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Gratistours gibt Klimatipps für den Alltag

gratistours
Hinweis: Dies ist ein von
trigami vermittelter Auftrag.

gratistoursGratistours.com waren schon einmal im Zuge der Firmendependance in Second Life zu Gast auf datenschmutz. Diesmal geht’s um die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com, ein Maßnahmenbündel zur Entlastung der Umwelt. Reisen und Umweltschutz sind Themen, eng zusammenhängen: einerseits trägt steigende (Freizeit)Mobilität zur Verschmutzung der Atmosphäre durch alle Arten von Verbrennungsmotoren bei, andererseits lernen viele Stadtbewohner erst auf Reisen den Reiz intakter Umwelten kennen. Aber nicht nur im Hotel- und Tourismusbereich liegen gewaltige Einsparungspotentiale, auch im eigenen Alltag kann jeder zu ein bisschen weniger Energieverbrauch beitragen.

gratistoursDer Aussage des Crabman in der zweiten Staffel von Earl „Believing humans to be the single cause for global warming is the result of antropocentric thinking“ schließe ich mich durchaus an, andererseits ist und bleibt Energiesparen völlig jenseits von globaler Erwärmungsparanoia ein immer und überall hochgradig anzustrebendes Ziel. Die umfangreichen Tutorials für ein im positiven Sinn energie-ärmeres und damit letztlich auch billigeres Leben hat Gratistours.com in Zusammenarbeit mit Gold Standard Foundation ins Leben gerufen, einer Schweizer Organisation (laut eigener Auskunft Non-Profit), die nach einer komplexen Methodologie sogenannte „Carbon Credits“ vergibt an Projekte, die auf erneuerbare Energieformen setzen. Ich bin alles andere als ein Experte im internationalen Emissionshandel, aber ich vermute mal, dass derartige Zertifikate im internationalen Handel möglicherweise eine größere Rolle spielen werden – zumindest legt Al Gores Werbefilm für seine persönlichen Sustainable-Investments dies nahe.

Man muss aber wie gesagt nicht immer global denken – anstatt Frustration über das Primat des Geldes vor der intakten Umwelt lautet die auf längere Sicht produktivere Taktik eindeutig, im kleinen zu beginnen, und dafür erhalten Besucher der Seite jede Menge Anregungen, getreu dem Missionsziel:

Ob zu Hause, unterwegs oder im Büro, wir verbrauchen im täglichen Leben oft ohne dass wir es merken viel Energie, Wasser und andere Rohstoffe. Mit ein wenig Herz und Verstand lässt sich einiges davon einsparen. Dies hilft nicht nur unserem Klima, sondern macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar.

Bis Ende September greift Gratistours.com sogar tief in die Tasche und verdoppelt eingehende Spenden-Beträge:

Wenn Sie helfen möchten und auch etwas bewegen wollen, spenden Sie einfach das nächste Mal, wenn Sie eine Urlaubsreise online bei Gratistours buchen. Um den Start der Klasse Klima Initiative zu feiern, verdoppelt Gratistours jede Spende noch bis zum 30. September 2007.

Bei den Energiespartipps für den Haushalten dürften bereits umweltbewusst lebende Nachhaltigkeits-Fans wenig Neues finden: keine Vorwäsche, kein elektrischer Trockner, Energiesparlampen statt Glühbirnen und kurzes Lüften statt gleichzeitig halboffenes Fenster und voll aufgedrehte Heizung: man weiß es eh und hält sich hoffentlich auch daran. Geradezu rührend in Zeiten eher zu- denn abnehmender Auto-Fetischisierung ist die folgende Formulierung zum Thema Nahverkehr:

Zu Fuß, mit dem Öffentlichen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad: In der Stadt ist das Auto meist nicht wirklich schneller – Staus und Parkplatzsuche links liegen zu lassen, schont nicht nur das Klima, sondern auch die Nerven.

Also die Wiener U-Bahn schont meiner Nerven gewiss nicht… und Fahrradfahren wär zwar viel langweiliger, aber auch eine Latte sicherer, wenn sich die Gemeinde Wien endlich zu einem Radwegkonzept entschließt, anstatt immer neue Feigenblätter-Strecken gegen Einbahnen zu bauen, deren Spurbreite teils unter der eines durchschnittlichen City-Bike Lenkers liegt. Und so viele sinnvolle Einsparmöglichkeiten es für Hotels geben mag, der folgende Tipp scheint mir mehr skurril als effektiv:

Installieren Sie vielleicht eine Eieruhr an der Wand der Duschen, damit die Gäste zeit- und kostensparend duschen.

Generell finde ich es erfreulich, dass sich ein Reiseunternehmen mit dem Thema Umwelt auseinandersetzt – die Auflistung einer Reihe von Tipps allerdings reicht da bei weitem nicht aus. In der Tourismusbranche sind die Margen klein und der Preiskampf ist ein erbitterter: ob Kunden zukünftig stärker auf nachhaltige touristische Konzepte setzen, darf in Zeiten nach wie vor ausgebuchter Betonhotel-Burgen bezweifelt werden. Jedenfalls positiv, dass Gratistours.com das Thema aktiv bearbeitet – was mir auf der Seite aber abgeht, ist ein Userforum, in dem interessierte Daheimgebliebene und Verreiste die Sammlung erweitern und eigenen Energiespartipps austauschen können. In der jetzigen Form bleibt die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com eine Online-Broschüre, die von den interaktiven Möglichkeiten des Netzes (noch) keinen Gebrauch macht.

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