Robert Lender sucht öster­rei­chi­sche Online-Publizisten, die schon einige Dekaden Zeitgeschichte mit­er­lebt haben. Kurt liegt der­zeit in Führung — er bringt 63,5 Jährchen auf die Zeitwaage.

Angeregt von Bernd Röthlingshöfer, der den­sel­ben Quest in Deutschland begon­nen hat, will Robert den/die älteste/n Weblog-Schreiber der Alpenrepublik ermitteln:

Die/der Älteste/r erhält von mir eine Einladung ins Cafe Sacher (oder in ein ande­res Café in Wien) und natür­lich einen Blogeintrag. Wer nicht nach Wien kom­men kann, der/dem schi­cke ich eine Sachertorte/Imperialtorte/Hernalser Torte (freie Wahl) und ein Päckchen Kaffee/Tee Auf alle Fälle muss die Person älter als 40 sein (ratet mal wie alt ich bin.

Ich bin ja mal sehr gespannt, wer sich mel­det. Beeindruckende Beispiele aus ande­ren Ländern zei­gen, dass mit 80 noch lange nicht Schluss ist mit dem Online-Tagebuch: als älteste Bloggerin Europas gilt Maria Amalia López. Kein Wunder, dass die Dame in ihrem Heimatland mitt­ler­weile Kultstatus genießt, beginnt ihr ers­ter Blogeintrag doch mit den legen­dä­ren Worten:

Freunde des , heute ist mein 95. Geburtstag. Ich habe Geburtstag und mein gei­zi­ger Enkel hat mir ein Blog geschenkt.

Weitere Infos zur spa­ni­schen Blog-Oma gibt’s bei Yahoo — das wirk­lich geniale daran: das Interesse an Frau López speist sich kei­nes­wegs aus blo­ßem Kuriositätsfaktor, regel­mä­ßige LeserInnen schät­zen den Stil und die authen­ti­schen Schilderungen der nach diver­sen Zeitungsberichten lan­des­weit bekann­ten Omi. Die Einträge wür­den mich sehr inter­es­sie­ren, aller­dings ver­stehe ich lei­der kaum Spanisch.

Noch ein paar Jährchen drauf legt Olive Riley: 108 Jahre alt ist die Australierin, und sie weiß hoch­span­nende Geschichten zu erzäh­len, die Mike für sie nicht nur tran­skri­biert, son­dern teil­weise auch als Videos ins Netz stellt:

 

YouTube Preview Image

 

Ich muss zuge­ben, dass mir soeben erst klar gewor­den ist, was für ein fan­tas­ti­sches Tool das Internet bzw. die Blogosphere sein kann, um den Wissenstransfer zwi­schen Generationen anzu­kur­beln: eben nicht nur im One-Way-Verfahren, son­dern im Dialog: die Rückmeldungen, wel­che die bei­den Autorinnen von ihrer Leserschaft bekom­men, bewei­sen ein rie­si­ges Interesse, dass zwei­fel­los wie­derum moti­viert, ein sol­ches Projekt fort zu set­zen. Ich bin ja sehr neu­gie­rig, wie lange der Geburtstag des ältes­ten AT-Bloggers bzw. der ältes­ten AT-Bloggerin zurück­liegt. Bitte ein­fach bei Robert mel­den!