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Keine Pornos für Deutschland

24.05.2007, geschrieben von , Keine Kommentare

porno Keine Pornos für DeutschlandIn bay­ri­schen Lederhosen soll’s künf­tig nur mehr kra­chen, wenn Pornos ver­kauft wer­den. Der Verleih der Mantel-und-Degen Filme ohne Mantel stellt dank frei ver­füg­ba­rer voll­jäh­ri­ger Sexfilmzulieferer eine latente Jugendgefährdung dar. Jim Lahey würde wohl sagen: “The shit­hawks are flyin’ in low today, Randy!” Aber der 1. April ist schon vor­bei, des­we­gen schlägt daten­schmutz den auch gleich ein gene­rel­les Verkaufsverbot von Alkohol in Supermärkten vor.

Schlecht für die bay­ri­schen Videotheken — wo die Bundesrepublik doch der zweit­größte Pornomarkt der Welt nach den USA ist. Tausend DVDs erschei­nen pro Monat — das ergäbe überein­an­der­ge­legt einen Stapel, von Gina Wilds gro­ßer Zehe fast bis zu Vivian Schmidts Bauchnabel reicht.

Doch mit der güns­ti­gen Grundversorgung über das Prinzip “Mieten, nicht Kaufen” ist nun Schluss, wie der Spiegel berichtet:

Dem Bundesrat liegt ein Gesetzentwurf Bayerns vor, mit dem der im Bezug auf “Killerspiele” ver­bes­sert wer­den soll. Doch der Antrag hat bis­her nicht bemerkte Nebenwirkungen: Er käme einem Pornoverbot in Videotheken gleich.

Lächerliche Horrorfilme wie Freitag der 13. und nackte Tatsachen gehö­ren nicht in Jugendhände — da sind sich Politiker schon län­ger einig. Genau des­we­gen ist der Verleih auch nur an voll­jäh­rige KundInnen erlaubt, doch das soll sich ändern: fil­misch insze­nierte Schlachtorgien sol­len genau wie Orgienschlachten nur mehr käuf­lich erwor­ben wer­den dür­fen. Beruhigend jeden­falls, dass die deut­schen PolitikerInnen ganz genau wis­sen, was sie da eigent­lich tun:

Beim Sozialministerium war man sich der Tragweite des Gesetzesentwurfs zunächst offen­bar gar nicht bewusst. “Das Verleihverbot wird nur einen ganz klei­nen Teil beson­ders hef­ti­ger Pornos betref­fen. Da ist der Gina-Wild-Film nicht dabei”, erklärte eine Sprecherin des Arbeits-, Sozial– und Familienministeriums noch am Montagnachmittag auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. Erst heute räumte das ein, dass ein Verleih-Verbot neben Gewaltfilmen auch sämt­li­che Porno-Filme betreffe.

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