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ReceiveLinks: Alternative zu LinkVault?

07.08.2007, geschrieben von , 8 Kommentare

Automatisierte –Systeme wie Linkvault ber­gen gewisse Risiken, doch ob ihrer hohen Effektivität grei­fen Gray– und Blackhat den­noch gerne auch auf jene Services, die schon län­ger ein Dorn im Auge sind. Receivelinks bie­tet noch einige Features mehr und garan­tiert bei aus­rei­chen­der Bezahlung sogar aus­schließ­lich mit wähl­ba­rem Minimal-Pagerank.

Von LinkVault war an die­ser Stelle schon mal die Rede. Im betref­fen­den Artikel habe ich die wich­tigs­ten Punkte, Funktionalität sowie Pros und Contras zusam­men­ge­fasst. In aller Kürze: Google ver­wen­det die Anzahl der Backlinks als wich­ti­ges Kriterium beim . Da mitt­ler­weile mit ent­spre­chen­den Google-Platzierungen durch­wegs Geld zu ver­die­nen ist und echte, soge­nannte “orga­ni­sche” Backlinks ent­we­der bei Services wie Linklift oder Text-Link-Ads teuer bezahlt oder aber hän­disch müh­sam akqui­riert wer­den müs­sen, klingt die Aussicht auf auto­ma­ti­schen Linktausch in der Tat ver­lo­ckend — davon leb­ten spammy Link-Katalog-Netzwerke eine Zeit lang auch ganz gut, doch was den anfäng­lich ver­gleichs­weise dum­men Google– noch über­lis­tete, wirkt mitt­ler­weile sogar kontraproduktiv.

Die neuen Tauschnetzwerke gehen da wesent­lich avan­cier­ter vor, getreu dem Motto “Geben ist ebenso selig wie Nehmen”: der Webmaster regis­triert sich und seine Seite(n), lädt anschlie­ßend eine php– und eine txt-Datei auf sei­nen Server und fügt einen klei­nen Codeschnippsel an jener Stelle im Template ein, wo spä­ter die Links erschei­nen sol­len. Sobald die Seite “appro­ved” wird, schal­tet das Netzwerk Links ande­rer Teilnehmer, und zwar nicht sei­ten­weit, son­dern pro Adresse bzw. Blogbeitrag. Diese ver­mie­te­ten Links brin­gen dem Webmaster Punkte (bei LinkVault “Vaultage”, bei ReceiveLinks “Points” genannt), mit denen er selbst wie­derum Anzeigen im Netzwerk schal­ten kann.

Kommt Tante Google da drauf, dann ist’s vor­bei mit dem Ranking, mah­nen die Vorsichtigen. In der Tat kann nach den AGBs von Google eine Teilnahme an einem sol­chen Linknetzwerk zur Streichung der Seite aus dem Index füh­ren, wes­we­gen ich sol­che Netzwerke nie­mals für wich­tige Projekte ein­set­zen würde. Geht’s aber darum, kurz­fris­tig Landing Pages zu pus­hen, dann funk­tio­nie­ren sowohl LinkVault als auch Receivelinks ganz her­vor­ra­gend — ich habe einige mei­ner Experimentalblogs ein­ge­tra­gen und bin mit den Ergebnissen durch­wegs zufrieden.

Risikoabschätzung

Guter uni­que con­tent ist immer noch König — mit den Besuchern kom­men auch die Backlinks, und nichts geht über orga­ni­schen Linkaufbau, das kann man nicht oft genug beto­nen. Das tat­säch­li­che Risiko, aus dem Google-Index zu flie­gen, ist aller­dings weit gerin­ger als ver­mu­tet. Von außen sehen die Links ganz “nor­mal” aus — nichts deu­tet dar­auf hin, dass hier ein php-Script voll­au­to­ma­tisch Backlinks gene­riert. Wer groß und deut­lich “proud auto­ma­tic link­tra­der” oder so hin­schreibt, ist sel­ber schuld, die Links las­sen sich an jeder belie­bi­gen Stelle integrieren.

Aber wie sieht’s mit der ande­ren Richtung aus? Würde Google rein theo­re­tisch betrach­tet Seiten abstra­fen, die in sol­chen Netzwerken bewor­ben wür­den, hät­ten SEOs in Zukunft leich­tes Spiel: ein­fach die Seiten aller Konkurrenten ein­ge­tra­gen, und schon gehört einem der Google-Index ganz alleine. Trotzdem könn­ten sich natür­lich Google-Agenten selbst in sol­chen Netzwerken anmel­den und einige Lockvögel-Seiten anmel­den, um her­aus­zu­fin­den, wel­che Webmaster denn ver­bo­te­ner­weise Links hos­ten. Eine sol­che Recherche wäre jedoch mit beträcht­li­chem Zeitaufwand ver­bun­den, und ich ver­mute stark, dass Google a) begrenzte Ressourcen und b) bes­se­res zu tun hat.

Die Features von LinkVault habe ich im erwähn­ten Beitrag bereits beschrie­ben. ReceiveLinks funk­tio­niert nahezu iden­tisch, mit zwei beträcht­li­chen Unterschieden:

  • Während bei LinkVault für jeden ein­ge­stell­ten Link bis zu drei ver­schie­dene Linktexte ver­wen­det wer­den, erlaubt ReceiveLinks nur einen.
  • Dafür glänzt Receivelinks mit umfang­rei­chen Premium-Optionen: für 100$ im Monat wird die Option frei­ge­schal­ten, Backlinks aus­schließ­lich von Seiten mit min­des­tens Pagerank 1 zu erhal­ten, PR2 kos­tet 125$, PR3 $150 und PR 4 schließ­lich $175.
  • Wer selbst keine oder nur wenige Ads hos­ten möchte, der kann bei Receivelinks Punkte ein­kau­fen — 1000 Points kos­ten dabei 15$/Monat.

Im Vergleich zu Mietlink-Preisen kommt man hier also rela­tiv ver­gleichs­weise davon. Wer den ers­ten Schritt in die weite Welt des Google-Ungehorsams unter­nimmt, der tut mei­ner Meinung nach gut daran, sich bei bei­den Netzwerken anzu­mel­den. Für Herzblut-Pages emp­fiehlt sich ohne­hin in jedem Fall, orga­ni­schem Linkaufbau den Vorzug zu geben, selbst wenn’s etwas län­ger dau­ern sollte. Wer jedoch gerne ab und zu einen schwar­zen Hut trägt, das krib­belnde Risiko einer Partie –Poker nicht scheut und einem klei­nen Experiment nicht abge­neigt ist, der sollte sich auf jeden Fall mit einer “unwich­ti­gen” Seite bei bei­den Netzwerken anmel­den und nach eini­gen Monaten selbst ent­schei­den, ob ReceiveLinks oder LinkVault zukünf­tig Bestandteil des –Repertoires wer­den sollen.

Eigene Erfahrungen

Durch die Möglichkeit, die eigene Seite auf Backlinks von Seiten mit sel­ber Sprache / sel­ber Kategorie zu erhal­ten und die manu­elle Prüfung aller Neuanmeldungen ist die Qualität der erhal­te­nen Backlinks über­ra­schend gut. Angeblich ver­fügt ReceiveLinks über das klei­nere Netzwerk, ich erhielt dort aller­dings pro­zen­tu­ell wesent­lich mehr Backlinks von Seiten mit PR2 und sogar PR3 — dar­un­ter einige SEO-Kataloge, aber auch offen­sicht­lich sehr ernst­haft gepflegte Blogs.

Bei LinkVault dage­gen funk­tio­niert der Linkaufbau ver­gleichs­weise schnel­ler, dafür bekam ich eine Menge Backlinks von Unterseiten ein– und der­sel­ben Domain. Abgesehen von den oben erwähn­ten Punkten sind die Unterschieden zwi­schen den bei­den Linktauschnetzwerken jedoch mar­gi­nal: bei bei­den kann man Frequenz und Zahl der erhal­te­nen Backlinks frei ein­stel­len, wenn die eige­nen Punkte auf­ge­braucht sind, gibt’s keine wei­te­ren Backlinks. Beide Plattformen bie­ten Premium-Mitgliedschaften mit erwei­ter­tem Leistungsspektrum an. Die Betreiber leben von der Spann im Punktetausch, aber offen­bar nicht so gut, dass sie ihren Applikationen ein sli­ckes Web 2.0 Interface ver­passt hät­ten. Aber was soll’s — eine bloß sie­ben Woche alte Domain, die aus­schließ­lich mit auto­ma­ti­sier­tem Linktausch “be-optimiert” wurde, hat seit heute immer­hin PR1 — und das, ohne nach dem Eintragen der Textanzeige auch nur einen Finger zu rühren.

auto­ma­ti­scher Linktausch

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Bisher haben meine Lieblingsleser 8 Kommentare zu "ReceiveLinks: Alternative zu LinkVault?" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • Manuel Siebenstock Identicon Icon
    Manuel Siebenstock sagte am 7. August 2007 um 18:47

    Danke für die Info, ich werde sie berücksichtigen!

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  • Heinz Identicon Icon
    Heinz sagte am 7. August 2007 um 18:53

    Ich schließ mich da gleich mal an. Dein Blogg ist wirk­lich infor­ma­tiv und hilfreich — Danke!

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 7. August 2007 um 22:19

    Aber immer schön vor­sich­tig blei­ben mit den Blackhat Netzwerken :mrgreen:

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  • Manuel Siebenstock Identicon Icon
    Manuel Siebenstock sagte am 7. August 2007 um 22:52

    Alles klar :lol:

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  • Oops Identicon Icon

    Also ich kann aus Erfahrung jedem nur davon von Linkvault und Receivelinks. Macht ganz genau kei­nen Sinn und nur Ärger.

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 8. November 2007 um 13:10

    Nein, das kann man so nicht sagen. Ob RL und LV Sinn machen, hängt davon ab, wie lange man eine Domain “bewirt­schaf­ten” will. Für kurz­fris­tige Pushes sehr gut, mit­tel­fris­tig aller­dings sehr kontraproduktiv.

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  • iphone Identicon Icon

    mich wun­dert, dass es nicht viel mehr die­ser Dienste gibt nach­dem sol­che Trends, egal wie sinn­voll sie sind, sich nor­mal recht schnell aus­brei­ten. Man denke nur an die PR Toplists usw.

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 8. Mai 2008 um 8:34

    Ja, das ist wirk­lich erstaun­lich… man kann damit immer noch unglaub­li­che kurz­fris­tige Ergebnisse erzie­len… danach ist die Dom halt bur­ned forever :mrgreen:

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