Die 6 besten Gründe gegen das Nofollow-Attribut
Links, könnte man sagen, gehören durchwegs zu den Kern-Features (oder Core Values) des World Wide Web. Sie bahnen dem menschlichen Besucher nicht nur Wege von Site zu Site, sondern dienen den diversen Suchknechten zugleich als Relevanzbewertung. Das wissena auch Spammer – doch das unselige Nofollow stellt den erbärmlichsten Lösungsansatz dar. Hier am Blog hab ich Dofollow seit Beginn laufen; ich will ja niemandem vom Kommentieren abhalten. Das wär ja fast wie Händeschütteln mit Latexhandschuhen… für alle Zweifler hier also 9 gute Gründe für’s Abschalten des kleinen Nofollow-Teufelchens.
- Nofollow funktioniert ganz einfach nicht. Ob mit oder ohne Attribut: Spammer schießen immer mit Schrotpatronen auf die ganze Blogosphere.
- Wer seine Kommentare ohnehin händisch moderiert, braucht kein Nofollow: es gelangen ja sowieso keine Spam-Kommentare auf’s Blog.
- Text-Link Anzeigen mit Nofollow, wie Google sie empfiehlt, machen keinen Sinn. Kunden bezahlen bei Services wie Linklift ja nicht nur für die Sichtbarkeit, sondern vor allem für den Backlink. (Oder warum richtet sich der Preis wohl primär nach dem Pagerank?)
- Suchmaschinen müssen ihre Algorithmen laufend verbessern. Neunzig Prozent der Kommentarspams befassen sich mit einer winzigen Gruppe von Keywords. Warum das Problem auf das gesamte Internet auslagern, anstatt smartere Ranking-Technologien zu entwickeln?
- Manche Suchmaschinen ignorieren das Attribut sowieso – Yahoo’s SiteExplorer etwa kümmert sich einen feuchten Kehricht um das Nofollow, was natürlich wiederum mit Punkt 1 zusammehängt.
- Konsequent weitergedacht, könnte man das Internet wesentlich sicherer machen, wenn man Links in Werbung und Kommetaren generell abschafft. Nofollow ist in dieser Hinsicht der richtige Schritt in eine absurde und falsche Richtung.
Hintergrund zum Nofollow-Attribut
Zeigen 5 Hyperlinks auf eine Viagra-Seite, und 20 auf eine andere, dann vermutet Google, dass Viagra-Seite Nummer zwei den besseren Stoff anbietet oder zumindest irgendwie überlegen ist. Ärgerlich im beschriebenen Fall, aber dennoch prinzipiell ein Mechanismus, der Google erst gut benutzbar macht und idR dazu führt, dass meist die tatsächlich relevantesten Seiten auf der ersten Ergebnisseite landen. Die prinzipielle Idee stammt allerdings aus Zeiten vorwiegend händisch gesetzter Links – doch seit immer mehr Webseiten immer kommentierbarer werden (Stichwort Foren, Blogs), fristet eine neue Subkultur-Spezies ihr semilegales Auskommen mit der Beschmutzung fremder Seiten: unerwünschte Kommentare, oder Spam, haben den Zweck, Backlinks zu generieren und die beworbene Seite im Suchmaschinenranking hochklettern zu lassen.
Das hat derart große Ausmaße angenommen, dass vor einigen Jahre eine neues Attribut geschafften wurde: rel=”nofollow” soll Hyperlinks aus Suchmaschinen ausklammern. Enthält ein Link dieses Attribut, wissen Google und Co., dass sie ihn in der Relevanzbewertung nicht berücksichtigen sollen. Durch dieses Zauberwort sollte Kommentarspam für unattraktiv gemacht werden, so gut wie alle großen Blogs-CMS Systeme implementierten das nofollow-Attribut in den Kommentarlinks, so auch WordPress, bei dem sich das Attribut nicht mal ausschalten lässt.
Aber wie so oft klafften Theorie und Praxis weit auseinander, kurz gesagt: nofollow richtet viel zu viele Kollateralschäden. Einfach deshalb, weil das gute alte Inet zu einem hohen Grad auf einer Ökonomie des Tauschens und Schenkens beruht. Wer kommentiert, trägt zum Wert des kommentierten Beitrags bei und soll dafür nicht mit Missachtung abgestraft werden! Blogs ohne nofollow-Attribut sind nämlich wesentlich attraktiver für KommentatorInnen, die selbst Webseiten betreiben; Kommentare mit mehr als drei Links stuft WordPress ohnehin als Spam ein. Zudem existieren zwar nicht perfekte, aber sehr gute Antispam-Lösungen: eine Kombination aus Mathe-Capture und Akismet beseitigt schon mal den Löwenanteil des Problems – mehr dazu im datenschmutz Antispam-Tutorial.
Der Status Quo in deutsch-Blogistan
In der deutschsprachigen Blogosphere sorgt die NoNofollow-Diskussion schon längere Zeit für Gesprächsstoff; Frank Helmschrott formulierte sein Fazit im Nofollow-Report so:
Fakt ist, dass die Blogosphäre vom gegenseitigen verlinken lebt. Links sind sowohl für Menschen als auch für Suchmaschinen wichtig. Die Pauschale Sperrung von Links für Suchmaschinen – zum Beispiel im Kommentarbereich eines Blogs – beeinflusst die Verlinkung sehr einseitig und ist der Vernetzung der Blogs untereinander alles andere als dienlich.
Und Goatix schrieb am SEO-Marketing-Blog:
Auch sogenannte Alpha-Blogger haben ihren “heutigen Status” doch nur erreichen können, weil sie in den Suchmaschinen durch die, natürliche und technisch bedingte, Trackback- und Kommentar-Verlinkung von Blogs (zum Großteil aufgebaut vor Anfang 2005 und Einführung von Nofollow) beste Suchmaschinen-Positionen und somit auch schnell Traffic und Popularität bekommen konnten.
Das Hauptproblem liegt imho aber darin, dass viele technisch wenig ver-/interessierte Blogger gar nix von dem Drama mitbekommen. Also kann man nur hoffen, dass die WordPress-Entwickler das Attribut wieder aus dem Corecode rauswerfen, nachdem Chefpoet (”Code is poetry”) Matt Mullenweg selbst schreibt, dass der Einbau für den sprichwörtlichen Hugo war. Zum Abdrehen von Nofollow ist kein Eingriff in den Code erforderlich – das kleine Dofollow-Plugin ist im Nu installiert und macht den eigenen Kommentarbereich wieder zu einem “richtigen” Teil des Netzes.


Das Problem mit Spammern kann schon insofern nicht mit dem nofollow-tag gelöst werden, weil letztendlich jede Verlinkung eine Empfehlung darstellt.
Aus diesem Grund erkennt auch nur die Google-Suchmaschine, die die diese Methode selbst eingeführt hat, ein nofollow, während andere Suchmaschinen es – trotz des Wissens um diese Möglichkeit – nach wie vor ignorieren.
Insbesondere wenn Portale global auf nofollow gestellt sind, erübrigt sich auch die Unterscheidung zwischen seriösen und unseriösen Links. Dort würde nur eine Entfernung des Links bzw. des ganzen Kommentars zur Problemlösung beitragen.
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Soweit ich gelesen habe hat man mit der neuesten Wordpress Version gar nicht mehr die Möglichkeit das “nofollow” zu Umgehen? Zumindest nicht mehr mit Plugins. Wie sieht das daher mit deinem Blog aus? Bleibt er weiterhin no-nofollow?
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Wie kommst du darauf? Trotz neuster WP Version läuft das Plugin. Und selbst wenn nicht, kann man immer noch in dem Quellcode Änderungen vornehmen.
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Frank hat in seinem Blog darüber geschrieben:
http://www.seo-scene.de/tools/.....s-325.html
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Ich kann nur sagen, dass es beim Plugin sem-dofollow keine Probleme gab. Das läßt mich vermuten, dass das Update vielleicht einige Dinge des von Frank genutzen Plugin einfach nur überschrieben hat.
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Glaube auch, daß ein Spammer nicht darauf achtet ob ein do follow oder ein no follow vorhanden ist
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Davon kann man fast zu 100% ausgehen, die schmeissen lediglich ihr Spamverbreitungstool an und lassen es automatisch durch die Liste an Blogs laufen die gelegentlich aktualisiert wirde. Ob nun nofollow oder dofollow ist den Herzchen recht egal
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Ich würde SeoQuack für Firefox empfehlen, läßt sich einfach installieren und funktioniert. Noch zum Thema Spamer und nofollow : ich glaube nicht es bei Spamern um Pagerank geht.
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Nein, um die SERPs – das läuft mit dem PR immer weiter auseinander.
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So ist es! Ganz Deiner Meinung! Eine ausgeklügelte Technik reicht, andere auszuschließen macht keinen Sinn. Eine Verbeugung meinerseits vor allen Webseitenbetreibern mit “dofollow”!
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Also ich sehe das nofollow Attribut ebenfalls sehr kritisch. Was bringt es dem Blog ein nofollow Attribut einzuführen? Es bringt ihm lediglich weniger Kommentare.
Aber Kommentare sind doch dafür da, dass man sich austauschen kann. Jeder der ein Kommentar händisch verfasst, mit Bezug auf den Text, nimmt sich dafür Zeit und postet etwas sinnvolles. Alles andere kann man ja gerne herausfiltern. Aber für den zusätzlichen Content den man immerhin dafür umsonst bekommt, sollte man jedoch auch eine kleine Leistung bieten und den Link von jemand anderen zulassen.
Noch scheinen aber viele Blogger genügend Kommentare zu erhalten, sodass sie sich nicht mal informieren, wie sie Kommentare attraktiver machen können.
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Ich frage mich ob es Google wirklich um die Spammer geht. Irgendwie gibt es ja schon zuviele Argumente dagegen und Google wird das Ganze ja auch bedacht haben… Verschwörung!
Persönlich muss ich sagen, dass ich schon einen Rückgang von Spamkommentaren verzeichnen konnte. Allerdings auch der guten. :/
NoFollow war wohl gut gemeint, ist aber leider unsinn. Ob die das vllt. mal abschaffen werden? Gibt es da Diskussionen drüber?
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Natürlich sinkt der Commentspam ein bisschen, aber ich habe bei meinen Blogs auch festgestellt, dass die vernünftigen Comments auch teilweise ausbleiben. Obs das Wert ist?
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@Coders: Du sagst es, geht mir ganz ähnlich. Frage mich allerdings, ob sich die *sinnvollen* Kommentare durch Follow steigern lassen würden.. 99% der “normalen” User kennen noch nicht mal den Unterschied würd ich tippen.
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Du sprichst mir aus der Selle. NoFollow ist absolut kein Schutz gegen Spammer. Es macht auch keinen Sin einen Link als NoFollow zusetzen, denn genau auf diese Empfehlungen bauen Suchmaschinen Ihren Algorithmus auf. Egal ob bei Blogs oder Statischen Seiten.
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Na zumindest gehst du in diesem Blog mit gutem Beispiel voran
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Aber klar doch! Ich kann ja nicht Wein predigen und Wasser trinken – ich predige lieber Rum und trinke ihn auch
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.. genau wegen so einem Schmarrn sollte man nicht die E-Mail Kommentarfuktion nutzen.. Ayayay..
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Das war mir jetzt auch eine Lehre
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Ups… sehr hartnäckig. Sollte nicht wieder vorkommen!
Wundert mich übrigens, dass WP SpamFree da versagt hat.
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Auch wenn ihr mich steinigt, ich fand den No-Follow-Weg nicht umbedingt schlecht. Viel Schlimmer finde ich die Aktion, die uns Matt mit seinem Blog losgetreten hat (Thema “Pagerank-Sculpting”). Das betrifft ja nicht nur die interne Verlinkung, sondern trifft vor allem Blog-Betreiber. Aber das ist meine Meinung.
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Wie, was ist daran schlimm? Da geht’s ja nur drum, unwichtige Seiten nicht überzubewerten, das kann man ja eh steuern, wie man mag… wo siehst du hier ein Problem?
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