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Konzertreview: Dubblestandart Live im Flex

dubblestandartGestern erbebte die gar nicht ehrwührdigen Hallen des Wiener Flex unter massiven Basslines made in Austria. Delay-Lines trafen auf Synthie-Flächen und groovige Drum-Patterns, als die vierköpfige Wiener Dub-Formation ihr neues Album Immigration Dub live präsentierte. Kristallklarer Sound, fantastische Stimmung und eine herausragende Live-Performance lassen sich in einem Wort zusammenfassen: DUB-A-LICIOUS!

Der Opener der neuen Platte leitete auch das Konzert ein: "We all have to get high", eine klassisch-psychedelisch Dub Hymne mit schwerer Bassline, stimmte das Publikum auf eine akustische Reise nach Post-Jamaica ein. Zitat: "Out here in the perimeter there are no stars. Out here we are all - stoned!" Als begeisterter Fan der Studioproduktionen war ich ausgesprochen neugierig, wie DS ihre Tunes live umsetzen. Auf der Bühne stehen die Drums, Bass, Gitarre und Synthesizer - zusätzliche Vocal-Party und Overdubs werden eingespielt, teils in stark veränderter Fassung. Abgesehen von unter die Haut gehenden kurzen Sprach- und Gesangsparts von Paul Zasky war großteils Instrumental-Dub angesagt, wobei alle Musiker ihre Instrumente in Perfektion beherrschen und mit Leichtigkeit zwischen den verschiedenen Spielarten von King Dub hin und her switchen: rockige Tracks, Balladen, sogar ein Cover von "Kung Fu Fighting" stellten unter Beweis: Dub ist keine Musikrichtung, sondern eine Zugangsweise. Grand Groove war gestern abend definitiv zu Gast, bei aller scheinbaren Leichtigkeit steckt hinter einer solchen Performance aber nicht nur jahrelange musikalische Übung, sondern auch immense technische Erfahrung. Selten habe ich im Flex so gut abgemischten Live-Sound gehört... Gratulation zu dieser herausragenden Albenpräsentation! "We're just playing around - je älter, desto abgefuckter!" scherzte Sänger und Bassist Paul Zasky gegen Ende des Konzerts, als nach begeisterten "Zugabe-Rufen" ein zweiminütiger Stehgreif-Jam folgte.

Also wenn ich der Programmintendant des Urban Art Forms Festivals wäre, dann würde ich Dubblestandart auf jedem Fall um Mitternacht für die Hauptbühne buchen - dieser Sound auf der mächtigen PA in Wiesen und dann noch Open Air, das wär's. Ich lass mir jedenfalls kein DS-Konzert im näheren Umkreis mehr entgehen...

 

3 Kommentare zu „Konzertreview: Dubblestandart Live im Flex“

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  • datenschmutz.net (5. August 2007)
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