CD-Review: Officer Fishdumplings — Finds your way home

datenschmutzpopkulturell

officer fishdumplings coverManchmal klingt Polizist Fischklöschen ein wenig nach Venetian Snares auf Drittelgeschwindigkeit gepitcht minus der resul­tie­ren­den Tonhöhenänderung. In wie­der ande­ren Tracks ver­brei­tet der Minimal-Trash-Break– Ästhet wun­der­schöne Ambiencen aus dre­cki­gen Geräuschen, um kurz dar­auf wun­der­schöne Ambiencen in dre­ckige Holperrhythmen zu transferieren.

Aber das tut er stets mit dem rich­ti­gen Ohrenmaß für pas­send por­tio­nierte Destruktion als krea­tive Strategie. Trotz (oder bes­ser: unab­hän­gig davon) klingt OF’s Oeuvre weder hart noch extrem leicht zugäng­lich. Grand Groove kam jeden­falls bei den Aufnahmen zu Besuch ins Homestudio. Ohnehin kann man der beste­chen­den Logik des Pressetext-Intros kei­nes­falls widersprechen:

If the road to hell is paved with good inten­ti­ons, and all roads lead to Rome, then eit­her Rome is hell, or hell is on the way to Rome. But Rome is not offi­cer­fish­dumplings’ pro­po­sed final destination.

Hatim Belyamani stammt aus Marokko, sein Gespür für kom­plexe Takt-Strukturen dürfte er sich bei aus­ge­dehn­ten Reisen ange­eig­net haben — elektro-akustische, weirde Weltmusik, die’s der­zeit nur im Direktvertrieb über das Label Notenuf käuf­lich zu erwer­ben gibt.

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