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d.kay — Musik kommt nicht von außen

26.08.2007, geschrieben von , 21 Kommentare

dkay.thumbnail d.kay   Musik kommt nicht von außenWährend für viele Hobby-DJs Drumandbass nicht mehr als eine flüch­tige Affäre bleibt, geht die mitt­ler­weile zehn­jäh­rige Beziehung des Wiener Produzenten und DJs d.kay wesent­lich tie­fer: recht­zei­tig zum Dekaden– ver­öf­fent­lichte der ein­zige Full-Time Producer die­ses Landes sein Debut-Soloalbum “Individual Soul” — der rich­tige Anlass für eine Titelstory in the gap, die ich für die aktu­elle Ausgabe geschrie­ben habe. Und weil das Internet im Gegensatz zu Print keine Zeichenbeschränkung kennt, gibt’s hier die Vollversion der im Heft leicht gekürz­ten Geschichte des Wiener Breakbeat Producers. Aber damit nicht genug der digi­ta­len Vorzüge: David hat mir die unten ein­ge­bau­ten Snippets zur Verfügung gestellt — und die sagen mehr als tau­send Worte. Hier erst­mal ein Snippet aus mei­ner Lieblingsnummer, dem Opener des Albums — Golden Hands:

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Wir nen­nen es indi­vi­du­el­len Soul

Der Titel “Individual Soul” beschreibt den Flow, der hier den Takt angibt, per­fekt: in völ­lig DrumandBass-untypischer Manier bas­telte d.kay zuerst Sample-Rohversionen aller Nummern in Logic Audio und ging anschlie­ßend mit den betei­lig­ten Instrumental-Musikern ein­zeln ins Studio, um die jewei­li­gen Spuren ana­log auf­zu­neh­men. Das Resultat über­rascht unge­mein: dass es sich bei Breakbeat nicht um das zugäng­lichste aller Genres han­delt, und der unver­gleich­li­che Flow gelun­ge­ner Drumandbass Tracks sehr viel mit “erlern­ten” Hörgewohnheiten zu tun hat, dürfte hin­läng­lich bekannt sein. Erstaunlicherweise muss man Drumandbass aber gar nicht mögen, um “Individual Soul” hoch­gra­dig sym­pa­thisch zu fin­den. Der Jazz– und Funk-Appeal macht das Album einer­seits extrem leicht zugäng­lich, aber selbst für den geüb­ten Hörer erschlie­ßen sich ande­rer­seits die zahl­lo­sen, fein zise­lier­ten Details erst nach mehr­ma­li­gem Eintauchen in die Soundwelten der kom­ple­xen Kompositionen. Was “Individual Soul” so beson­ders macht, ist jene beson­dere, zurück­hal­tende Eleganz, die den Gelegenheitshörer zu betö­ren weiß und dem Musikfreak auf eine aus­ge­dehnte, detail­rei­che Reise ein­lädt: der ver­gleichs­weise immense Aufwand, den Hörraum über das gewohnte Sample-Universum hin­aus zu erwei­tern, hat sich also bezahlt gemacht. Wie das ganze klingt, lässt sich schwer beschrei­ben — da muss man schon reinhören:

d.kay: Fat Cop

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d.kay: Eternal Love

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d.kay: Boiling Point

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Denn Arbeitsweise wie Resultat unter­schei­den sich gra­vie­rend von allen frü­he­ren d.kay-Produktionen: kein tran­ci­ger Drumandbass, kein epi­scher Rave, son­dern Musik für die klas­si­sche Wohnzimmer-Situation. “Ich hatte ein­fach die Möglichkeit, mit extrem guten Musikern und Studiotechnikern zu arbei­ten. Für mich war das eine Premiere und ein immen­ser Organisationsaufwand — dass ich mit dem Resultat so zufrie­den bin, habe ich in ers­ter Linie allen Beteiligten zu ver­dan­ken,” gibt sich der Mastermind beschei­den. “Ich wollte Drumandbass aus dem typi­schen sample-basierten Dasein her­aus­neh­men und auf die nächste Stufe heben. Für diese Art von Sound wäre mir mit Samples sozu­sa­gen die Luft aus­ge­gan­gen — ich wollte mehr Abwechslung.” Erklärtes Ziel war es also, ein Album zu pro­du­zie­ren, das einem Open Minded DnB-Hörer zu gefal­len weiß, aber eben auch Musikliebhaber anzu­spre­chen, die nor­ma­ler­weise mit Breakbeats wenig anfan­gen kön­nen. Fazit: Mission erfüllt. Liquid-Fans füh­len sich auf Anhieb zuhause in der d.kays Soundarchitektur, wer Jazz– und Soulharmonien zu gou­tie­ren weiß, fin­det einen Zugang, der nicht unbe­dingt pri­mär auf basiert.

A Breakbeat History

Wer in den letz­ten 10 Jahren in Wien un– oder regel­mä­ßig Parties der breakbeat-lastigen Sorte besucht hat, für den ist unver­meid­li­cher­weise d.kay längst ein Begriff. Selbst nach einer gan­zen Dekade kann aber keine Rede sein vom ver­flix­ten elf­ten Jahr oder Beziehungsmüdigkeit, ganz im Gegenteil: anstatt wie viele Kollegen einem ein­zi­gen Trademark-Sounds treu zu blei­ben, zieht der Wiener es vor, sich in regel­mä­ßi­gen Abständen neu zu erfin­den. Auch wenn es sich um das Album-Debut han­delt, von einem Newcomer kann hier kei­nes­wegs die Rede sein — mitt­ler­weile hat sich ein Single-Portfolio ange­sam­melt, mit dem man pro­blem­los etli­che Longplayer fül­len könnte. Einige der Tunes aus dem Labelkatalog von Ill Skillz, das David gemein­sam mit DJ Raw.Full betreibt, ent­wi­ckel­ten sich nicht nur zu Szene Hits, son­dern wirk­ten auf zahl­rei­che nach­fol­gende Produktionen nach­ge­rade stil­bil­dend: “I’ll be there for you” löste vor eini­gen Jahren eine ganze Welle von tran­ci­gen Produktionen aus, “Barcelona” (gemein­sam mit MC Stamina) wurde zum Mega-Sommerhit und schaffte es extrem drumandbass-untypisch sogar in die bri­ti­schen Top 20.

dkayrawfull.thumbnail d.kay   Musik kommt nicht von außenIch kann mich noch genau an den Tag erin­nern, als ich mei­nen ers­ten Sampler kaufte: am 2.1.1998 habe ich das Weihnachtsgeld und all meine Ersparnisse in einen EMU ESI 4000 inves­tiert,” erzählt der gebür­tige Wiener vom Beginn sei­ner Faszination. “Ich bin ziem­lich schnell dahin­ter gekom­men, wie man auf­legt, dank mei­ner musi­ka­li­schen Vergangenheit mit ver­schie­de­nen Instrumenten wie Trompete, Geige und Gitarre — aber ich spielte kein Instrument län­ger als ein hal­bes Jahr. Wenn ein alter häss­li­cher Mann rum­sitzt und dich unfreund­lich ermahnt, die Finger gerade zu hal­ten, ergibt das eine Atmosphäre, die mir viel zu steif ist –die größ­ten Musiker haben nie nach Anleitung gespielt. Musik kommt nicht von außen, son­dern von innen. Andererseits war diese Vorbildung sehr hilf­reich: wenn man keine Schwierigkeiten damit hat, Takte zu iden­ti­fi­zie­ren, ist das Mixen nicht wirk­lich so wahn­sin­nig schwie­rig. Ein biss­chen auf­merk­sam zuhö­ren, und es geht fast von selbst.”

Zum Thema Instrumentalvergangenheit: mit 13 ent­deckte David die Magie der E-Gitarre — und begann sofort, ein gestei­ger­tes Interesse für jene Passagen der Songbooks zu ent­wi­ckeln, die sich mit der Studio-Produktion der jewei­li­gen Alben beschäf­tig­ten. Jede Doku zum Thema Audioproduktion wurde begie­rigst auf­ge­saugt, die bis heute anhal­tende Faszination für die Verbindung von Studiotechnik und machte sich also sehr früh bemerk­bar. “Ich habe mit eini­gen Freunden in einer Band gespielt, Experimental Grunge Rock, sehr lär­mig, Songs mit 20 Parts, die 15 Minuten dau­er­ten. Und schon damals war ich im Proberaum immer für die Technik zustän­dig,” erin­nert sich David an seine ers­ten Kontakte mit dem Universum der Audiotechnologie. Im letz­ten Schulsemester vor der Matura begann d.kay dann, Drumandbass zu hören — und am Abschlussball stand er bereits selbst hin­ter den Wheels of Steel, anschlie­ßend folgte der Kauf des ein­gangs erwähn­ten Samplers.

Die Party-Ära beginnt

Eine der ers­ten Nummern, die mir im Gedächtnis geblieb­ten, heißt Bruce Lee MC — ich weiß aber nicht mehr, wer das pro­du­ziert hat. Die Labels Shadowboxing und Trouble on waren damals sehr ange­sagt, und als ich 1997 erst­mals in London war, spielte jeder DJ ‚Brown Paper Bag’ von Roni Size auf und ab. Einige Jump-Up Tunes haben mir damals schon gut gefal­len,” erin­nert sich David an seine ers­ten DnB Drehversuche. Vom Auflegen auf Schulparties zur Organisation der ers­ten Raves war’s nur mehr ein klei­ner Schritt, denn Aziz und Plak ver­an­stal­te­ten damals gemein­sam Parties mit dem Titel “War Report” im Flex: “Ich war der ein­zige, der ein Auto hatte und habe die aus­län­di­schen DJs immer vom Flughafen abge­holt. Dann gab’s die Parties im Bach, ver­an­stal­tet von Alive, Smash und Bernie. Aziz hieß damals noch Rulin’ Rookie, Matthias (DJ Mat) war eben­falls mit dabei — das waren so ziem­lich die Anfänge von trife.life!. Das war sozu­sa­gen die harte Zeit, wir haben damals wohl Pionierarbeit geleis­tet, weil’s zu Beginn ein­fach keine Sau inter­es­siert hat.” Das sollte aller­dings nicht lange so blei­ben. Nach den War Reports im Flex folg­ten die legen­dä­ren trife.life! Parties in der Meierei und spä­ter auch in der Arena.

Radioshows und erste Releases

Das Jahr zwei­tau­send wird für d.kay in dop­pel­ter Hinsicht wich­tig: einer­seits steigt er als Co-Moderator von Slack Hippie und Smash, der mitt­ler­weile in New York lebt, bei der frei­täg­li­chen Breakbeat-Show “Dogs Bollock” ein. Monatlich berich­tet d.kay seit­dem von der Lage der Breakbeat-Nation und ver­sorgt die öster­rei­chi­schen Fans mit neuen Releases und Szene-Gossip. Andererseits ver­öf­fent­licht er im sel­ben Jahr sei­nen ers­ten eige­nen Track: “Monolith” erscheint auf der Moving Shadow ‚Killer Bytes’: “Dom&Roland wähl­ten die Nummer aus, ich hatte den Tune an sie geschickt und als Feedback bekom­men: ja, ganz cool, aber momen­tan kön­nen wir nichts damit anfan­gen. Daher war ich sehr über­rascht, als ich ein hal­bes Jahr spä­ter von der geplan­ten Veröffentlichung erfuhr . Zeitgleich kam auf einem klei­nen neuen Labels namens Spektrum Audio (das “k” ist kein Tippfehler) eine Maxi raus.”

dkaybeatit.thumbnail d.kay   Musik kommt nicht von außenDie Labels, auf denen d.kay anschlie­ßend seine Tunes ver­öf­fent­licht, lesen sich wie ein Who-is-Who der Szene: Soul:r, , Hospital, Metalheadz, Commercial Suicide… die Gründung der eige­nen Homebase Ill Skillz folgte als nächs­ter logi­scher Schritt. “Irgendwann hat mich Chris ange­ru­fen, der Manager von ST Holdings, und mir einen P&D-Vertrag (Production and Distribution”) ange­bo­ten.” Substantielle Trance-Tracks wie “I’ll be there 4 you” öffnen in den kom­men­den Jahren neue Türen. “Für die Lagerfeuer-Gitarren in ‚Barcelona’ wurde ich zuerst aus­ge­lacht — inzwi­schen ver­wen­den viele Produktionen genau den­sel­ben Stil,” erin­nert sich d.kay an gemischte Reaktionen auf sei­nen bekann­tes­ten Liquid-Track. Dabei sollte sich “Barcelona” zum bis­lang größ­ten Hit des Produzenten ent­wi­ckeln: “Die Nummer schaffte es bis auf Platz 14 und hielt sich drei Wochen in den Charts — Geld habe ich nie bekom­men, weil die Plattenfirma pleite ging; aber wenn man sich über sol­che Sachen zu sehr ärgert, bekommt man nur frü­her oder spä­ter einen Herzinfarkt.” Der Chart-Erfolg der Nummer berei­tete nicht nur neue sti­lis­ti­sche Wege, son­dern gilt zugleich eines der ers­ten Beispiele für eine nicht in England pro­du­zierte, aber den­noch höchst erfolg­rei­che DnB-Nummer.

illskillz d.kay   Musik kommt nicht von außenDen viel­dis­ku­tier­ten, inzwi­schen aber stark auf­ge­weich­ten, lang­jäh­ri­gen England-Fokus des Sounds sieht d.kay in der düster-urbanen Stimmung Londons begrün­det: “Man muss fai­rer­weise dazu sagen, dass aus­län­di­sche Produktionen lange ein­fach nicht die­selbe Qualität hat­ten. Drumandbass würde anders klin­gen, wäre er nicht in London ent­stan­den: der Stress, der Lärm, die Zukunftsangst — all diese Faktoren spie­len eine Rolle dabei, dass der Sound eben so klingt wie er klingt. Englischen gab’s damals kaum, und mir kam es immer so vor, als ob Drumandbass das ein­zige musi­ka­li­sche Sprachrohr der jun­gen Bevölkerung war. Natürlich exis­tier­ten dane­ben Techno und Trance, aber das war alles keine Stimmungsmusik, son­dern in ers­ter Linie Drogenmusik — ohne wer­tend klin­gen zu wol­len. Klar gab’s auch auf Drumandbass Parties Ecstasy-User, aber die Musik hatte eben immer die­sen Filmsountrack-Appeal: fahr durch London und höre dabei Drumandbass im Walkman — das passt wie die Faust aufs Auge. Das hat sich aber geän­dert, mitt­ler­weile gibt’s in den meis­ten Ländern eine Handvoll Produzenten, die sehr brauch­bare Tunes abliefern.”

Die Szene wächst

Clubs und Festivals boo­men nicht nur in Öster­reich wie nie zuvor: “Das erste Mal legte ich in Timmelkamm am Attersee gemein­sam mit Smash vor 7 oder 8 Jahren im Rahmen einer fm4 Dogs Bollocks Party auf  — es kamen unge­fähr fünf Besucher. Vor einem Monat habe ich wie­der gespielt, und die Bude war kra­chend voll. Natürlich hat sich der Sound in der Zwischenzeit extrem stark ver­än­dert, das Publikum war groß­teils zwi­schen 18 und 20. Die haben die Parties von damals natür­lich nicht mit­be­kom­men — und ein Set von 1997 würde die­ser Crowd ver­mut­lich nicht gefal­len.” Die ange­spro­chene Veränderung des Sounds hat nach Davids Ansicht vor allem mit Zugänglichkeit zu tun: “Aktuelle Tracks haben mehr Melodie bekom­men. Alte Nummern wie Shadowboxing haben zwar auch eine Melodie, aber eine sehr lange — damit kann man nichts anfan­gen, wenn man das nicht spe­zi­fisch mag oder von vorn­her­ein der Typ dafür ist. Bei aktu­el­lem Drumandbass steht immer eine Musik im Vordergrund, darum ist Pendulum so big: das lau­teste Element in ihren Tracks sind die Melodien.”

Diese Entwicklung geht weit weg vom ursprüng­li­chen Kerngedanken des Stils, geht’s bei Drumandbass doch gerade darum, die Melodie in den zu stel­len und die name­nes­ge­ben­den Trommeln und Bässe als Hauptelement der Komposition zu ver­wen­den  — eine Entwicklung, die David wenig Freude berei­tet: “Sehr viele Tracks heut­zu­tage sind Drumandtreble — also Drums, und irgend­ein undif­fe­ren­zier­ba­rer Melodie-Quatsch, wobei der Bass aber völ­lig unter­geht. Darum gefällt mir, so selt­sam das klin­gen mag, der­zeit auch Jump Up am bes­ten, denn die­ser Sound ist noch real: über fet­ten Drums liegt eine Bassline, die zum Hauptelement wird und zugleich auch die Melodie transportiert.”

Hauptberuf: Drumandbass Produzent

dkay rawfull.thumbnail d.kay   Musik kommt nicht von außenDer aktu­elle Trend am Arbeitsmarkt geht ein­deu­tig in Richtung Selbständigkeit: zahl­lose Ein-Mann-Betriebe erblick­ten in den letz­ten Jahren der Welt. Dass ein Elektronik-Produzent in Öster­reich allein von sei­ner Musik leben, ist aber nach wie vor exo­ti­scher Sonderfall. Und wenn das Genre auch noch Drumandbass heißt, dann fin­det sich d.kay allein auf wei­ter Flur. “Ich hatte frü­her immer Jobs, mitt­ler­weile beschäf­tige ich mich schon das fünfte Jahr ‚haupt­be­ruf­lich’ mit Drumandbass — es funk­tio­niert, aber es ist sehr anstren­gend, vor allem durch das viele Reisen. Ich mache der­zeit alles allein, und orga­ni­sa­to­ri­sche Tätigkeiten neh­men mir viel Zeit für’s Musikmachen weg. Philipp (Raw.Full) wird dem­nächst mit sei­ner Uni fer­tig und wird zukünf­tig das Label-Managment über­neh­men und mich dies­be­züg­lich ent­las­ten,” erklärt d.kay seine Zukunftspläne. Ein wei­te­res Album im Stil von “Individual Soul” ist aller­dings für die nächs­ten Zeit defi­ni­tiv nicht geplant: “Ich wollte unbe­dingt mal mit Musikern im Studio arbei­ten — aber der Aufwand war gewal­tig, das werde ich nicht so schnell wie­der­ho­len.” Gelohnt hat sich das Experiment jeden­falls, denn “Individual Soul” bringt Jazz-Flavour und Breakbeats auf eine inno­va­tive, kom­plexe und zugleich extrem leicht zugäng­li­che Weise zusam­men: “Brigand wird wei­ter­hin das intel­lek­tu­elle, eklek­ti­sche Label blei­ben für Tracks, an die im Vorfeld viel­leicht kei­ner glaubt — die aber trotz­dem gut ver­kau­fen.” Auch wenn David in kei­nes­ter Weise damit rech­net, dass sein Genre grosso modo jemals das Subkultur-Dasein ver­lässt: “Innerhalb von Drumandbass kann man kon­form sein — aber DnB an sich ist abso­lute Rebellenmusik. Auch wenn man­che ver­su­chen — ich mach das ab und zu auch ein biss­chen — die Musik zum Statussymbol auf­zu­wer­ten, dann ist das bloß Musikmarketing. Aber Drumandbass an sich ist an sich totale Rebellenmusik, Punk. Aber eine Art von Punk, die ganz wenige Leute hören, weil sie so selt­sam ist.”

Brigand Recordings | Ill Skillz
D.Kay: der Soulshaker: Interview mit David aus dem Resident-Magazin.

 

Individual Soul d.kay   Musik kommt nicht von außen — Tracklisting:

  1. Golden Hands
  2. Individual Soul
  3. Chicks Love It
  4. Boiling Point
  5. Drum Skirt
  6. Retrostep
  7. Eternal Love
  8. Fat Cop
  9. Interlude
  10. Serenade Re-Interpreted
  11. Lullabye
  12. All That You Are

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    Update: datenschmutz Gewinnspiele... Die d.kay Verlosung ist zu Ende, aktuell gibt’s auf datenschmutz dreimal Shantels Disco Partizani zu gewinnen. Demnächst im Pot: Rodney Hunters Hunterville und der Electronic Beats Festival Sampler. ......
  • DJ Kolt Siewerts » D.KAY on Jumpup (29. Januar 2008)
    [...] “Bei aktuellem Drum & Bass steht immer eine Musik im Vordergrund, darum ist Pendulum so big: das lauteste Element in ihren Tracks sind die Melodien. Darum gefällt mir, so seltsam das klingen mag, derzeit auch Jump Up am besten, denn dieser Sound ist noch real: über fetten Drums liegt eine Bassline, die zum Hauptelement wird und zugleich auch die Melodie transportiert.”via datenschmutz  [...]
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