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Die digitale Chinesische Mauer überprüfen

great firewall of chinaDie „Firewall rund um China“ wird gerne als digitale Version der einstigen Großen Mauer angesehen – der Staat kontrolliert alle Internetzugänge und filtert konsequent Seiten, die als bedenklich oder regimeschädigend angesehen werden. Wer wissen möchte, ob eine bestimmte Seite nach Meinung der chinesischen Zensoren in diese Kategorie fällt, kann dies hier überprüfen.

Sämtlicher Datenverkehr in und aus dem Ausland muss chinesischer Regierungsserver passieren. Über die Struktur in Anspielung an die Chinesische Mauer „Great Firewall“ genannte Sperr- und Überwachungstechnik wird viel spekuliert, es gibt nur widersprüchliche Angaben. Immer wieder gebe es Hinweise, dass große westliche Firmen am Aufbau maßgeblich beteiligt seien. [Tagesschau.de

Nichts Genaueres weiß man also nicht – außer, dass der freie Zugang zu Information keine Eigenschaft von Netzmedien ist, sondern sehr wohl dem politischen Gestaltungswillen unterliegt: wo eine zentrale Stelle alle Netzzugänge von/nach außen kontrolliert, da lässt sich Zensur nicht schwieriger, sondern noch viel effizienter betreiben als dies mit analogen Medien je möglich gewesen wäre. Selbst die laut Eigendefinition no-evil Google Manager müssen sich der Filterung beugen, um nicht gänzlich ausgesperrt zu werden:

Google-Gründer Sergey Brin hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Selbstzensur in China verteidigt. Er sagte, man habe lange mit der Entscheidung gerungen. Letztlich aber habe man sich der Zensur unterworfen, um den chinesischen Internet-Nutzern so viele Informationen wie möglich zugänglich zu machen. [Netzzeitung.de

GreatFirewallofChina.com

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