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Meinplatz übersetzt eigenartig

Wirklich erstaunlich, dass die tschörmännifizierte Ausgabe von myspace unter der gleichen URL erreichbar ist – naja, sowohl meinplatz.de als auch meinraum.de sind ja schon vergeben. Der Rest der Übersetzung wurde allerdings in der Tat mit den berühmten heißen Nadeln gestrickt.

Oder von einem talentierten Wort-zu-Wort Übersetzungsprogramm angefertigt – ansonsten sind solche Stilblüten wie „Ich bin hier wegen: Netzwerk“ als Übersetzung von „I’m here for: networking“. Rührend auch dieser „targetted ad“:

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Ihr AUDI A3 Gewinner-Team

Ob die Mitglieder des Audi-Gewinner Teams wohl auch alle A3s fahren? Fragen über Fragen, eines steht jedoch fest: die localized version „adds to the trash factor“, wie der Amerikaner sagt. Ob hinter soviel amateurhaften Ansätzen ein mächtiger Masterplan steckt? Ich tippe ja drauf, dass Google eher früher als später für Musikanten ein Premium-Angebot launchen wird; in die Qualität der Übersetzung könnte der neue Besitzer früher oder später allerdings durchaus noch ein paar Cents investieren.

In einer Berliner Gratiszeitung Musikzeitschrift (Name schon wieder verdrängt) las ich heute eine Kolumne, die den Trashfaktor von myspace („Nur mit CSS Monstern kann man dieses technische Ruine zähmen) gegenüber der Kommerz-Sterilität von Second Life lobte. Ob freillig oder unfreiwillig – ein bisschen datenschmutz kommt halt immer gut.

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