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Blogistan-Panoptikum Woche 21 2k7

27.05.2007, geschrieben von , 2 Kommentare

Auf Punctilio fragt Wini, wie man den eige­nen Blog am effek­tivs­ten belebt — Zugriffe sind eine Sache, aktive User, die mit ihren Kommentaren ein Blog erst rich­tig inter­es­sant machen, eine andere. In fin­den sich einige Tipps zum Thema: der Software Guide etwa bie­tet eine sehr aus­führ­li­che Anleitung zum Thema “Die Technik steht, was nun?” an, bei Robert gibt’s eine umfang­rei­che Diskussion zum Thema sowie Tipps zur Verbesserung der Visits/PI Rate. A pro­pos: SEOish hat Online –Experten gefragt, wie man 100 Dollar mög­lichst effek­tiv zur Online-Promotion nut­zen kann. Fazit:

With $100… I think I would buy some cheap hos­ting, put up a  CMS, find some good affi­liate pro­grams, and start wri­t­ing and optimizing.

Bloggen funk­tio­niert also als güns­ti­ger Entry Point, bestä­ti­gen die –Kapazunder. Außerdem emp­feh­len so gut wie alle Experten, erst ein­mal aus­gie­big die On– und Offline Fachliteratur zu kon­sul­tie­ren und eigene Webprojekte auf einen dedi­zier­ten Server zu legen.

Piraten, die Vorfahren der Blogger

Auch die ein­bei­ni­gen Kapitäne mit Hakenhand führ­ten pein­lich genaue täg­li­che Logbücher, wie Arkion völ­lig zu recht bemerkt:

Yarr.. wir sind alle so etwas wie Piraten. Oder kühne Entdecker. Aber obwohl die meis­ten ech­ten Piraten in Wahrheit ja blut­rüns­tige Mörder, hin­ter­häl­tige Verbrecher und schwul waren, paßt das von der Filmindustrie gezeich­nete, roman­ti­sche Bild, doch irgend­wie gut zur moder­nen Bloggerei.

Unbedingt lesens­wer­ter Text, für alle, die im auf ihren WordPress CMS’ses über die inter­na­tione­len Blog-Meere segeln!

Porn.com und .com sind rich­tig teuer

Die zwei Domains kos­ten rich­tig viel Kohle:

Die zwei wohl teu­ers­ten Domains der Welt. Die Domain porn.com hat für sage und schreibe mehr als 9,5 Millionen Doller den Besitzer gewech­selt. Ob das Sinn macht so viel Geld zu bezahlen?

Und den­noch brachte die berühmte Sex-Domain ihrem “Inhaber” kein Glück, wie die FuZo berichtet:

Stephen Cohen, der sich die Domain unrecht­mä­ßig erschli­chen hatte, kann nach eige­nen Aussagen seine Schulden beim recht­mä­ßi­gen Eigentümer nicht bezah­len.
Er bat das Gericht, ihm die aus­stän­di­gen 65 Millionen US-Dollar [knapp 50 Mio. Euro] zu erlas­sen, die er dem Geschäftsmann Gary Kremen noch schuldet.

Der Mann muss wirk­lich ein Untalent für’s Online– besitzen…

und

Noch ist’s nur ange­rücht: angeb­lich sei das große G scharf auf das fee­dige F. Mit ande­ren Worten: Google, so zwit­schern die Bytespatzen und den www-Dächern, möchte laut Google Watchblog gerne Feedburner käuf­lich erwer­ben. Falls das stimmt und Google Feedburner ebenso “rasant” wei­ter­ent­wi­ckelt wie und Blogger, dann sieht’s wohl düs­ter aus für den RSS-Aggregator Numero Uno.

Sind keine Journalisten? Blogger?

Bei Helge gibt’s eine span­nende Diskussion zur guten alten Spaltpilz-Frage “Sind Blogger Journalisten?” Rechtlich gese­hen auf kei­nen Fall — funk­tio­nal betrach­tet würde ich aller­dings mei­nen, kol­lek­tiv kann man nur auf gut öster­rei­chisch mit einem ent­schie­de­nen “Jein” ant­wor­ten — zu unter­schied­lich sind die Zielsetzungen und Methoden der p.t. Bloggeria. HF meint:

Nur weil wir schrei­ben und ein Medium nut­zen, sind wir noch lange keine Journalisten. Der Dialog, den Politiker füh­ren, wenn sie mit Bloggern kom­mu­ni­zie­ren, ist ein Dialog mit Wählern. Wähler der neuen Sorte, if you wish.
Das Missverständnis “Blogger sind Journalisten” führt dann auch zu ver­rück­ten Konsequenzen wie dem Anfang März bei den deut­schen Nachbarn in Kraft getre­te­nen Telemediengesetz, das Bloggern u.a. die jour­na­lis­ti­sche Sorgfaltspflicht auf­er­legt und sie damit noch wei­ter abmahn­wü­ti­gen Rechtsanwälten ausliefert.

Genau darum geht’s imho auch: mit dem offi­zi­el­len “Journalistenstatus” sind Rechte genauso wie Pflichten ver­bun­den; wenn schon, dann neh­men wir Blogger nur das volle Package, Pflichten ohne Rechte sucken. (Tja, frü­her oder spä­ter musste ich die­ses Wort hier am Blog mal ver­wen­den.) Update: inzwi­schen ist der Beitrag auch im Fangnetz der Presse gelan­det.

Wer andern einen Button generiert…

…ist ent­we­der Grafiker oder Online Button-Generator. Vertreter zwei­ter Spezies pro­du­zie­ren häu­fig opti­sche Monstrositäten oder sind schlecht bedien­bar — Mycoolbutton macht dage­gen alles rich­tig — so klappt’s garan­tiert mit dem ganz beson­ders Web 2.0igen Look. [via guen­ner­sen ]

Außerdem diese Woche in other News: der Taxiblogger war schon lange nicht mehr im Puff, Existenz24 kennt beängs­ti­gend viele Websites, mit deren Hilfe sich Mikro-Kohle schef­feln lässt, und der Conversion Rater berich­tet über das neu ein­ge­führte People Tagging bei myblo­glog. In die­sem Sinne: einen schöne fei­er­täg­li­chen Pfingsmontag!

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