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Geld verdienen mit Blogs: Affiliate-Banner

Welche Art von Affiliate Marketing zahlt sich aus?
Der lange Schwanz der Web 2.0 Ökonomie bietet ein Modell für veränderte Aggregationsverhältnisse. Dabei kursieren viele Missverständnisse und Unsicherheiten. Dieser Beitrag ist der erste Teil einer losen Serie, die ich hier auf datenschmutz veröffentliche, und in der ich meine Erfahrungen zum Thema „Geld verdienen mit Blogs“ so darzustellen versuche, dass andere Blogger davon profitieren können. Natürlich gelten je nach Thema und Konzept viele Tipps nur eingeschränkt oder in veränderter Form – vieles lässt sich aber sehr wohl abstrahieren. Wer hier die eine oder andere nützliche Information findet, der kann sich natürlich gerne mit einem Backlink bedanken. Im ersten Teil geht’s um einige Überlegungen zum Thema „Affiliate Networks“ und die Frage, ob man sich lieber auf click- oder sale-basierte Abrechnungen konzentrieren sollte.

Auf die Idee für diesen Text haben mich meine Erfahrungen mit Contaxe gebracht – 32 Cent für jede Menge Aufwand… lohnt sich das überhaupt? Nun, für datenschmutz allemal: denn die Seite fungiert keineswegs in erster Linie als Goldesel, sondern als Test-Case und Spielplatz für diverse Explorationen in die weite Welt des Online-Marketing. pettauer.net, Abteilung Forschung Entwicklung, wenn man so will. Aber wie sieht’s als kleiner Publisher aus, wenn man kein gesteigertes Interesse am Testen verschiedener Systeme hat, sondern einfach nur ein paar Euros verdienen möchte, um sich zumindest das Hosting zu finanzieren?

Die schnelle Antwort für Eilige: Affiliate Marketing bringt in der Regel nur sehr großen oder fachspezifischen Seiten beträchtliches Einkommen – und den Betreibern der Affiliateplattformen. Zwar freut sich so mancher Blogger sogar, wenn fünf Euros im Monat reinkommen, allerdings darf man eines ja nicht vergessen: Einbau, Konfiguration und laufende Betreuung der Ads erfordern Zeit, und Zeit ist nun mal Geld – zumindest für Selbständige Web-Entrepreneure. Grund genug also, sich die Frage zu stellen, auf welche Art von Abrechnungsmodell man sich konzentrieren sollte.

Facts und Figures: eine fiktive Jahresbilanz

Gehen wir mal davon aus, dass der Protagonist unseres Beispiels ein Weblog mit rund 10.000 Pageviews im Monat betreibt. Der (unrealistisch günstige) Stunden-Pauschalpreis in unserem Beispiel soll EUR 25,- betragen. Nehmen wir weiters an, dass der typische Aufwand für die Registrierung bei einem X-beliebigen Affiliate-Netzwerk wie Contaxe, Zanox, Affilinet und ähnlichen Plattformen rund 3 Stunden in Anspruch nimmt. Das ist sogar noch sehr niedrig gegriffen, denn es geht ja nicht nur um die bloße Registrierung: die passenden Programm, Banner, Schlagwörter etc. müssen ausgesucht, konfiguriert und schließlich direkt (oder via Adserver) in die Seite eingebunden werden. Profis mögen das schneller schaffen, aber inklusive grundlegender Orientierung, Überblick über die verfügbaren Werbemittel etc. sind 3 Stunden sehr schnell vorbei.

Mit dem Einbau allein ist es aber nicht getan: um überhaupt Einnahmen erzielen zu können, wird sich der Webmaster mit den Statistiken beschäftigen, da und dort Werbemittel optimieren, sich für neue Programme anmelden, Auszahlungen beantragen, unverlangte Newsletter löschen… alles kleine Handgriffe, aber zwei Stunden im Monat kommen da schnell mal zusammen. Vernachlässigen wir also sämtliche Nebenkosten und rechnen in unserem Beispiel nur mit der Arbeitszeit des Blogbetreibers, so ergibt sich im Lauf eines Jahres folgendes Bild:

Setup: 3h
laufende Betreuung 12x 2h = 24h
Summe: 27h
á EUR 25,-
—————-
Arbeitszeit: EUR 675,-

Dazu kommen dann noch die Kosten fürs Hosting, die ja refinanziert werden sollen. Hetzner etwa bietet ausreichend dimensionierte Angebote für Blogs in der genannten Größenordnung bereits ab rund EUR 5,- / Monat plus EUR 10,-/Jahr für eine de, org, com oder net-Domain, das ergibt EUR 70,-

Bevor daher von Gewinn die Rede sein kein, müssen erst einmal EUR 745,- bzw. EUR 62,1/Monat erwirtschaftet werden für eine schwarz Null – wie sieht es denn nun auf der Habenseite aus? Wir gingen von 10.000 PVs/Monat aus, also 120kPVs/Jahr und rechnen der Einfachheit halber mit einer einzigen Bannerschaltung, gut sichtbar platziert im Header. Kein Affiliate-Programm bietet kleineren Seitenbetreibern TKPs für die bloße Einblendung von Werbung ein (imho übrigens eine gravierende Marktlücke), bezahlt wird entweder für Clicks und/oder für Leads bzw. Sales – die Vergütungen unterscheiden sich dabei selbstverständlich je nach Produkt gravierend.

Click- vs. Sale-basierte Vergütungen

Affili.net etwa bezahlt pro Click auf die kontextsensitiven AffiliMatch Ads 5 Cent – AdSense und andere Betreiber differenzieren je nach Keywords, allerdings liefern die besagten 5 Cent ein durchwegs realistische Rechengrundlage. Man würde also 1242 Clicks/Monat benötigen, was einer Conversion Rate von unrealistischen 12,4 Prozent entspricht! Über derart hohe Clickraten freuen sich in seltenen Fällen die Betreiber erfolgreicher Erotik- und Glücksspiel-Seiten, im Non-Adult Bereich sollte man nicht viel mehr als ein Prozent erwarten.

Recht anders sieht die Sache wiederum aus, wenn man ein themenspezifisches Blog betreibt und zum Beispiel Internet-Zugänge bewirbt: für einen DSL-Abonnenten, der einen zweijährigen Vertrag abschließt, wird unter Umständen schon mal ein Hunderter an Provision fällig, sodass bereits ein einziger Sale zu einer positiven Bilanz führen kann. Für die Registrierung bei diversen über Affiliate-Plattformen beworbenen Gewinnspielen zahlen die Betreiber zwischen fünfzig Cent und mehreren Euros. Je nach Angebot und Wert des beworbenen Produkts ergeben sich stark divergierende Einkommensmöglichkeiten. Ein Standardrezept kann deshalb nicht empfohlen werden, denn die goldene Regel bei allen Formen von Bannerschaltungen lautet: Themenaffinität ist der größte Joker. Ein Blog, das Kochrezepte veröffentlicht, wird kaum DSL-Anschlüsse verkaufen – aber warum nicht Produkte aus dem Haushaltswarensortiment von Amazon anbieten?

Wesentlich höhere Erfolgschancen als „generisch“ platzierte Werbung haben gezielte Schaltungen in einzelnen Beiträgen. Das Angebot an Affiliate-Programmen ist mittlerweile dermaßen umfassend, dass man selbst für vergleichsweise exotische Themen meistens passende Werbepartner findet. Die Konzentration auf wenige, aber dafür einkommensstarke Conversions empfiehlt sich bei kleinen und mittleren Seiten unbedingt: niemand kennt die Interessen seines eigenen Fachpublikums besser als der Blogger selbst – und dementsprechend muss der Seitenbetreiber eben darauf achten, attraktive Angebote zu bewerben, dann klappt’s auch mit den Conversions und Sales.

Welches Affiliate-Netzwerk empfiehlt sich?

Viele Firmen sind bei unterschiedlichen Affiliate-Netzwerken vertreten. Was die Konditionen und Provisionen betrifft, gibt’s zwischen den großen, etablierten Anbietern so gut wie keine Unterschiede. Zu nennen wären da in erster Linie Affilinet, Commission Junction und Zanox – wobei ich aufgrund der integrierten Ad-Server Funktionalität, der durchdachten Bedienung und des großen Angebots an Partnern und Werbemitteln eindeutig letzterem Netzwerk bei weitem den Vorzug gebe. Aber zumindest Registrieren kost‘ nix‘. Wenn man also an einem verregneten Nachmittag nix besseres zu tun hat, dann empfehlt sich durchaus eine kleine vergleichende Studie. Schließlich will man seine Werbepartner ja in- und auswendig kennen. :mrgreen:

Fazit: Vor der Entscheidung für bestimmte Affiliate-Marketing Programme sollte sich der Webmaster gut überlegen, welches Konzept er mit seinem Blog verfolgen will und sich über entsprechende themenaffine Affiliate-Angebote informieren. Rein clickbasierte Lösungen sollten allenfalls ein kleiner Teil im Werbeportfolio von Blogs sein – in der harten Realität sind Clickraten über 2 Prozent kaum an der Tagesordnung. Besseren Outcome versprechen sale-basierte Abrechnungsmodelle.

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13 comments
Nebenjobs-Heimarbeit.com
Nebenjobs-Heimarbeit.com

Man braucht zuerst eine hochwertige Homepage und muss für die eigene Homepage viel Werbung machen bzw. SEO treiben, damit man mit Partnerprogrammen Geld verdienen kann. Ich kann den Webmastern zanox pder affilinet.de empfehlen.

Patty
Patty

Bei Programmen, die auf sale basis laufen sollte man drauf achten, das man die Werbung Contentbezogen einsetzt. Ansonsten kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das dann klick ausbleiben. Gruss Patty

Manfred
Manfred

Eine Idee wie man was verdienen kann findet man hier. Für amerikanische Begriffe ziemlich billig. Kurz zusammengefasst: Die Theorie ist dass potentielle Käufer auf der Suche nach einem Produkt bei ihrer Suche einen bestimmten Zyklus durchlaufen. Sie fangen mit einem breiten Suchbegriff an, finden dort ein paar Marken und suchen auf den Markennamen oder selbst Modellnummern weiter. Wenn Sie bei den Modellnummern oder sehr spezifischen Begriffen angekommen sind, stehen Sie kurz davor um zu kaufen. Auf diesen Suchbegriffseiten muss man dann mit der Website stehen und den Besuchern, die noch zwischen Dem und Dem Produkt zweifeln, die letzten Zweifel nehmen. Das Ebook ist ziemlich kurz und man sollte nicht zuviel davon erwarten. Ist halt nur eine Idee um etwas zu verkaufen Die man noch weiter ausarbeiten muss, bzw. auf einen bestimmten Markt abstimmen muss. hxxp://thelazymarketer.com/vip-conduit/ (Man muss das "http" reparieren um den Link zu gebrauchen.)

Manfred
Manfred

Ich finde den Artikel eigentlich ziemlich pessimistisch. Natürlich ist es alles andere als leicht um als Affiliate etwas zu verdienen, aber es lässt sich schon was machen. Um Blogs/bloggen zum Geld verdienen geeignet sind bezweifle Ich eigentlich. Um etwas zu verkaufen braucht man Besucher/Traffic die nahe daran sind etwas zu kaufen und die Kreditkarte schon in der Hand haben. Keinen Blog-Fanclub. Nicht so einfach, aber man muss halt alles ausprobieren bis man den Code geknackt hat.

Rechtecktaschen
Rechtecktaschen

Ich habe auch schon viel drüber gelesen und bin zum Entschluss gekommen das es nichts für mich ist. Jeder Autor hatte eine andre Strazegie und ich fand das alles nicht so überzeugend.

Klaus
Klaus

Übung macht den Meister :-)

Verena@werbeartikel
Verena@werbeartikel

Meine Erfahrung war, dass ich leider ziemliche Schwierigkeiten hatte. Zum einen schaffte ich es bisher nur ein Mal, die Auszahlungsgrenze zu erreichen und dann verzögerte sich die Zahlung auch noch so lang, dass ich verärgert aufgab.

Online Geld verdienen im Internet
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Ein weiteres das top ist: www.clickbank.com grösstenteils aber nur englischsprachige Produkte zum promoten. Dafür ein riesengrossen Potential wenn man über genügen Englischkenntnisse verfügt.

hans
hans

Also ich sage nur es startet das Weihnachtsgeschäft sicher nicht so gut wie sonst - die Bankenkrise verbockt den Affilis alles. Trotzdem viel erfolg. Ausserdem waren sicher viele verschnupft wegen dem Schwarzen Freitag und damit sollte man diese Persoen nicht auf eine Blacklist tun. Gruss Hans. Schaut doch mal auf http://www.sommer24.de.ki