Markt.de hat sich ganz der guten alten Kleinanzeige verschrieben und zieht alle Register komfortabler Bedienung. Durchdachte, regionalisierte Suchfunktionen und übersichtliches Layout sorgen für Orientierung. Das Schalten der Anzeigen (mit Ausnahme von Immobilien) ist sowohl für "ich suche" als auch "ich biete" völlig kostenlos, neben der Marktplatzfunktion liegt der Fokus auf der Kommunikation der Nutzer untereinander.
Vom Wiltshire-Horn Herdbuch-Bock (Rubrik: Nutztiere) über Look Back, laut eigener Aussagen Hessens beliebte Oldieband (Rubrik: Künstler, Musiker) bis hin zum Massage-Gürtel von Teleshop (Rubrik: Sonstiges) findet man hier so ziemlich alles - ich hab noch kein Ahnung, wie ich dem Bock den Massagegürtel umschnall, während Look Back "La Cucaracha" spielen; aber selbst man nicht direkt was sucht, macht das Stöbern im großen Sortiment durchwegs Spaß.

Die Zugänge zum Jagdobjekt der Wahl sind dabei vielfältig: besonders interessant für alle sperrigen Güter ist die Postleitzahlen-Umkreissuche, die zu Angeboten in der Nähe führt. Außerdem lässt sich der Preisrahmen festlegen und je nach aktueller Kategorie weitere Unterkriterien definieren. Bei einer solchen Menge an Inhalten ist die Suche Usability-technisch keine Trivialität, und hier haben die Betreiber der Seite meiner Meinung nach hervorragende Arbeit geleistet: auf der Startseite findet man die Auflistung der einzelnen Kategorien, sobald eine davon gewählt wird (zum Beispiel "Kleidung, Schmuck") stehen die weiteren Suchkriterien in der linken Spalte zur Verfügung. Alle Kriterien lassen sich dabei frei kombinieren, die Anzeige des Suchpfades sorgt für Übersicht selbst bei einer riesigen Menge an Anzeigen. Wer von Beginn an eine bestimmte Region bzw. Stadt voreinstellt, der bekommt beim weiteren Navigieren nur mehr entsprechende Angebote angezeigt. Eine Registrierung weder zum Aufgeben von Anzeigen noch zum Stöbern unbedingt erforderlich, bietet aber zusätzliche Komfortfunktionen: eingeloggte User können unter dem Karteireiter "Mein markt.de" alle eigenen Anzeigen verwalten und Favoriten speichern.
Während sich reale Basare zumeist auf physische Güter beschränken, werden auf markt.de auch jede Menge immaterieller Posten gesucht und angeboten: vom Kontaktmarkt über Sozial- und Dienstleistungen bis hin zum Stellenmarkt deckt die Seite so ziemlich jede Sparte ab, die sich klassischerweise auch im Kleinanzeigenteil der Tageszeitung findet. Das Angebot variiert dabei je nach Rubrik: während sich im Veranstaltungsteil großteils Ankündigungen professioneller Veranstalter finden und der Jobteil weitgehend über Content-Partner bespielt wird, so dominieren in den Kleinteil-Rubriken durchwegs private Anzeigen.
Das Aufgeben einer eigenen Anzeige ist extrem einfach: nach Klick auf den betreffenden Menüpunkt muss ein einfaches Formular ausgefüllt werden. Neben dem Anzeigentext dürfen bis zu sechs Bilder die eigene Schaltung illustrieren - wer ein Angebot einstellt, muss verpflichtenderweise Adressdaten und Kontaktperson angeben. Nach einer Verifikation via E-Mail erfolgt die Freischaltung, eine spätere Modifikation ist jederzeit möglich. Den Kontakten zwischen Anbietern und potentiellen Interessenten stellt markt.de bei Bedarf via E-Mail her. Immobilienanzeigen, die auch auf immowelt.de geschalten werden, kosten rund 15 Euro pro Monat.
Bei einer derart großen Fülle an Anzeigen, die noch dazu keinen Cent kosten, ist es wohl unvermeidbar, dass sich die ein oder andere Kuriosität dazwischen drängt, so wirbt etwa Liebesdienerin Monika in der Rubrik "Sonstiges" mit ihrem ganz speziellen Rabattstufensystem:
Das Leben ist am schwersten 3 Tage vor dem ersten. Doch ich, ich helfe Dir, wenn es kommt zu einem Besuch bei mir oder bei Dir mit 10-35% Nachlass. Deinen persönlichen %-Satz kannst Du in Deiner Hose nachmessen. Kontrollieren tu ich natürlich, bevor Du kommst.
Einziger "Nachteil" der Plattform: das Angebot beschränkt sich auf Deutschland, .at und .ch müssen auf die komfortable Plattform einstweilen verzichten.
Wie in der Markt.de Vorstellung erwähnt, wollen die Betreiber die Kommunikation zwischen ihren Besuchern anregen: ein umfangreiches und gute besuchtes Forum mit Unterbereichen zu allen Fragen des täglichen Lebens auf der einen sowie der blog.markt auf der anderen Seite decken die kommunikativen Aspekte der Plattform ab. Bei zweiterem handelt es sich um eine typische Free-Blog Hosting Lösung, die ebenfalls bereits eine ganze Reihe von Anhänger gefunden hat.
Fazit: Um eine Gratis-Anzeige aufzugeben, muss man sich nicht einmal registrieren. Das Bedienungskonzept funktioniert hervorragend, die notwendige kritische Userzahl hat markt.de längst erreicht. Minimalistisches Design und der Verzicht auf Bannerwerbung gefallen - bleibt nur zu wünschen, dass die Karte auch irgendwann um .at und .ch erweitert wird.
Mal keine Abzocke, find ich super. Nur schade, dass es den Service noch nicht bei uns gibt.
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Markt.de??? Wieso machst du denn Reklame für Holtzbrink, das ist doch das allerletzte! Aber hab schon gesehen, Trigami, - naja, wer kein Google hat muss halt Frösche schlucken..
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Dass Markt.de zu Holtzbrink gehört, wusste ich nicht und ist mir im Zusammenhang mit dieser Review auch völlig egal. Ich hab alles über die Seite geschrieben, was es aus meiner Sicht zu schreiben gab - als Anzeigenmarkt funktioniert die Plattform, die Foren sind ausgesprochen gut besucht. Wenn ich nicht drüber hätte schreiben wollen, hätte ich die Reze einfach abgelehnt.
@Google: ich halte Adsense für sinnlos bei kleinen und mittleren Blogs, weil man nur dann überhaupt irgendwelche Klickraten erzielt, wenn man die Ads mitten in den Content stellt, was ich offensichtlich tunlichst vermeiden möchte. Und auf die 25-50 Euro/Monat verzichte ich gern, trigami funktioniert einfach um Welten besser im Longtail.
Den zweiten Teil deines Kommtars hab ich gelöscht - direkt persönlich beleidigende Kommentare müssen nicht sein (zumindest wenn sie nicht gegen mich, sondern gegen andere Besucher dieses Blogs gerichtet sind).
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Antje, wo ist das Problem mit Holtzbrinck ? Wäre Werbung für kijiji bzw. eBay besser gewesen?
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ich finde es ok, das du über markt.de schreibst. warum auch nicht. Aber über trigamie würde ich es jetzt nicht unbedingt machen:-) Und warum sollte Holtzbinck ein problem sein. Verstehe ich jetzt nicht so ganz.
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Tja, warum nur? Alles eine Ansichtssache.
Ansonsten: nicht über trigami tät ich's nicht machen.
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Gegen Holtzbrinck ist erstmal nix einzuwenden. Hat man auch nur im Sinn seit dem Kauf von StudiVz, aber deshalb sind die keine schlechte Firma. Dass jemand Geld verdienen möchte, ist wohl weder von Holtzbrinck noch von ritchie verwerflich. Also: Weiter so!
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hehe.... treffender Kommentar imho!
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Die seite wurde komplet überarbeitet. Nur zur info.
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Viele verwirrende Kategorien. Bei speziellen Suchanfragen sind die Ergebnisse recht dürftig. Auch bei markt.de habe ich meine Schierigkeiten. Aber vielleicht bin ich auch ein wenig Tölpelhaft wenns ums Internet geht.
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