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Peoplet – volle Kontrolle über Bewerbungsdaten

Seit einigen Tagen bin ich Betatester bei Peoplet. Die Software dient der Karriereplanung: Recruiter sollen hier geeignete Kandidaten finden, und Jobsuchende die passende Beschäftigung finden. Genial und innovativ dabei: alle Daten bleiben am eigenen Rechner gespeichert, anstatt einer zentralen Datenbank nutzt Peoplet ein peer-2-peer Protokoll.

Die Erfinder der Software beschreiben Sinn und Zweck ihres Produkts folgendermaßen:

Peoplet is a new, secure, and social way to stay in touch with career opportunities and simplify your career advancement initiatives.

Die gezielte Freigabe von Dokumenten und Karrieredaten erscheint in Zeiten der Datensammelwut als sehr sympathischer Ansatz – und die Nutzung einer p2p Topologie zeigt, was für ein enormens Potential in solchen Netzwerken steckt: zukünftig werden in vielen Fällen derartige Architekturen das klassische Server-Client Model ablösen – E-Mule und andere Filesharingapplikationen stellen in dieser Hinsicht nur die Spitze des Eisberges dar. Peoplet zeigt, was für ein Potential in der Kombination von Userrechteverwaltung, Message-Client und Dokumentenverwaltung steckt: ich vermute mal, dass die Software eine große Zukunft vor sich hat und bin nach den ersten Eindrücken schlicht begeistert:

Peoplet wurde konzipiert um Kandidaten bzw. Bewerbern mehr Diskretion und Kontrolle über Ihre Daten zu geben. Peoplet ist eine Alternative zu der bislang vorherrschenden willkürlichen Sammlung von Nutzerdaten.

Wie wird denn die absolute Kontrolle gewährleistet, wenn mein Profil bereits online war und gefunden wurde?
Die kurze Antwort: Ihr Profil bleibt auf Ihrem Rechner bis es gefunden wird. Sie können dann entscheiden ob der Suchende (Unternehmen oder professioneller Rekrutierer) benachrichtigt wird oder nicht.

Yup, das leuchtet durchaus ein – wer mehr über Peoplet erfahren möchte, der sollte ein Ohr auf den aktuellen Podcast zum Thema „Effiziente Gestaltung der eigenen Karriereplanung mit Peoplet“ werfen – das englischsprachige Audiofeature vermittelt einen guten Überblick über Sinn, Zweck und Stärken des Clients. Es wird zwar sicherlich noch eine Weile dauern, bis die bei Social Apps so wichtige „kritische Masse“ erreicht wird – doch dann stellt Peoplet imho die bislang ernstzunehmendste Bedrohung für Xing und andere einschlägige Business-Netzwerke dar.

2 comments
Petya
Petya

Hallo! Wegen meiner Arbeit in der Online-Agentur netz98 new media brauche ich mich jetzt besser nach der Peoplet-Plattform erkundigen. Leider hat aus irgendeinem Grund die Peoplet-Webseite fehlgeschlagen. Könnten Sie mir eine Quelle für weitere Infos empfehlen oder vielleicht auch Kontaktdaten zu den Peoplet-Entwicklern, wo ich meine Anfrage stellen könnte? Ich bedanke mich im Voraus! Grüße, Petya

ritchie
ritchie

Hab grad nachgesehen und leider keine Kontaktadresse gespeichert... sieht fast so aus, als ob das Projekt eingeschlafen sei. Schade, hat recht ambitioniert gewirkt.

Trackbacks

  1. […] sollte (sollte, denn leider war damals die Zeit wohl noch nicht reif für solch ein Projekt, von Peoplet existiert leider nur noch dieser Blogartikel). Also, langer Rede, kurzer Sinn, hier das Interview mit dem Erfinder von Oxendo, Nicolas Ullah […]