Klaus Eberhartinger gewinnt Dancing Stars

Der Frontmann der EAV macht in letzter Zeit ganz schön viel von sich reden: 2005 feierte die Erste Allgemeine Verunsicherung ihr 100-jähriges Jubiläum, und nun gewinnt er auch noch den Dancing Stars Contest im ORf.

Ich bin wirklich alles andere als ein kompetenter Beurteiler rhytmischer Bewegungen am Parkett – aber das Finale war schon beeindruckend: Zabine und Alex Zaglmaier schieden vor dem Finale aus, Peter Eppinger und Julia Polai legten eine flotte Sohle zu Robbie Williams hin, aber Klaus Eberhartinger und Kelly Kainz überzeugten nicht nur durch perfekt synchronisierte Bewegungen, sondern auch einen ausgesprochen originellen Men-Strip: und in der Unterhose vor ganz Österreich zu stehen war dann selbst dem geborenen Showman wohl nicht ganz geheuer, sodass er anschließend sein Cocktailglas fallen ließ. Vermutlich waren’s aber dennoch nicht die Scherben, die das Glück brachten, sondern eine Menge harter Arbeit: der Sieger der neuen Runde hat doch ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel als sein Vorgänger Manuel Ortega. Most impressive.

Über die musikalischen Qualitäten der Band mögen andere ablästern, mein erstes Popkonzert ever war ein Auftritt der EAV in Debant bei Lienz, auch schon knapp zwanzig Jahre her. Sowas prägt – und während ich mit 11, 12 alle Alben auf- und abgehört hab, verdrängte ich irgendwann den Beginn der Sozialisierung mit Sprechgesang. Jedenfalls übertrug der ORF am Samstag in seiner neuen Konzert-Schiene den Jubiläumsgig der EAV in der Wiener Stadthalle (Dezember 2005) – und ich kann nur sagen: fetter Sound! Die mit neuen Riffs und Rhythmen gepimpte Versionen alter Hits plus die durchaus zeitlosen Texterqualitäten von Thomas Spitzer gefallen noch immer. Oder wieder, ich sag nur: „Dideldum, dideldei, ist da noch ein Platzerl frei…“ Mehr zur Bandgeschichte gibt’s auf der EVA-Heimseite oder auf der des Fanclubs.

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