieder eine beeindruckenden Beleg dafür, dass die Social Hacking in vielen Fällen effizienter funktioniert als technologisches Eindringen in geschützte Systeme:

In what may be the biggest robbery committed by one person, the conman burgled safety deposit boxes at an ABN Amro bank in Antwerp’s diamond quarter, stealing gems weighing 120,000 carats. Posing as a successful businessman, the thief visited the bank frequently, befriending staff and gradually winning their confidence. He even brought them chocolates, according to one diamond industry official.

Häufig falsch geschriebenes Zeug

Felix Schwenzel veröffentlich auf seinem Wirres.net Blog amüsantes Feedback, das auf Selbstbeweihräucherung verzichtet:

peter dietereit: Ganz grauenhaft ist und bleibt wirres.net. Dafür, dass Herr Schwenzel mittlerweile von der WAZ-Gruppe zum Online-Experten ausgerufen wurde, erschließt sich mir auch bei intensivstem Quälen meiner Augen mit dem durchgängig klein und häufig falsch geschriebenen Zeug, welches er als Artikel bezeichnen würde, keine Begründung und zwar gar keine.

Ein verzerrtes Bild der Blogosphere unterstellt Virtual Bites Brent Hentschel, dessen Kommentar zum medialen Stellenwert von Bloggern an Jean Remy’s legendäre Klowand-Aussage erinnert:

Im Gegensatz zu regulären Medien sind sie eher mit Leserbriefen, Flugblättern oder Parolen an Häuserwänden vergleichbar…

A propos: kaum wird Twitter populär, kämpft der Service auch schon mit den ersten Spam-Messages. FranzToo vermutet, dass die Filterung für die Betreiber ein schwieriger Job wird – wie schafft man den Spagat zwischen public instant messaging ohne Zugangshürden und lässt trotzdem Spam draußen? Das weiß momentan vermutlich niemand.

Beeindruckende Bäume

Bäume haben was medidativ-beruhigendes – sogar ihre Bilder behalten eine Ausstrahlung dieser Aura, besonders wenn sich’s um 10 äußerst ungewöhnliche Exemplare handelt. [via Waschsalon] Außerdem kann man sich hinter ihnen verstecken – das haben die Baumriesen mit falschen virtuellen Identitäten gemeinsam. Dirk Ploss kennt die richtigen Schritte und Tools bei der Erstellung einer selbigen – die Tipps und Links sind ausgesprochen hilfreich:

Okay. Nehmen wir einmal an, du brauchst für irgendeine Online-Registrierung, die dir nicht ganz koscher erscheint, dringend eine virtuelle Identität. Dann habe ich hier ein paar Links für dich…

Postmoderne Sportarten, heute: Kissenschlacht

Alternative zum Wrestling gefällig? Vergleichsweise noch softer als bei den sorgfältig inszenierten Ringspektakeln geht’s in der Pillow Fight League zu. Zwei Mädchen „verprügeln“ sich mit Polyesterpolstern. Hat irgendwie was japanisches, kommt aber aus US. Ebenfalls eine zunehmend beliebte Sportart: Logoklau: das Visual Blog weiß mehr.

Last-but-also least: dann war da noch die niedliche kleine Katze… und die betrunkene Lady. Einen wunderschönen Sonntag und eine angenehme Zeitumstellung wünsch ich! 😎

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