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Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)

10.08.2007, geschrieben von , 8 Kommentare

gugl Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)Mit sei­ner rasan­ten Entwicklung vom klei­nen Start-up zum größ­ten Internetunternehmen der Welt hat eine mär­chen­hafte Erfolgsstory vor­zu­wei­sen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und einige Schatten, die wirft, sind sogar recht dun­kel. Werner Reiter ver­sucht, die Story in einer ein Stück wei­ter zu erzäh­len, foto­gra­fiert hat Florian Auer. “Der Google Zauberbesen” erscheint in der gerade frisch gedruck­ten Ausgaben von the gap in leicht gekürz­ter Form — daten­schmutz LeserInnen erfah­ren die ganze Wahrheit über den gefähr­li­chen Suchmaschinenmoloch, der unser täg­li­ches Leben so sehr erleichtert.

Die Diskussionsrunde

  • Monika Bargmann: Obmannstellvertreterin VIBE!AT — Verein für –Benutzer Öster­reichs und wis­sen­schaft­li­che Assistentin am Fachhochschulstudiengang Informationsberufe. vibe.at
  • Adrian Dabrowski: Datenschützer bei q/uintessenz und Datenbankentwickler. quintessenz.org
  • Christopher Sima: Österreich-Geschäftsführer des Online Vermarkters AdLink. adlink.at
  • Ritchie Pettauer: Medientheoretiker und Journalist. datenschmutz.net

dsc 7041.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)Im Jahr 1998 grün­den zwei junge Studenten mit einer damals revo­lu­tio­nä­ren Suchtechnologie eine Internetfirma. Dem Märchenklischee ent­spre­chend die­nen bil­lige IBM-PCs als Infrastruktur und eine Garage als Firmensitz. Das Ende ist noch offen. Aus heu­ti­ger Sicht las­sen sich je nach Geschmack zwei mög­li­che Schlüsse erzäh­len. Der eine ist vol­ler Superlative: wert­vollste Marke der Welt, meist­be­suchte Internetseite, Weltmarktführer bei Online-Werbung … ad infi­ni­tum. Der zweite — vor­läu­fige — Schluss erkennt in all der Größe eine mas­sive Gefahr: Wir alle sind Googles Zauberlehrlinge und wer­den die geru­fe­nen Geister nicht mehr los. Schließlich ist Google nicht irgendwo groß, son­dern am Lebensnerv der moder­nen Gesellschaft: der Information, genauer gesagt deren Aggregation und Aufbereitung.

Keine Zeit für Selbstreflexion

Natürlich war auch ein Vertreter von Google Öster­reich ein­ge­la­den. Wichtigere und zeit­kri­ti­sche Projekte stan­den einer Teilnahme lei­der im Wege und man über­ließ es uns, die Diskussion aus der Außenperspektive zu füh­ren. Nicht wei­ter schlimm, wird doch ohne­hin jeder User täg­lich von den Annehmlichkeiten kos­ten­lo­ser Google Services über­zeugt. Bemerkenswert bleibt aber, dass kri­ti­sche Geister und Datenschützer weit eher bereit sind, Diskussionseinladungen zu fol­gen. Und dass jene, die Google ob sei­ner unge­bro­che­nen Innovationskraft bewun­dern, die­sen Aspekt nicht wirk­lich in den Diskurs ein­brin­gen wol­len. Christopher Sima, Geschäftsführer des Online-Vermarkters AdLink, ist unse­rer Einladung gefolgt und hat die etwas undank­bare Rolle des Google-Verteidigers bril­li­ant übernommen.

Die Trojanischen Pferde

dsc 7044.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)Doch der Reihe nach: Beweggrund, die Diskussion zu ver­an­stal­ten, war die Tatsache, dass Google mitt­ler­weile eine zen­trale Rolle in der Internetwelt ein­nimmt. Nicht nur die Mehrzahl der User wählt Google als Einstiegspunkt, auch zahl­lose Webmaster bauen Google Analytics als Analysetool und AdSense (kon­text­sen­si­tive Werbeanzeigen in Textform) als kom­for­ta­ble Verdienstmöglichkeit ein. Damit nicht genug, steckt Google mit Toolbar und Desktop Search in Millionen PCs und mit Messaging-Services wie Gmail und Google Talk hat sich der Internet-Riese noch mehr Möglichkeiten geschaf­fen, Daten zu sam­meln und Userprofile für die Werbewirtschaft zu generieren.

Es ist schwie­rig, gegen Google zu argu­men­tie­ren, weil’s ein­fach so prak­tisch und noch dazu kos­ten­los ist.” Monika Bargmann über geschenkte Gäule

Ein ein­fa­ches Experiment zeigt ein inter­es­san­tes Ergebnis: Der Suchbegriff “Internet” bringt auf Google knapp zwei Millionen Treffer, der Begriff “Google” etwas mehr als die Hälfte. Eine Suche auf bringt ein ähnli­ches Resultat. Selbst wenn MSN Search es etwas anders sieht und Googles Anteil auf 12% redu­ziert, ist die Frage zuläs­sig, ob Google die Regeln des Internet zu einem gro­ßen Teil bestimmt. Neuerdings wird das ebenso sim­ple wie erfolg­rei­che AdSense-Konzept zur Online-Vermittlung von Werbeanzeigen auf klas­si­sche Medien wie Print, Radio und TV aus­ge­rollt und erst­mals gelingt es einer Internet-Company, auch die klas­si­sche Marketingwelt emp­find­lich aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Democracy on the web works — auch nicht bes­ser als die staatliche

Democracy on the web works” und “The need for infor­ma­tion cros­ses all bor­ders” lau­ten Nummer vier und acht der zehn Gebote, die Google sich als Firmenpolicy auf­er­legt hat. Sie beschrei­ben ein Versprechen aus der Frühzeit des Web: Wo Information frei zugäng­lich ist, wird ermög­licht. Von Beginn an war es Googles Credo, alle im Internet ver­füg­bare Information für die User nutz­bar zu machen. Mittlerweile bedient das Unternehmen aus Mountain View das Informationsbedürfnis der Massen und ist dabei so groß gewor­den, dass die poli­ti­schen Eliten ihre Einflusssphäre bedroht sehen.

Irgendwann sind sich alle Monopole nicht nur ihrer eige­nen Macht bewusst. Auch fremde Interessen wis­sen, dass sie den Hebel nur mehr an einer Stelle anset­zen müs­sen, um etwas zu bewir­ken.” Adrian Dabrowski über sim­ple Wirtschaftsphysik

Die von Google gefil­ter­ten Suchergebnisse als Zugeständnis an die chi­ne­si­sche Regierung wer­den nicht nur in unse­rer Expertenrunde mas­siv kri­ti­siert. Wobei alle Diskussionsgäste von wei­te­ren Beispielen wis­sen, in wel­chen Google ande­ren Staatsobrigkeiten gegen­über — zum Teil vor­aus­ei­len­den — Gehorsam zeigt. Der Medientheoretiker Ritchie Pettauer meint, dass es ohne­hin nie auf der Agenda stand, als Suchmaschine Dinge im Sinne der Allgemeinheit zu regeln. Als bör­se­no­tier­tes Unternehmen regle Google Dinge im Sinne sei­ner Shareholder. Warum sollte ein Unternehmen auch für mehr Demokratie sor­gen als (gewählte) Regierungen? Problematisch sei höchs­tens die “ver­deckte ”, wie Adrian Dabrowski von q/uintessenz for­mu­liert: die man­gelnde Transparenz, dass — und auf­grund wel­cher Kriterien — Ergebnisse gefil­tert wurden.

Reality made by Google

dsc 7073.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)Die Bereitwilligkeit, sich wirt­schaft­li­chen Erfolg durch poli­ti­sches Wohlverhalten zu sichern und Googles Monopolstellung brin­gen ein inter­es­san­tes Phänomen her­vor: Plötzlich hat ein Unternehmen die Möglichkeit, die Realität für große Teile der Informationsgesellschaft zu defi­nie­ren — das aller­dings nicht wie bei klas­si­schen Medienunternehmen durch die Produktion von Information, son­dern durch Filterung und Aggregation von Material, das andere pro­du­ziert haben. Pettauer meint, dass Google nur einem Trend folge, wel­chen Medienwissenschaftler schon seit 15 Jahren beob­ach­ten: Transnationale Konzerne hät­ten schon seit län­ge­rem die Definitionsmacht und damit die Rolle der Kirchen über­nom­men. Google mache das auf­grund sei­nes Geschäftsgegenstandes nur etwas unmit­tel­ba­rer. Etwa wenn in Google Earth Aufnahmen unkom­men­tiert durch ältere ersetzt wer­den — wodurch der Zoom aus dem Weltall auf glo­bale Krisenregionen schon mal als heil dar­stellt, was längst zer­bombt ward.

Man darf nicht ver­ges­sen, dass Google diese Monopolstellung nur erreicht hat, weil es viele Dinge die es macht, sehr gut macht.” Ritchie Pettauer bestä­tigt Google Gebot Nummer zwei

Der User im Fadenkreuz

In der Runde herrscht den­noch Einigkeit, dass Google Services für die Enduser in ers­ter Linie prak­tisch und noch dazu kos­ten­los sind. Und bei­des wohl auch wei­ter­hin blei­ben wer­den, ana­ly­siert und fil­tert die Datenkrake unser Such– und Kommunikationsverhalten doch ganz genauso wie sie es auch mit ande­ren Informationen tut — um sie dann ver­kau­fen zu kön­nen. Registrierungsdaten, Cookies und Log-Daten erge­ben einen Rohstoff, der nur ent­spre­chend auf­be­rei­tet wer­den muss, um die Träume aller Werbetreibenden wahr wer­den zu las­sen: Targeting auf höchs­ter Granularitäts-Stufe. Christopher Sima von AdLink steigt erst an die­sem Punkt der Diskussion ein und bricht eine Lanze für das Datensammeln und Profil-Erstellen der Internetgiganten. Es ermög­li­che letzt­lich eine Werbeeffizienz, die vor zehn Jahren noch undenk­bar war. Verschwörungstheorien erteilt er eine Abfuhr, da es im durch­aus aus­rei­che, eine Gruppe von Usern mit einem defi­nier­ten Profil zu errei­chen und nicht die jewei­li­gen Einzelpersonen.

Die Hauptarbeit, die Google zur Zeit leis­tet, ist Clickfraud hin­ter­her zu jagen.” Christopher Sima über die ille­gale Manipulation der Klickraten

Trotzdem: Je bes­ser die Profildaten, umso höher ihr Wert und umso effi­zi­en­ter kön­nen Werbebudgets ein­ge­setzt wer­den. Genau in diese Richtung geht der Trend: Die neuen Zauberworte der Branche lau­ten Behavioral Targeting (also die gezielte Ansprache der User auf­grund mess­ba­rer Verhaltensmuster) und Abrechnung nach Conversions (also Bestellungen, Anmeldungen oder dergleichen).

Ein bis­serl Wettbewerb täte gut

Durch den Kauf von DoubleClick, einem der welt­weit größ­ten Anbieter von Online Marketing Lösungen, hat Google neben Keyword Advertising (kon­text­spe­zi­fi­sche Textanzeigen) auch eine Vormachtstellung im klas­si­schen Display Advertising (Banner, Pop-Ups und ähnli­ches) erlangt. Damit lan­den user­be­zo­gene Daten aus zwei unter­schied­li­chen Werbemodellen im sel­ben Speicher: ein­mal die Klicks aus klas­si­scher Onlinewerbung, die Awareness schafft und ein ande­res Mal die Keywords, die einen Informationsbedarf abde­cken. Werberherz was willst du mehr?

Wahnsinnig nütz­lich, aber zu mäch­tig! Alternativen braucht die Welt!” Marie Ringler, Grüne Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete in Wien

dsc 7071.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)Auch wenn Datenschutzorganisationen wie etwa Privacy International und neu­er­dings auch EU-Experten dage­gen Sturm lau­fen: Dieser Praxis ist — mit Ausnahme kom­pli­zier­ter wett­be­werbs­recht­li­cher Verfahren — nicht wirk­lich bei­zu­kom­men. Monika Bargmann, die sich bei VIBE!AT für den bewuss­ten Umgang mit dem Internet enga­giert, fie­len zwar etli­che Argumente ein, doch die errei­chen die meis­ten Usern nicht. Der Zauberbesen könnte nur durch einen ande­ren Zauberbesen ein wenig zurück in die Ecke gedrängt wer­den. Hätte Google rele­vante Mitbewerber, wäre nicht nur ein Monopol gebro­chen, auch das Interesse von Geheimdiensten, Regierungen und Klickbetrügern würde sich auf meh­rere ver­tei­len und Google hätte wie­der die Möglichkeit, den für die User anstatt gegen die Parasiten zu opti­mie­ren und müsste viel­leicht nicht mehr dazu auf­ru­fen, die Klickbetrüger anzuschwärzen.

Nützlich und genial — aber gefährlich

hat noch andere Expertenmeinungen zu Google ein­ge­holt. Alle ein­ge­trof­fe­nen Statements oszil­lie­ren zwi­schen Bewunderung und einem mehr oder weni­ger star­ken Unwohlsein, das in der Vormachtstellung des Unternehmens begrün­det ist. Der wohl inter­es­san­teste Beitrag kam von Franz Manola, der Google schon vor zehn Jahren als Suchtechnologie auf den Seiten des ORF ein­bauen ließ. Franz Manola war von 1996 bis 2007 Gründergeschäftsführer von ORF ON und ist der­zeit in der Generaldirektion des ORF ver­ant­wort­lich für ein neues Corporate Design und den HDTV-Einstieg des Unternehmens:

Das Phänomen Google lässt sich als Kulminationspunkt von 500 Jahren abend­län­di­schem Denken lesen. Mit der Renaissance setzt die Vorstellung ein, dass der Mensch allen Aspekten sei­nes Lebens mit Rationalität begeg­nen muss und kann. Die Jungs und Mädels von Google sind beses­sen von mathe­ma­ti­schen Meisterdenkertum. Sie sind der uner­schüt­ter­li­chen Über­zeu­gung, dass sich jedes Problem auf eine mathe­ma­ti­sche Formel ver­dich­ten und damit lösen lässt. Sie haben inner­halb von zehn Jahren ein, zwei Hefte mit sol­chen Algorithmen in einen Unternehmens-Giganten ver­wan­delt, den die Börsianer, ihrer­seits beses­sen von ange­wand­ter Mathematik, höher bewer­ten als jede andere Firma der Welt.

Die viel­leicht zen­trale Errungenschaft der Renaissance, kul­mi­nie­rend in der bür­ger­li­chen Revolution, ist die Vorstellung, dass das Ich min­des­tens so hoch zu bewer­ten ist wie das Wir, dass das Ich einen beson­de­ren Schutz vor dem Wir und Uns ver­dient. Das Private — von der Privatsphäre bis zum Privateigentum — defi­niert das Subjekt in der west­li­chen, markt­wirt­schaft­li­chen Demokratie wie nichts Zweites.

Die Abschaffung des Privaten

Die Ironie des Phänomens Google — jeden­falls sei­ner zen­tra­len Suchalgorithmen — ist die Abschaffung des Privaten, also ein Angriff auf den Kern der Errungenschaften der Moderne. Seit wir ver­netzt sind, hin­ter­lässt jeder von uns eine Datenspur, die von allen mög­li­chen Agenturen — von der NSA bis Microsoft — abge­legt und durch­fors­tet wird. Aber davon wis­sen meist wir selbst nichts, geschweige unser Nachbar. Google aber hat unsere Datenspur nach außen gestülpt. Inklusive der Datenschleimspur, die andere im Zusammenhang mit unse­rem Namen abge­son­dert haben. Solange eine noch so fiese Denunziation anonym auf einem noch so obsku­ren Bulletin Board abge­legt in einem Rechner-Cash zu fin­den ist, wird sie Google bis in alle Zukunft zu Tage fördern.

You never have a second chance to make a first impres­sion — das war ges­tern. Heute und in alle Zukunft gilt: Du bist gegoo­gelt lange bevor du die Chance gehabt hät­test, einen unver­mit­tel­ten per­sön­li­chen Eindruck zu hin­ter­las­sen. Wir sind wie­der im Dorf gelan­det, im glo­ba­len Dorf, wo jeder über jeden alles zu wis­sen glaubt und das Wir wie­der ent­schei­det, was das Ich darf und ganz beson­ders was es nicht darf. Google ver­letzt poten­zi­ell die Privatsphäre von jedem ein­zel­nen in einem noch vor zehn Jahren unvor­stell­ba­ren Ausmaß. Im kali­for­ni­schen Mountain View ist — nicht zum ers­ten Mal — ein Weltformel-/Meisterdenkerkonzept an die Wand sei­ner eige­nen Widersprüchlichkeit gefah­ren. Zu Ende gedacht, ist das kein mathe­ma­ti­sches, son­dern ein poli­ti­sches Problem. Wie es damals der Feudalismus war, gegen den sich die Ichs erho­ben haben.

Franz Kröpfl, Leiter der Abteilung Innovation Marketing bei mobil­kom aus­tria, fasste fol­gende drei Punkte über Google zusammen:

  • Einer der weni­gen Angreifer, der zum Angegriffenen wurde. (Google ver­tei­digt seine Position nach wie vor erfolgreich.)
  • Nach wie vor inno­va­tiv; “Geht nicht” gibt es nicht, sofern es sich um Dinge han­delt, die die Welt braucht. Um zu for­schen, wer­fen sie auch alte “Don’ts” über Board
  • Was sie machen, machen sie mit vol­lem Ernst und haben schein­bar auch noch Spaß dabei (Zukunft und Wachstum sind nicht trennbar).

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Bisher haben meine Lieblingsleser 8 Kommentare zu "Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • mario_KND Identicon Icon

    Wow, gelun­ge­ner Beitrag! Gefällt mir rich­tig gut. Eine Alternative zu Wettbewerbern aus Usersicht ist auf eine Metasuchmaschine umzu­stei­gen. Wahrscheinlich nicht die schönste, aber eine der bes­ten ist wohl MetaGer oder jetzt auch Serchilo.
    Vielleicht hilft auch ein­fach schon eine bes­sere die Abhängigkeit von Google etwas zu redu­zie­ren…
    Dennoch ist das Phänomen Google natür­lich an sich schon spannend.

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  • Winston Identicon Icon

    Die Debatte um Googles Rolle ist eine sehr wich­tige, aber stän­dig und über­all mel­den sich Menschen zu Wort, die kei­nen Unterschied sehen zwi­schen “Google” und “Internet”, die Google daher für alles Böse im und am Internet ver­ant­wort­lich machen.
    ‚—
    | Heute und in alle Zukunft gilt: Du bist gegoo­gelt lange
    | bevor du die Chance gehabt hät­test, einen unver­mit­tel­ten
    | per­sön­li­chen Eindruck zu hin­ter­las­sen.
    ’—
    Die Tatsache, dass Google Informationen über uns im Internet *fin­det* hat wohl weni­ger mit der Existenz von Google als viel­mehr mit der Existenz die­ser Informationen im Netz zu tun. Und was man im Netz über mich fin­det, kann ich allein ent­schei­den. Nicht Google ver­letzt die Privatsphäre, wir selbst ver­let­zen sie und wun­dern uns dann, dass Google das aufspürt.

    Obwohl sie als “die inter­es­san­tes­ten” gel­ten, ver­stel­len Beiträge wie die von Herrn Manola lei­der den Blick auf das wirk­li­che Problem: Google hat Daten über mich, die *nicht* für jeder­mann zugäng­lich sind. Nichtmal für mich selbst.

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 11. August 2007 um 23:01

    @Winston: ich stimme dir voll zu, dass die “nicht zugäng­li­chen “Daten das eigent­lich Problem sind. In der Tat exis­tie­ren ja tech­no­lo­gi­sche Möglichkeiten, Informationen aus Google “raus­zu­neh­men” (htac­cess Konfiguration, robots file…) an die sich G. mei­nen Beobachtungen nach auch strikt hält. Aber das sind eben nur Außenbeobachtungen…

    Die “Steuerbarkeit” der Privatsphäre im Netz hat wohl sehr viel zu tun mit dem Thema “Medienkompetenz”…letztendlich tra­gen natür­lich die User selbst die Verantwortung. Was mich per­sön­lich am meis­ten stört ist die pseudo-kommunistische Marktposition: man­gels Konkurrenz beweih­räu­chert man sich selbst mit dem “do no evil” Slogan, denn ich wirk­lich elend finde.

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  • Versicherungen Blog Identicon Icon

    Sehr gut geschrieben!

    Aus dem Kuaf von DoubleClick haben die bis dato aber noch nicht wirk­lich was gemacht, erste zag­hafte Versuche kamen ja nicht gerade gut an.

    Google ist zwar immer noch sehr erfolg­reich, aber lang­sam wird die Luft dün­ner, nicht alles was sie anfas­sen geht gut, siehe z.B. Base oder Froogle, das waren/sind Luftnummern.

    Würden die ande­ren nicht alle schla­fen, bzw. immer nur hin­ter­her ren­nen wäre es deut­lich schwie­ri­ger für big G.

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 19. August 2007 um 16:12

    Yup, das stimmt. Ich sehe in der nähe­ren Zukunft auch so einige Markteintrittschancen für poten­ti­elle Konkurrenten. Aber G wohl auch; was ich aus medi­en­mo­no­po­lis­ti­scher Sicht sehr bedenk­lich finde, ist die starke Position, die die Firma mit­terl­weile auch im Offline-Werbevermarktungssektor hat (va in den USA).

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  • Sam Identicon Icon

    @Versicherungen Blog (lol):

    Die Doubleclick-Daten wer­den bestimmt bei Google inte­griert, schon allein wegen der Daten war der Kauf bestimmt schon sinnvoll.

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  • mbr:points Identicon Icon

    Hi!

    Im ers­ten Moment würde ich sagen:
    “Derzeit gibt es nichts was Google im Internet nicht macht. Mir per­sön­lich kommt doch auch ein biss­chen zu wenig Kritik rüber. Google is watching you! Man sehe sich nur die Vorgangsweise bei den SEO’s an (habe auf Readers Edition einen Artikel dazu)…”

    ABER: The rea­lity is the reality!

    Leider hilft es manch­mal eben nichts ein kri­ti­scher Citizen zu sein!!

    Von Google und Russlands Oligarchen kann man Kapitalismus pur lernen!

    Daher habt ihr eigent­lich recht: Wer braucht Google nicht? Wer macht das Spiel um Ranking usf. nicht mit? Wen dik­tiert Google im Netz nicht? Und über­haupt, was bleibt ist: GOOGLE!

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  • otto Identicon Icon

    Hallo!
    Ein sehr inter­es­san­ter Artikel. Erstmal gro­ßes Lob!
    Ich finde aber, dass die Informationen die Google über seine Nutzer sam­melt viel ent­schei­den­der sind, als die, die für den “ers­ten Eindruck sor­gen”.
    Erst die letz­ten Tage habe ich gele­sen, dass Google Nutzer Daten an die US-Regierung wei­ter­gibt. Ist das nicht die eigent­lich Beraubung der Privatsphäre? :???:

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    CD-Review: Shantel - Disko Partizani Anfang September versorgt der Bucovina-Club Begründer seine Fans nach sieben Jahren erstmals wieder mit einem Soloalbum. ...
  • Google nutzt seine Machtposition aus « Google, Seite, Seiten, Linkverkäufer, Traffic, Kosten, Kontext, Ansonsten « SEO Scene (24. Oktober 2007)
    [...] Wenn dann noch diese Abstrafung des PageRanks Einflüsse auf das Ranking der linkgebenden Seiten haben, ist die Verzerrung endgültig. Telepolis in den SERPs nach hinten? Dies würde eine Abqualifizierung der Suchergebnisse von Google bedeuten und mich endgültig anderen Suchmaschinen in die Arme treiben – http://de.ask.com/ ist hier beispielsweise nicht uninteressant. Ansonsten siehe den kritischen Bericht bei Datenschmutz. [...]
  • Linkverkauf reloaded (3. Dezember 2007)
    [...] Verkäufer, nicht die Käufer der zur Zeit viel diskutierten Spezialbehandlung seitens Google unterzogen. Wenn die das noch mit ein oder zwei anderen machen, verdienen sie durch die dadurch [...]
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