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CD-Review: VA — The Fabrique Album

30.07.2007, geschrieben von , 1 Kommentar

fabrique CD Review: VA   The Fabrique AlbumWie der Untertitel “5 Times Summer Autumn Winter Spring” ver­rät, zele­briert das Wiener Label fabri­que records die­ser Tage seine erste Halbdekade, label­ge­mäß natür­lich mit einem Labelsampler mit dem schlich­ten Titel “The Fabrique Album”. Dem fei­er­li­chen Anlass ent­spre­chend wird die Silberscheibe in ein rein­wei­ßes Jewel-Case ver­packt, Titel, Logo und Tracklisting sind direkt in fabrique-Rot draufgedruckt.

Die erste CD– des Labels erschien 2002. “Superfabrique” ver­sam­melte 14 Tracks aus dem Artist-Portfolio, dar­un­ter den legen­dä­ren Mad Professor Mix von Dubblestandarts “Playerhater”. Schon damals pen­delte das Label-Spektrum zwi­schen Elektronik-Pop, –Groove, und Intelligent Beats — der aktu­elle Sampler ver­sam­melt sowohl Highlights der Vergangenheit als auch eine Reihe neuer Tracks, die dem­nächst auf Artist-Alben erschei­nen werden.

Kava eröff­net mit dem para­dig­ma­ti­schen “Feel Well” die Label-Leistungsschau: verfri­ckelte, minimalistisch-verrauschte Elektronik Melancholie, die sich nach und nach in fra­gile, sommerlich-zarte Soundgebäude wan­delt wie ein bewölk­ter Himmel nach dem Gewitter, durch den sich die ers­ten Sonnenstrahlen ihren Weg bah­nen. Bei Palomas “Wheels of Steel” domi­nie­ren Schlagzeug und Miami-lastige Synthieflächen die Dramaturgie des Tracks. Friedrich Liechtenstein schickt seine “Terrestrischen Wellen” als bezau­bern­den post­mo­der­nen Minimal-Crooner-Track Richtung Hörerschaft, TNT Jackson (Gruß an der Stelle an mei­nen Nachbarn Florian!) wecken mit “Great Expectations” hohe Erwartungen an ihr neues Album, das ihm Herbst erschei­nen soll. Ebenfalls am Sampler “Me and my Pearldiver” sowie der exklu­sive Bonustrack “Dead on Arrival” im Gabriel, Kogler & Albert Mix. Für mich per­sön­lich defi­ni­ti­ves Highlight: der super-dubbige Track “Eos” von den Waxolutionists mit Tip Top Scratches und gran­dio­sem Beat-Programming — das neue Album der Waxos wird übri­gens eben­falls noch in die­sem Jahr erschei­nen. [Aber dazu folgt auf daten­schmutz sowieso ein Extra-Feature!] Den zwei­ten Track der Wiener DJ-Crew hat ein Star der Flimmerkiste in die Mangel genom­men. Als in den 80ern und 90ern der Musiksender MTV noch so etwas wie eine stil­bil­dende Komponente besaß, war er das Fernsehgesicht, dem Millionen Teenager ihr Medienvertrauen schenk­ten: Ray Cokes remixte den Waxos-Track “Sleepwalking” und ver­passte ihm für das Album ein beat­las­ti­ge­res Gewand. Pan Cosefo aka “Spoonface” groo­ved idm-mäßig dahin und Roedelius steu­ert seine romantisch-verklärte “Oh du grüne Neune bei”, Hannes Strobl reist im “Nachtzug Berlin” und die Konsorten TH befürch­ten “Wir blei­ben über”.

Fazit: Wiener Elektro-Nu-Dub in kurz­wei­li­ger Zusammenstellung. Da bleibt nur, fabri­que records ganz herz­lich zum Fünfer zu gratulieren!


Tracklisting:

  1. Kava — Fell Well
  2. Paloma — Wheels Of Steel
  3. F. Liechtenstein — Terrestrische Wellen
  4. TNT Jackson — Great Expectations
  5. Mauracher — Zombielove (Bonobo )
  6. Mirize — Dazed Pride
  7. Waxolutionists — Eos
  8. Paloma — Funky Bones
  9. Ray Cokes — Sleepwalking (Waxolutionists Remix)
  10. Pan Cosefo — There´s Plenty
  11. TNT Jackson — You And My Pearldiver (feat. Chris Corner)
  12. Konsorten tm — Wir blei­ben über (Kasar Dub)
  13. Hannes Strobl — Nachtzug Berlin
  14. Christian Roesner — Mine (B. Fleischmann Remake)
  15. Roedelius — Oh Du grüne Neune
  16. TNT Jackson — Dead On Arrival (Gabriel Kogler & Robert Ebner Mix)

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Bisher haben meine Lieblingsleser 1 Kommentar zu "CD-Review: VA — The Fabrique Album" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • irina Identicon Icon
    irina sagte am 1. August 2007 um 1:52

    EOS! EOS! Ein sehr Waxos-untypischer Track… aber trotzdem/deswegen Hight des Albums! Im übri­gen: herz­li­che Glückwünsche an fabri­que! :lol:

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