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Subvertandprofit.com manipuliert wieder

subvertandprofitEiner der längsten Serverumzüge ging heute zu Ende: die Social Media Manipulations-Plattform Subvertandprofit.com (siehe auch: Social Media als Geldquelle), hat ihren Betrieb nach über einem Monat wieder aufgenommen. Seit vergangenem können Auftraggeber wieder Kampagnen anlegen und die sogenannten Agents mit Digg- und Stumble-Votes ein paar Cent verdienen.

Subvertandprofit macht sich die Überschaubarkeit der Social Media Portale zu Nutze: selbst bei Digg, dem größten us-amerikanischen IT-News Aggregator, reichen rund 100 Stimmen locker aus, um für einen Tag lang die Startseite zu erreichen. Einen Dollar verlangen die Betreiber pro eingekaufter Stimme.

Wer sich auf der Plattform als Agent registriert, erhält regelmäßig Aufträge via E-Mail. Pro derartigem Task muss für vier bis fünf Stories gevotet werden, eine solche Runde zahlt 50 Cent an Provision. Um die manipulativen Absichten besser zu verschleiern, kombiniert s&v die bezahlte Stimme mit Zufallsstories – meistens ist allerdings recht klar ersichtlich, für welchen Beitrag bezahlt wurde.

Reich wird damit wohl niemand, trotzdem gefällt mir die Idee grundsätzlich sehr gut, da sie deutlicher als jede unter dem Wahrnehmungsradar dahinfliegende Viral-Kampagne klar macht, wie leicht sich jene Strukturen, die Apologeten des Crowdsourcing zu Unrecht als legitime Nachfolger redaktioneller Filterung betrachten, eigentlich manipulieren lassen: marktgetriebene Subversion, ein durchwegs neues Web 2.0 Phänomen!

Die Aktionen der Blogpiraten funktionieren nach ganz ähnlichem Muster, mit einem beträchtlichen Unterschied: wir verdienen nix an den Votes, sondern ziehen unsere Voting-Runden einfach nur aus Spaß an der Sache durch – teilnehmende Feldforschung in Sachen Social Media Manipulation, sozusagen. Trotzdem tippe ich stark darauf, dass früher oder später der ersten Subvertandprofit.com Klon für den deutschsprachigen Markt auftaucht: Yigg, Webnews und Mister Wong wären jedenfalls lohnende Ziele – die Applikation selbst ist vergleichsweise simpel gestrickt. Eine einfache Auftragsverwaltung, ein De-Referrer hier, ein Abfragescript dort, und fertig wär manipulierenundprofitieren.de…

Subvertandprofit.com – zur Registrierung

5 comments
ritchie
ritchie

Ich denke, dass die Zahl der User erst größer werden muss, bevor das wirklich interessant wird. Aber das könnte recht rasch passieren.

Markus
Markus

Bei einem deutschen Klon für sowas stell ich mir die Frage: Würde das überhaupt jemand bezahlen? - Bei Yigg würde ja dann zum Beispiel einmal Startseite um die 10€ kosten (wenn man die S&P Preis übernimmt). Die Besucher die man dann bekommt sind in meinen Augen keine 10€ Wert, muss man schon auf ein paar Backlinks hoffen, die man ja nicht unbedingt garantieren kann.

Markus Huszar
Markus Huszar

Wieso veschleierst du den Affili-Link? Glaubst, dass dann weniger Leute drauf klicken? :wink: