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Youporn und kein Ende der Kohlenstange?

05.05.2007, geschrieben von , 24 Kommentare

Die Lernkurve der Amateur- Rechercheure kann keine steile sein: Wir schreiben Wochen 1 nach der sogenannten “ Zensur”, und noch immer ist keine Ende des Besucherstroms in Sicht. SEO- träumen bereits von Karibik-Villen – sells, daran hat sich auch 2k7 im wenig geändert.

Was dem einen teuer, ist dem anderen nicht mal billig – in der Diskussion um “bösen” und “guten” geht’s in erster Linie um die Frage, ob die vielen User, die anstatt “youporn” oder “porntube” mit dem dot-com hinten dran in die Adressezeile einzugeben, auf Google nach dem Begriff suchen, bloß die Datenbank zum Schwitzen oder auch Nutzen für den/die Webmaster/mistress bringen. Je nach Sinn und Zweck der eigenen Bloggerei könnte man natürlich frei nach einem alten Werbeheini-Spruch sagen: jeder ist guter .

Marketeers denken da mehr in Conversion-Rate Dimensionen, unsereins freut sich über den oder die eine/n (bei youtube wohl eher den), der im Blog “hängen bleibt” und öfter mal vorbeischaut – reine Pageviewzahlen sagen in Zeiten von Web 2.0 halt in der Tat nur mehr unglaublich wenig aus über die Qualität der Interaktion. Kein unbekannter Sachverhalt: wer sein Produkt online bewirbt (und verkaufen möchte), der wird sich über 1000 Besucher, von denen 10 einen Kaufvertrag abschließen, mehr freuen, als über 10.000, von denen 5 die Ware ordern. Quality Traffic lautet hier das Stichwort – der primäre Grund, warum bloße SEO-Boosting Maßnahmen zum Beispiel Online-Shops wenig bringen.

Im Fall eines Blogs sieht die Sache aber schon wieder anders aus: einerseits wäre da der angesprochenen Lateraleffekt, andererseits will man ja ohnehin nix verkaufen – und ein paar Affiliate Clicks haben schon die Hosting-Kasse so manchen Webmasters aufgebessert. Und selbst wenn einige us-amerikanische SEO-Blogger wie Cpt. Shoemoney recht fett von ihren Online-Einnahmen leben, bleiben Affiliate-Programme und Linkverkäufe im deutschen Sprachraum im wesentlichen auf ein Taschengeld beschränkt – da ändern selbst 1000 Einträge über DSDS nichts dran. Robert Basic, einer der wohl meistgelesenen deutschen Blogger macht aus seinen Blog-Einnahmen kein Geheimnis, so sah’s aus im März bei ihm:

Google AdSense Einnahme: 305 USD
Linklift: 406 Euro
Textlinkads: 281 USD
—-
Werbeeinnahmen: 860 Euro März 07
TKP ~3 Euro

Klar, nettes Nebeneinkommen, vor allem weil man ja sowieso gerne bloggt und der viele Zeitaufwand, den Powerblogger in ihr Hobby investieren, nicht als Belastung empfunden wird. Aber nicht gerade das Monatseinkommen von SLK-Piloten… und, das p.t. Publikum, ist sozusagen top of the line. Es wird für alle youporn-SEO-Blogger (wann wird’s diesen Eintrag in der geben?) also doch nur eine sehr kleine Insel werden.

Was machen mit dem ganzen youporn-Traffic?

Verwundert war wohl jeder der gooogle-gut platzierten Blogger über die Trafficwellen eins und zwei, letztere ausgelöst durch die Entfernung von youporn.com aus dem deutschen Google-Index.

Eint.de, über den die Welle ebenfalls hereingebrochen ist, empfiehlt schleunige Anmeldung bei einem Adult-Webmasterprogramm wie zum Beispiel adultpromotion.de (hier wird immerhin für Clicks, und nicht für Conversions bezahlt) und erinnert an das bekannte “The Internet is for Porn” Warcraft-Video:

0 Youporn und kein Ende der Kohlenstange?

Die Affäre youporn jedenfalls zieht seit der Cause Google-Zensur ihre weiten Kreise kreuz und quer durch die Blogosphere – wer einmal youporn googelt, der tut’s anscheinend auch ein zweites Mal.

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