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Teliad startet Partnerprogramm

18.09.2007, geschrieben von , 8 Kommentare

teliad Teliad startet PartnerprogrammTeliad, im jun­gen –Zweig “orga­ni­sier­ter Linkhandel” ver­gleichs­weise alt ein­ge­ses­sen, star­tet end­lich ein Affiliate Programm. Das freut mich nicht zuletzt des­halb, weil Teliad anders als Konkurrent Linklift keine php-Scripts ein­setzt: statt­des­sen wer­den die ver­mie­te­ten Links hän­disch ein­ge­pflegt — im Zweifelsfall immer noch die fle­xi­belste Methode.

Dass “orga­ni­sier­ter Linkhandel” ein wenig nach “orga­ni­sier­tem Verbrechen” klingt, fin­det eigent­lich nur Gugl: denn natür­lich möchte man sich den Pagerank– nicht zu Tode mani­pu­lie­ren las­sen. Andererseits, wie schon Kaiser Trajan Vespasian sagte: non olet. Mit ande­ren Worten: ver­mie­tete Links rie­chen nicht nur kei­nes­wegs stren­ger als ande­rer, son­dern las­sen sich, gut plat­ziert, gene­rell nicht von ökono­misch unmo­ti­vier­ten unterscheiden.

Mittlerweile hat aber wohl auch Big G ein­ge­se­hen, dass die Strickweise der eige­nen Seitenbewertung letzt­end­lich Hauptmotor des Linkhandelsmarktes ist — und man kann ja nicht jedes grö­ßere Blog aus dem Index schmei­ßen, also ver­bie­ten die AGBs inzwi­schen nur mehr “exzes­si­ven Linkhandel”. Und Cheftechnologe Matt Cutts ließ letz­tens auf einer Konferenz zum Erstaunen der anwe­sen­den SEOs ver­laut­ba­ren, dass er “spon­so­red Links” für ein legi­ti­mes Businessmodell zum Betrieb eines qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen the­ma­ti­schen Linkverzeichnisses halte — sein Originalposting zum Thema fin­det man übri­gens hier.

Die voll­mun­dige Ankündigung, dass man ab sofort streng gegen Mietlinks vor­ge­hen wolle, ver­setzte einige SEOs in Aufregung, aber auch diese Suppe wird bei wei­tem nicht so heiß geges­sen wie gekocht. Würde in der Tat alle ver­mie­te­ten Links erken­nen kön­nen (was so gut wie aus­ge­schlos­sen ist) und die Zielseiten abstra­fen, müsste man zukünf­tig nur mehr Links für die Konkurrenz mie­ten — black­hat at its best — it’s not gonna hap­pen. Und wer groß “Sponsored Links” über eine Liste von 100 Glücksspiel– und Pornoseiten schreibt, darf sich über all­fäl­lige Konsequenzen nicht wun­dern. Somit darf also neben Trajan Vespasian eine zweite Persönlichkeit der Geschichte zitiert wer­den, dies­mal kein Kaiser, son­dern ein Mediziner namens Paracelsus: “Alles ist Gift, es kommt nur auf die Dosis an.”

Der ame­ri­ka­ni­sche Platzhirsch Text-Link-Ads dient Linklift als Vorbild, Teliad funk­tio­niert anders: nach dem Anlegen eines Seitenprofils mit den übli­chen Parametern (Pagerank muss min­des­tens 3 betra­gen, Beschreibung, Anzahl der Seiten, auf denen der Backlink geschal­ten wird), bestimmt der selbst den Preis, um den er einen Backlink ver­mie­ten will. Anhand der beste­hen­den Angebote kann man sich rasch ori­en­tie­ren — mir gefällt die Teliad-Variante weit bes­ser als Linklift, wo der Preis vom System nach für mich reich­lich undurch­schau­ba­ren Kriterien fest­ge­legt wird. Über Kundenanfragen infor­miert eine E-Mail, akzep­tiert der den Link, so war­tet Teliad ab, bis der Auftraggeber bezahlt und ver­stän­digt den Seitenbetreiber erneut. Sobald der Link online ist, beginnt der Abrechnungszeitraum von einem Monat. Kündigen weder Hoster noch Mieter, ver­län­gert sich die Frist um ein wei­te­res Monat.

teliad2 Teliad startet Partnerprogramm

 

Natürlich über­prüft Teliad regel­mä­ßig die Setzung der bestell­ten Links, den Verzicht auf Plugin und Bewertung durch einen Algorithmus finde ich beson­ders gelun­gen: Marktplätze gehor­chen nun mal nicht irgend­wel­chen Formen, son­dern ein­zig und allein dem Gesetz von Angebot und Nachfrage: in die­sem Sinne han­delt es sich also um den ein­zi­gen “ech­ten” Basar. Die Einsparungen im Bereich ohne­hin eher läs­ti­ger als nütz­li­cher Scripts gibt Teliad dafür lobens­wer­ter­weise an die KundInnen wei­ter: kon­kur­renz­los nied­rige 20% beträgt die Provision, die der Marktplatzbetreiber für sich selbst aufschlägt.

Einziger Minuspunkt war das bis­lang schmerz­lich ver­misste Affiliate-Programm, doch der ist nun beho­ben — lei­der aller­dings gibt’s weder lebens­lange noch 12-Monats Beteiligung, son­dern bloß eine Fixsumme pro neuem Kunden:

Für jeden erfolg­reich ver­mit­tel­ten Neukunden erhal­ten Sie eine Provision in Höhe von 10 Euro. Voraussetzung ist ledig­lich, dass der Neukunde inner­halb der ers­ten bei­den Monate nach der
Registrierung einen Umsatz von 10 Euro tätigt.

Trotzdem eine erfreu­li­che Ergänzung im Werbeportfolio affiliate-affiner Webmaster! Wer mit­ma­chen möchte, benö­tigt kein Zanox Konto oder der­glei­chen, das wird vom Betreiber direkt abge­wi­ckelt. Eine umfang­rei­che Auswahl an gra­fi­schen Werbemitteln steht auf den neuen Affiliate-Seiten zu Verfügung.

Fazit: mit dem neuen Affiliate Programm erwei­tert Teliad die Verdienstmöglichkeiten sei­ner Plattform auch für Webmaster, die (noch) keine Pagerank 3 Seite besit­zen. Jedenfalls ein guter Affiliate-Tipp für alle –Blogger!

Teliad

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Bisher haben meine Lieblingsleser 8 Kommentare zu "Teliad startet Partnerprogramm" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • Mirko Identicon Icon

    Hallo,

    ein sehr schö­ner Artikel. Da ich heute nach Anbietern neben Linklift recha­chiert habe, habe ich direkt 2 neue Adressen

    Danke!

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 20. September 2007 um 17:17

    Ich bin wie gesagt von Teliad sehr ange­tan — strai­gh­tes System, gutes Inventar. Kann ich echt nur empfehlen.

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  • Mathias Identicon Icon

    als alter latei­ner muss ich doch glatt eine anmer­kung machen: es war ves­pa­sian, der die­sen satz sagte und voll­stän­dig war es “pecu­nia non olet” und bedeu­tet “geld stinkt nicht”. diese aus­sage beruht auf der son­der­steuer für öffent­li­che toi­let­ten­gänge im alten rom.
    ganz neben­bei: gut geschrie­be­ner arti­kel :wink:

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 21. September 2007 um 13:43

    Oi… pein­lich. Wo ich doch sel­ber sechs Jahre lang mit Abla-, Vokativ und Co. gequält wurde… danke für den Hinweis!

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  • Pantha Identicon Icon

    Netter Bericht, danke für die Aufklärung über die Angebot.
    Bei Teliad mit dem selbst zu nen­nen­den Preis für die Links find ich es ziem­lich schwer. Bei ner Seite mit PR3… wie soll man da ein­schät­zen wie hoch man da mit dem Preis gehen kann? Am Ende ist man dann deut­lich unter Wert.
    Und wie sieht das da mit Entwicklung aus: wenn die Seite im PG steigt, kann man dann auch die Preise erhö­hen ohne die Seite neu “anmel­den” zu müs­sen?
    Habt ihr da ein paar Infos?

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 29. September 2007 um 14:51

    Du kannst den Preis der Seite jeder­zeit völ­lig frei so ändern, wie willst. Das berührt aber nicht lau­fende Buchungen — für die gilt der Preis ab Buchung für das jeweils lau­fende Abrechnungsmonat.

    Ich denke, dass bei LL viel eher eine große Zahl von Seiten unter Wert ver­kauft wird… eine gene­relle Einschätzung bei einer PR3 Seite ist schwie­rig, weil der eigent­li­che Linkwert ja von vie­len wei­te­ren Faktoren abhängt… aber ich denk mal, dass irgend­was zwi­schen 5 und 10 Euro ein erziel­ba­rer Preis wären.

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  • Pantha Identicon Icon

    Alles klar.
    Da kommt mir noch­was in den Sinn:
    bei Teliad wird expli­ziet auf die 20% Provision hin­ge­wie­sen, wie ist das eigent­lich bei Linklift? Dort hab ich bis­her nichts dazu gefun­den, irgend­wie wer­den die sich ihren Dienst ja auch ver­gü­ten las­sen.
    Teliad hat das ja wenigs­tens öffent­lich über­all benannt…

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 29. September 2007 um 21:11

    Bei Teliad trägst du den Netto-Preis an, auf den dann noch die 25% Provision drauf­ge­schla­gen wer­den. LL dage­gen zeigt dir den Bruttopreis an, von dem dann noch die Provision (ich glaub, 30%, bin mir aber nicht 100pro sicher) abge­zo­gen wird von dei­ner Auszahlungsnummer.
    Mir ist Teliad der­zeit sym­pa­thi­scher als LL… bin gespannt, wie sich die bei­den Marktplätze weiterentwickeln.

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