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AuctionAds — hohe Conversion mit bebilderten Ads

21.06.2007, geschrieben von Ritchie Blogfried Pettauer, 8 Kommentare

auctionadsAuctionAds funk­tio­niert genau wie gewohnte Affiliate Programme: Seitenbetreiber regis­trie­ren sich und bauen einen Codeschnippsel in ihre Seite ein, der zukünf­tig kon­text­sen­si­tive Werbeanzeigen ein­blen­det. Der neu­este Streich im Affiliate-Reigen zeich­net sich aller­dings durch einige Besonderheiten aus und eig­net sich mög­li­cher­weise sogar als Ersatz für Google Ads. Der Slogan “increase the bid on your site’s income” scheint jeden­falls durch­wegs berech­tigt zu sein — so man zufäl­lig in den wohnt.

Hintergrund zu AuctionAds

In der Affiliate-Marketing Szene ist Jeremy Shoemaker hin­läng­lich bekannt — vor allem unter sei­nem Pseudonym Shoemoney. Am gleich­na­mi­gen Blog gibt’s immer wie­der Insider-Stories aus der us-amerikanischen Affiliate-Szene zu lesen. Über dem gro­ßen Teich geht die kom­mer­zi­elle Post ganz anders ab als hier in Europa. Das mag mit einer ver­stärk­ten Goldgräberstimmung und mit dem klas­si­schen vom Tellerwäscher-zum-Millionär Mythos zu tun haben, führt in jedem Fall aller­dings zu wesent­lich affir­ma­ti­ve­rem Umgang mit dem Thema Blog-Vermarktung. Jeremy stand zwar nie beruf­lich vor dem Waschbecken, der frü­here Vertreter aller­dings schef­felt seit Jahre hun­dert­tau­sende Dollar im Netz — ohne Illegalitäten, Pornographie oder Abzocke. Wenn jemand eine Ahnung von Arbitrage Marketing hat, dann er. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, als er sein neues Produkt ankündigte.

Der Clou: gestaf­felte Provisionen

Warum kann AuctionAds genauso viel aus­zah­len, wie man als Publisher direkt bekom­men würde und trotz­dem selbst dabei ver­die­nen? Das liegt an der Vergütungsstruktur des eBay-Partnerprogramms, denn die ist gestaf­felt: je mehr Conversion man gene­riert, desto höher der aus­ge­zahlte Prozentsatz. AuctionAds tritt gegen­über eBay als ein­zel­ner Account mit hohem Volumen auf und erreicht daher viel leich­ter eine hohe Provisionsstufe als ein ein­zel­ner Publisher. Die resul­tie­rende Differenz stellt sozu­sa­gen den abschöpf­ba­ren Gewinn dar.

Wie funk­tio­niert das AuctionAd-System?

Antwort von Radio Eriwan: im Prinzip ganz sim­pel. Aber in der Tat — selbst der manu­elle Einbau (für Infos zum WordPress-Plugin siehe unten) ist in zehn Minuten erle­digt. Nach der Registrierung auf der Seite legt man die ent­spre­chen­den Channels (Werbeplätze) an und gene­riert anschlie­ßend einen oder meh­rere Codes zum Einbau. Alle gän­gi­gen Bannerformate sind in der Auswahl ent­hal­ten, die Farben las­sen sich frei anpas­sen. Essentiell sind die Keywords, die man in die­sem Schritt wählt: sie ent­schei­den über die the­ma­ti­sche Ausrichtung der Anzeigen.

Wie der Name durch­aus nahe­legt, geht’s hier aus­schließ­lich um Anzeigen zu Online-Auktionen, die aktu­elle auf Ebay lau­fen. Die größte FischVersteigerungshalle der Welt bie­tet natür­lich eine rie­sige Auswahl an Auktionen aus allen Bereichen: von der sel­te­nen rare-groove LP bis zum gut erhal­te­nen Opel Manta. In dem Wissen, dass visu­elle Stimuli die Clickrate ganz beträcht­lich erhö­hen, besteht jede Anzeige aus Textlink, aktu­el­lem Mindestpreis und einem Thumbnail-Bildchen. Bezahlt wird nicht pro Click, son­dern pro erfolg­reich ver­mit­tel­tem Kauf — schlägt der Anzeigenleser auf eBay zu, regis­triert sich auf eBay oder/und erstei­gert den Gegenstand sei­nes Begehrens, so wird der Publisher finan­zi­ell betei­ligt, und zwar nach fol­gen­dem Muser:

When your site’s visi­tors click on an Auction Ad lis­ting and take an action on eBay you earn cash. Actions are defined as a Winning Bid, a Buy-it-Now or a con­fir­med user regis­tra­tion. AuctionAds is com­mit­ted to pay­ing out a mini­mum of 100% of eBay com­mis­sion reve­nue. See eBay’s affi­liate pro­gram for details on the payout.

Auction Ads zahlt also min­des­tens so viel wie das haus­ei­gene eBay Programm — da dürfte jemand wohl gute Prozentsätze ver­han­delt haben, denn die Betreiber des Netzwerks wer­den sicher­lich nicht ver­hun­gern. Die bis­he­rige Wachstumsrate kann sich sehen las­sen: 17.000 Mitglieder regis­trier­ten sich in den ers­ten drei Monaten und erhiel­ten bis­lang eine halbe Million Dollar an Provisionszahlungen. Nähere geo-spezifische auf­be­rei­tete Details erklärt der Maestro per­sön­lich in sei­ner Videopräsentation:

YouTube Preview Image

Komfortables

Als lang­jäh­ri­ger Blogger kennt der CEO von AuctionAds die Bedürfnisse von Blogautoren. Die von osCandy ent­wi­ckelte Software basiert auf Jeremy’s Spec-Vorgaben und bie­tet im Gegensatz zu übli­chen Quick-and-Dirty Plugins einen ech­ten Mehrwert gegen­über der hän­di­schen Template-Pfriemelei:

  • Content can be inclu­ded in eit­her above, below or wit­hin the content.
  • A key­word text box is pro­vi­ded wit­hin the con­tent , this allows uni­que key­words to be used for indi­vi­dual blog posts; this eases the need to create new ads each time.
  • Keywords can be stored for future use. Just select pre-used key­words from the drop down menu and insert the comma or semi­co­lon, done in a mat­ter of seconds.
  • Only dis­plays ads to posts that key­words have been added to.

Kurz gesagt: das Plugin ermög­licht Keyword-Sets pro Artikel und den direk­ten Einbau der Ads in den Contentbereich. Die Amerikaner ken­nen da eben keine Scheu; zumin­dest hab ich noch auf kei­nem eng­lisch­spra­chi­gen Alphablog sei­ten­lange Diskussionen dar­über gele­sen, ob die Kommerzialisierung von Weblogs denn über­haupt mora­lisch ver­tret­bar ist.
Plugin-Download

Meine Erfahrungen mit AuctionAds

Ich hab AuctionAds seit gut vier Woche lau­fen; die Anzeigen wer­den im Wechsel mit ande­ren Affiliate-Programmen ein­ge­blen­det. Insgesamt beka­men die Ads rund 20.000 PIs im Zeitraum von einem Monat. Zur Online-Applikation selbst kann ich nur sagen, dass hier erfah­rene Profis am Werk waren: die Bedienung geht flott von der Hand, der Einbau war, wie oben bereits erwähnt, mit kei­ner­lei Problemen behaftet.

auctionadsSehr gut gelun­gen ist auch die Auswertung, mit der man die Performance sei­ner Channels im Auge behält. Das Verhältnis von Pageimpressions zu Clicks ist für eine Anzeige in Bannerform, die noch dazu recht weit weg vom Hauptcontent posi­tio­niert ist, aus­ge­spro­chen akzep­ta­bel. Verdient habe ich in die­sem Zeitraum mit AuctionAds aller­dings EUR 0,26 — und das trotz der erstaun­lich hohen Clickrate. Das liegt daran, dass AA sich bis­her aus­schließ­lich an den ame­ri­ka­ni­schen Markt rich­tet: wer auf den Ad klickt, gelangt nicht direkt zur betref­fen­den , son­dern zur lan­des­spe­zi­fi­schen eBay-Seite mit vor­ein­ge­stell­ter Suche der Keywords der jewei­li­gen Anzeige. Der User sieht also zum Beispiel, dass ein ver­gol­de­ter USB-Zigarettenanzünder um 2 Dollar zu haben wäre, klickt auf die Anzeige zum kommt zur eBay-Österreich Suche nach “Hardware Musik Gadgets”. Das macht die AuctionAds weit­ge­hend obso­let für Non-US Einwohner.

Die Frage, warum ich die Ads immer noch lau­fen habe, scheint bei die­sem Resutat berech­tigt. Es ging und geht mir dabei pri­mär um das Testen einer inno­va­ti­ven Werbeform, die auf der Klick-Raten-Seite offen­sicht­lich funk­tio­niert, und da eBay ja ohne­hin in den meis­ten Ländern ver­füg­bar ist, kann es wohl nur ein klei­ner Schritt zu einer Lokalisierung des Service sein. Daher ver­mute ich stark, dass Jeremy recht bald eine Option zur Auswahl des gewünsch­ten eBay-Landes nach­rüs­ten wird. Falls nicht, wer­den die AuctionAds am daten­schmutz Blog jeden­falls bald wie­der pau­sie­ren. Der CTR-Indikator zeigt im Vergleich zu ande­ren Werbeformen aller­dings deut­lich die Über­le­gen­heit visu­el­ler Botschaften vor rei­nen Textanzeigen. Das offi­zi­elle Statement zum Thema Internationalisierung lau­tet wie folgt:

AuctionAds cur­rently sup­ports traf­fic from all coun­tries in which eBay has a pre­sence. Ad units cur­rently only dis­play ads in English, but all click traf­fic is geo­tar­ge­ted to the visi­tors coun­try.
To cla­rify: at this time no ads are dis­played from other coun­tries’ eBay sites. When a non-US visi­tor clicks an ad, they are taken to a search page of items from the same key­words. As ad impres­sion volume builds from spe­ci­fic coun­tries, we will con­sider adding local ad dis­play. Our sta­tistics and tes­ting shows that this con­verts extre­mely well for inter­na­tio­nal users.

Naja… “extre­mely well” ist wohl ein Euphemismus; und bal­dige “echte” Internationalisierung tut Not.

Tu felix Austria

Wir Öster­rei­cher sind beim Affiliate-Marketing dank der Sprachverwandtschaft mit Deutschland ja immer benach­tei­ligt, wenn’s um Produkte geht, die nur für das Alpenland rele­vant sind: wie etwa Mobilfunkprodukt ein­hei­mi­scher Anbieter. Ich hab hier auf daten­schmutz rund 92% deut­sche Leser, 5% Öster­rei­cher und einige Schweizer; große Systeme wie Adwords (die hier nicht lau­fen!) zei­gen ohne­hin die nach IP zuge­teil­ten lan­des­spe­zi­fi­schen Werbungen an; für klei­nere Start-Ups ist’s nicht ein­fach, hier mit­zu­hal­ten. Generell würde ich mei­nen, dass im Bereich Affiliate-Marketing das Thema “Lokalisierung” von zuneh­men­der Bedeutung ist — Bidvertizer bie­tet bereits län­der­spe­zi­fi­sche Anzeigen an. Aber so geht’s einem eben, wenn man im Nischenmarkt eines welt­um­span­nen­den Netzes sei­nen Stand auf­baut! :mrgreen:

Meinungen zu AuctionAds

In Blogistan gibt’s bereits eini­ges an Feedback: Max fin­det auch, dass AuctionAds Potential hat, JohnTP hat ein paar Tipps, und SEOfm hat den Maestro inter­viewed.

Update: Hauke hat ein Plugin geschrie­ben, das auto­ma­tisch alle eBay-Links durchsucht:

Der AuctionAdder durch­sucht die Posts und Kommentare dei­nes WordPress Blogs nach URLS wel­che auf eBay ver­wei­sen und ergänzt diese durch dei­nen per­söhn­li­chen AuctionAds Code.

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Bisher haben meine Lieblingsleser 8 Kommentare zu "AuctionAds — hohe Conversion mit bebilderten Ads" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • dillwip Identicon Icon
    dillwip sagte am 21. Juni 2007 um 20:28

    Herr Shoemaker weiß schon, was er da tut:

    Since eBay pays sli­ding fees based on the total busi­ness gene­ra­ted by the affi­liate (which in this case is AuctionAds), even­tually AuctionAds will be able to skim some fees off the top while still pro­mi­sing to pay sites at least as much as they’d earn as a direct affiliate.

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  • Elektroschaf Identicon Icon

    na mal sehen wann es für Deutschland rich­tig funktioniert!

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  • Jan Identicon Icon

    Hört sich gut an. Aber ich weiß nicht ob sich sol­che “Geniestreiche” in letz­ter Konsequenz lang­fris­tig bewäh­ren. Ich hab das Gefühl, dass sol­che Aktionen im Moment auch gern wie­der zer­brö­selt wer­den, weil sie nicht unbe­dingt im Sinne des Ursprünglichen Anbieters sind…

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  • ritchie Identicon Icon

    Prinzipiell hast du natür­lich recht; aller­dings basiert AuctionAds ja auf Zusammenarbeit mit eBay, die haben sicher nix dage­gen nach ihren aktu­el­len Querelen mit Google, ganz im Gegenteil.

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  • Toffel Identicon Icon
    Toffel sagte am 3. Juli 2007 um 11:06

    Sieht auf jeden­fall gut aus, braucht aber eben noch ein biss­chen, bis es sich rich­tig gut durch­setzt. ich per­sön­lich über­zeu­gen Auction Ads nicht unbe­dingt. Ja, die Idee ist gut, aber es gibt doch auch bes­sere Möglichkeiten, etwas Geld zu ver­die­nen mit sei­nem Content.

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  • ritchie Identicon Icon

    Die Bilder machen’s halt aus… jeden­falls eine sehr smarte Reaktion auf den “Longtail” und mei­nes Wissens das erste Business-Modell, das auf Provisions-Staffelung abzielt.

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  • Gabi Identicon Icon

    Alles in allem ne nette Idee. Die Staffelung dabei finde ich auch sehr span­nen. Gibt es bereits deut­sche Seiten die soet­was machen?
    Grüße Gabi

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    ritchie Identicon Icon

    Soweit ich weiß, gibt’s da nichts Derartiges… und AuctionAds funk­tio­niert wirk­lich nur für englisch-sprachige Seiten ordentlich.

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