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Google und die Mozilla Foundation

03.11.2007, geschrieben von , 3 Kommentare

Zu mei­nem Beitrag übers PR Update hat Rim einen span­nen­den Kommentar hin­ter­las­sen: warum nicht Google via –Standard-Adblocker abstra­fen? Ganz ein­fach weil das große G Mozilla längst nach der “römi­schen Methode” in der Tasche hat.

Also “divide et impera”, oder anders: wen man nicht schnup­fen kann, den befreun­det man eben mone­tär. Ich bin ja völ­lig Rims Meinung, der schreibt:

Meine Empfehlung ist, dass wir mal g**gel etwas abstra­fen, indem bei Firefox das AddOn Adblock Plus auto­ma­tisch inte­griert ist — so wird weder AdSense noch AdWords ange­zeigt — die Seiten laden sich viel schnel­ler — und g**gle ver­dient nichts mehr..

Aber genau das wird mit Sicherheit nicht pas­sie­ren, wie Jeremy erklärt:

Google makes a phil­an­thro­pic dona­tion to Mozilla for 200+ mil­lion dol­lars. Googles “dona­tion” to Mozilla actually accounts for 80 – 90% of THE TOTAL AMOUNT OF MOZILLA’S fun­ding (depen­ding on what report you read).
So what does Google get for this phil­an­thro­pic gesture? Well not­hing “offi­ci­ally”. I have made the claim that the rea­son Google is the default search engine on Firefox is because Google is fun­ding them so much but Firefox deve­l­o­pers com­men­ted on my post say­ing they only use Google because “its what the users want”. I am sure they would switch to “if the users wan­ted it”. Regardless of ’s zero dona­tion to Mozilla com­pa­red to Googles 200m+… ya right.

Das trifft den Nagel auf den Kopf: Google ist eine Werbecompany, die alles tut, um ihre Umsätze zu ver­grö­ßern. Die Suche ist dabei keine Mission, son­dern erfor­der­li­ches (aber manch­mal eben durch­wegs läs­ti­ges) Mittel zum Zweck. Max’ bringt des Pudels Kern noch deut­li­cher zum Vorschein:

Google hat es geschafft, in den Köpfen der Menschen als “die Guten” zu gel­ten. Jeder ver­gisst, dass Google ein sehr kom­mer­zi­ell den­ken­des Unternehmen ist und dass Einnahmen das wich­tigste sind. Deswegen wird alles gemacht, um diese zu opti­mie­ren. Dieses Prinzip wurde so per­fek­tio­niert, dass im Moment Google bestim­men kann, wer wich­tig ist, was wich­tig ist, wo Wichtiges anzu­tref­fen ist etc. […] Und das obwohl Google genau von dem Phänomen lebt, für das jetzt andere Webseiten bestraft wur­den: vom Verkauf von auf Seiten, deren Inhalt nicht von Google ist. Alle Contentproduzenten sind somit MitarbeiterInnen von Google, wobei Google jeder­zeit das “Gehalt” bestim­men kann, die Verträge ändern kann oder kün­di­gen — und es gibt kei­nen Rechtsschutz.

An die Adblocker-Sache hab ich auch schon öfter gedacht, aber wie erwähnt war Big G da defi­ni­tiv smart genug, sich recht­zei­tig bei FF “ein­zu­kau­fen”. Einzige Exit–: alter­na­tive –Quellen fin­den… aber genau hier beißt sich der Monopolist in den eige­nen Schwanz, und es tut ihm nicht mal weh: es macht ihn bloß rei­cher. Und solange sich das Gros der (teils auch noch freu­dig) vor­schrei­ben lässt, wie Online-Einkommensmodelle zu funk­tio­nie­ren haben, hat G wei­ter­hin leich­tes Spiel.

Keine ähnli­chen Beiträge.


Bisher haben meine Lieblingsleser 3 Kommentare zu "Google und die Mozilla Foundation" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • SEO Expert Blog Identicon Icon

    Der letzte Satz ist die Crux. Webmaster, die zurecht nicht von Googles Geschäftsmethoden begeis­tert sind, müs­sen auch kon­se­quent sein und GoogleAds von ihren Sites neh­men sowie keine AdWords mehr kau­fen.
    Auch der Verzicht auf Dienste wie Analytics etc. ist ange­bracht und die Google-Toolbar sollte man kei­nes­falls benutzen.

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  • ritchie Identicon Icon
    ritchie sagte am 3. November 2007 um 13:33

    Prinzipiell ganz dei­ner Meinung — zu Analytics gibt’s ja auch sehr brauch­bare Alternativen (bin mitt­ler­weile eine gro­ßer Clicky-Fan), und für die Google-Toolbar gibt’s spe­zi­ell unter FF mehr als brauch­ba­ren Ersatz. Schwierig wird’s bei den Zusatz-Services, da zuneh­mend mehr Leute Google Docs ver­wen­den — und bei den Webmaster Tools.

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  • stefan Identicon Icon

    Und dann rollt google auch noch auf allen ande­ren Fronten an: Kostenlose Software fürs Homeoffice, Navigation, Karten etc. und es gibt so viele naive Leute, die das vor­be­halt­los ein­fach nut­zen (wollen) …

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