Markus fin­det, dass Duplicate Content durch­aus auch seine reiz­vol­len Seiten hat, Robert Treichler hinter-quiz-fragt Alice Schwarzer, Robert erklärt auf für mich sehr beein­dru­ckende Art und Weise sein Blogger-Selbstverständnis, Grissemann scheint für deut­sche Handys zu machen und die Viralmythen typo­lo­gi­sie­ren wis­sen­schaft­li­che Blogs: also wie­der mal eine ganz gewöhn­lich ereig­nis­rei­che Woche in Blogistan, das Sommerloch zeigt sich end­gül­tig von herbst­li­chem Tatendrang in die Stränge gewie­sen. Außerdem gibt’s ein Jubiläum zu fei­ern: Tante Google ist anschei­nend neun Jahre alt geworden.

Yahoo schluckt Zimbra

Georg Holzer ana­ly­siert den Kauf der Messaging-Lösung durch Yahoo und kommt zu dem Schluss:

Zimbra als für höhe­ren Marktanteil bei ande­ren Geschäften. Der Kaufpreis von 350 Millionen Dollar könnte sich so rech­nen. Könnte … Und irgend­wann, wenn die nächste Gerneralrenovierung von Yahoo-Mail fäl­lig ist, wird man wohl auf nur noch eine Codebasis bei sei­nen Messaging-Servern set­zen — der­weil hat man aber noch zwei.

dage­gen beißt kräf­tig in –kauft-facebook/”>Facebook rein — ob sich das wirk­lich rechnet?

Gravenreuth ver­ur­teilt

tele­po­lis hat ein sehr lesens­wer­tes Interview mit Johannes Eisenberg ver­öf­fent­licht: der Anwalt ver­tei­digte die taz im Verfahren gegen den bekann­ten deut­schen Berufskollegen Freiherr von Gravenreuth, der durch seine zahl­rei­chen Abmahnprozesse einer Menge Webmaster viel Kopfzerbrechen bereitete:

tele­po­lis: Herr Rechtsanwalt Eisenberg — Sie wer­den im Netz gerade als eine Art “Drachentöter” gefei­ert, weil es ihnen gelang, den Freiherrn von Gravenreuth “hin­ter Gitter zu brin­gen”. Wie ist Ihnen das gelun­gen — und wieso hat das vor­her noch nie­mand geschafft?

Johannes Eisenberg: Ich weiß nicht, ob ich als ‘Drachentöter’ gefei­ert werde. Ich hab’ das noch nir­gendwo gele­sen. Und den Herrn Gravenreuth hab ich auch nicht hin­ter Gitter gebracht — er ist nur zu einem hal­ben Jahr Gefängnis ohne Bewährung ver­ur­teilt wor­den, weil er die Domain der taz pfän­den ließ, läuft aber wei­ter frei rum und kann wei­ter sein Unheil anrichten.

Passend zum Thema: hat man Sie etwa auch öffent­lich dif­fa­miert? Dann kann ich nur drin­gend zur Benutzung des abmahnr raten! [via Zweinull.cc]

Hübsche Screensaver

Gibt’s bei 9031.com, unter ande­rem ein Old-School Digitaluhr mit digi­tal simu­lier­tem mecha­ni­schem Zifferwerk… so wie wir’s halt den 80ern am Nachtkasterl ste­hen hatten.

Googeleien der Woche

Am S-O-S SEO Blog gibt’s eine imho sehr tref­fende und span­nende Über­le­gung zum Thema Zukunft des Google Pagerank, Fazit:

Warum nicht für eine Domain nach außen einen fet­ten PR7 oder PR8 Balken anzei­gen, wohl wis­send, dass der echte PR nach Abzug der Steuern und Kauflinks gerade mal für PR5 reicht, und all die armen Link-Käufer und Mieter ihr Geld für völ­lig über­schätze und in Wirklichkeit kaum spür­bare Verlinkungen aus­ge­ben las­sen. Besser als echte Werte anzu­zei­gen und auch bes­ser als keine Werte anzu­zei­gen. Denn in letz­te­rem Fall wür­den die Webmaster und SEOs viel­leicht neue Kriterien suchen und fin­den, die ihnen bes­sere Einschätzungen der Domain– und Linkwerte ermög­lich­ten — damit würde die Manipulationsgefahr für Google wie­der steigen.

Der Iceblog fin­det, dass in Google inzwi­schen ver­däch­tig viele wikipedia-Ergebnisse auf­tau­chen… und ver­mu­tet gar, dass bald Schluss sein wird mit den gan­zen läs­ti­gen Webseiten, sozu­sa­gen Google als interne Suchmaschine der Wikipedia-Datenbank.

mys­pace benut­zer­stärks­tes Social Network in .de

Comscore ver­öf­fent­li­che Nutzungsdaten über Social Networks in Deutschland — erstaun­li­cher­weise liegt in die­ser Untersuchung MySpace vor stu­diVZ: [via zweinull.cc]

Unique Visitors von Social Networks in Deutschland im Juli 2007
Quelle: comScore

MySpace: 3,7 Millionen
stu­diVZ: 3,1 Millionen
JUX.de: 2,6 Millionen
Piczo: 2,0 Millionen
StayFriends: 1,3 Millionen

Video der Woche

Zum Wahlkampfauftakt der NPD in Niedersachsen musste die Extra3 Reporterin Olivia Jones erfah­ren, dass selbst die Spitzen der Partei ein­fach nicht wis­sen, warum man ihren Verein über­haupt braucht… könnte sich auf einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung wohl ganz ähnlich abspie­len. [via FranzToo]

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Historisch-radikale UrheberRechte

Am 20. Oktober fin­det in Zürich das BlogCamp Switzerland 2 – 0 statt, und Michael hat für seine dor­tige Präsentation ein imho hoch­span­nen­des Thema ins Auge gefasst:

Unter dem Arbeitstitel “Copyright, Copywrong — Radikale Stimmen zum Urheberrecht” könnte ich mir vor­stel­len, anhand der zwei oben genann­ten Beispiele (Spooner und Tucker; ergänzt durch ein, zwei Personen des 20. Jahrhunderts, die sich auf diese bezie­hen) eine kurze Tour d’Horizont zu geben. Dabei kon­zen­triere ich mich bewusst auf Personen, die vor der Entstehung des Internets gewirkt haben.

Michael hat das Thema zur Diskussion gestellt und möchte wis­sen, ob sich Blogger für der­lei Geschichtsausflüge inter­es­sie­ren — ich werd’s am 20. Oktober nicht nach Zürich schaf­fen, aber ich kann nur sagen: wenn’s einen Blogcast gibt, dann schau ich mir den sicher an. Von radi­ka­len Entwürfen kann man immer eine Menge ler­nen — und wider der Behauptung der Rechtskonservativen in Einzelfällen sogar etwas von der Geschichte.

Handynutzung: Wiener sind vertrauensselig

Diese Woche flat­terte eine Umfrage der mobil­kom aus­tria ins Haus — Kernaussage: Wiener sind im Umgang im Handys ver­trau­ens­se­li­ger als die Bewohner ande­rer öster­rei­chi­scher Bundesländer:

Im Vergleich zu allen ande­ren Bundesländern legen die Wiener Handy-UserInnen am meis­ten Vertrauen an den Tag, wenn es um Anrufe mit unter­drück­ter Nummer geht: 78% der UserInnen neh­men Gespräche auch an, wenn sich der Anrufer nicht zu erken­nen gibt. Auch beim Ausleihen des Handys gibt es einen Vertrauensvorschuss: 35% der WienerInnen kön­nen sich vor­stel­len, ihr Handy für mehr als nur ein spon­ta­nes Gespräch herzuborgen.

Das reicht öster­reich­weit in bei­den Disziplinen für Platz 1 — wer sich also ein Handy aus­bor­gen möchte, der hat in der Bundeshauptstadt die bes­ten Chancen.