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Gratistours gibt Klimatipps für den Alltag

05.09.2007, geschrieben von , Keine Kommentare
disclaimer Gratistours gibt Klimatipps für den Alltag Hinweis: Dies ist ein von
tri­gami ver­mit­tel­ter Auftrag.

gratistours Gratistours gibt Klimatipps für den AlltagGratistours.com waren schon ein­mal im Zuge der Firmendependance in Second Life zu Gast auf daten­schmutz. Diesmal geht’s um die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com, ein Maßnahmenbündel zur Entlastung der Umwelt. Reisen und sind Themen, eng zusam­men­hän­gen: einer­seits trägt stei­gende (Freizeit) zur Verschmutzung der Atmosphäre durch alle Arten von Verbrennungsmotoren bei, ande­rer­seits ler­nen viele Stadtbewohner erst auf Reisen den Reiz intak­ter Umwelten ken­nen. Aber nicht nur im Hotel– und Tourismusbereich lie­gen gewal­tige Einsparungspotentiale, auch im eige­nen Alltag kann jeder zu ein biss­chen weni­ger Energieverbrauch bei­tra­gen.

144 gratistours 241x150 Gratistours gibt Klimatipps für den AlltagDer Aussage des Crabman in der zwei­ten Staffel von Earl “Believing humans to be the sin­gle cause for glo­bal war­ming is the result of antro­po­cen­tric thin­king” schließe ich mich durch­aus an, ande­rer­seits ist und bleibt Energiesparen völ­lig jen­seits von glo­ba­ler Erwärmungsparanoia ein immer und über­all hoch­gra­dig anzu­stre­ben­des Ziel. Die umfang­rei­chen Tutorials für ein im posi­ti­ven Sinn energie-ärmeres und damit letzt­lich auch bil­li­ge­res Leben hat Gratistours.com in Zusammenarbeit mit Gold Standard Foundation ins Leben geru­fen, einer Schweizer Organisation (laut eige­ner Auskunft Non-Profit), die nach einer kom­ple­xen Methodologie soge­nannte “Carbon Credits” ver­gibt an Projekte, die auf erneu­er­bare Energieformen set­zen. Ich bin alles andere als ein Experte im inter­na­tio­na­len Emissionshandel, aber ich ver­mute mal, dass der­ar­tige Zertifikate im inter­na­tio­na­len Handel mög­li­cher­weise eine grö­ßere Rolle spie­len wer­den — zumin­dest legt Al Gores Werbefilm für seine per­sön­li­chen Sustainable-Investments dies nahe.

Man muss aber wie gesagt nicht immer glo­bal den­ken — anstatt Frustration über das Primat des Geldes vor der intak­ten Umwelt lau­tet die auf län­gere Sicht pro­duk­ti­vere ein­deu­tig, im klei­nen zu begin­nen, und dafür erhal­ten Besucher der Seite jede Menge Anregungen, getreu dem Missionsziel:

Ob zu Hause, unter­wegs oder im Büro, wir ver­brau­chen im täg­li­chen Leben oft ohne dass wir es mer­ken viel Energie, Wasser und andere Rohstoffe. Mit ein wenig Herz und Verstand lässt sich eini­ges davon ein­spa­ren. Dies hilft nicht nur unse­rem Klima, son­dern macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar.

Bis Ende September greift Gratistours.com sogar tief in die Tasche und ver­dop­pelt ein­ge­hende Spenden-Beträge:

Wenn Sie hel­fen möch­ten und auch etwas bewe­gen wol­len, spen­den Sie ein­fach das nächste Mal, wenn Sie eine Urlaubsreise online bei Gratistours buchen. Um den Start der Klasse Klima Initiative zu fei­ern, ver­dop­pelt Gratistours jede Spende noch bis zum 30. September 2007.

Bei den Energiespartipps für den Haushalten dürf­ten bereits umwelt­be­wusst lebende Nachhaltigkeits-Fans wenig Neues fin­den: keine Vorwäsche, kein elek­tri­scher Trockner, Energiesparlampen statt Glühbirnen und kur­zes Lüften statt gleich­zei­tig halb­of­fe­nes Fenster und voll auf­ge­drehte Heizung: man weiß es eh und hält sich hof­fent­lich auch daran. Geradezu rüh­rend in Zeiten eher zu– denn abneh­men­der Auto-Fetischisierung ist die fol­gende Formulierung zum Thema Nahverkehr:

Zu Fuß, mit dem Öffent­li­chen Nahverkehr oder mit dem Fahrrad: In der Stadt ist das Auto meist nicht wirk­lich schnel­ler — Staus und Parkplatzsuche links lie­gen zu las­sen, schont nicht nur das Klima, son­dern auch die Nerven.

Also die Wiener U-Bahn schont mei­ner Nerven gewiss nicht… und Fahrradfahren wär zwar viel lang­wei­li­ger, aber auch eine Latte siche­rer, wenn sich die Gemeinde Wien end­lich zu einem Radwegkonzept ent­schließt, anstatt immer neue Feigenblätter-Strecken gegen Einbahnen zu bauen, deren Spurbreite teils unter der eines durch­schnitt­li­chen City-Bike Lenkers liegt. Und so viele sinn­volle Einsparmöglichkeiten es für Hotels geben mag, der fol­gende Tipp scheint mir mehr skur­ril als effektiv:

Installieren Sie viel­leicht eine Eieruhr an der Wand der Duschen, damit die Gäste zeit– und kos­ten­spa­rend duschen.

Generell finde ich es erfreu­lich, dass sich ein Reiseunternehmen mit dem Thema Umwelt aus­ein­an­der­setzt — die Auflistung einer Reihe von Tipps aller­dings reicht da bei wei­tem nicht aus. In der Tourismusbranche sind die Margen klein und der Preiskampf ist ein erbit­ter­ter: ob Kunden zukünf­tig stär­ker auf nach­hal­tige tou­ris­ti­sche Konzepte set­zen, darf in Zeiten nach wie vor aus­ge­buch­ter Betonhotel-Burgen bezwei­felt wer­den. Jedenfalls posi­tiv, dass Gratistours.com das Thema aktiv bear­bei­tet — was mir auf der Seite aber abgeht, ist ein Userforum, in dem inter­es­sierte Daheimgebliebene und Verreiste die erwei­tern und eige­nen Energiespartipps aus­tau­schen kön­nen. In der jet­zi­gen Form bleibt die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com eine Online-Broschüre, die von den inter­ak­ti­ven Möglichkeiten des Netzes (noch) kei­nen Gebrauch macht.

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