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(Wie) Manipulierbar Social Media nicht ist

[Achtung, Satire! Siehe hier.] Im Gegensatz zu den klassischen Medien, deren manipulativer Charakter je nach eigenem ideologischen Background entweder von Seiten der Staatsgewalt, anarchischer Untergrundgruppen oder finanzieller Weltverschwörungen gedacht werden kann, sind Social News Plattformen per se über jeden Eingriffsverdacht erhoben: hier entscheidet die Crowd, und die kann nicht irren.

Okay, die kann gewaltig irren, wie die Geschichte anhand etlicher Beispiele vor Augen führt. Aber wir reden ja schließlich von der Informationsrevolution, von der Großartigkeit der Web 2.0 Technologien – von affirmativer, nicht kritischer Mediennutzung eben. Full Non Disclosure überall… und während sich große Aggregatoren über Börsenzuwächse freuen, machen sich Semi-Pro Blogger Gedanken über die Zulässigkeit des Tauschens von Blogroll Links. Fat Buddha sei Dank! Irgendjemand muss ja die hohen impliziten moralischen Standards einer befriedigenden Mediendemokratie aufrecht erhalten, wenn schon die Werbung vor Glückspiel und schlimmerem nicht zurückschreckt. Der Richter und sein Henker, die Botschaft und ihre ökonomische Motivation. Im besten Fall Web 2.0 ist die Corporate Simulation all dessen, was Internetpioniere im Web 1.0 so vor sich hin fabulierten.

Aber Blogger sind nun mal keine unmündigen User, sondern streit bereite Piraten. Zumindest manche davon. Nicht nur für den Schutz der Privatsphäre, sondern auch den der Piratenehre. Insofern – danke Blogg-Buzz für die Zurverfügungstellung des Vehikels für diese kleine Demo. Arrr, arrr.

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