2008 – Das Jahr des Frosches

Sie leben amphibisch, fühlen sich also im Wasser so zuhause wie am Land. Viele von ihnen sind grün, aber manche bevorzugen durchwegs auch schrillere Farben. Den ganz und gar nicht „gemeinen“ Laubfrosch kennt hierzulande wohl jede/r, aber zuhause sind die Tiere des Jahres auf der ganzen Welt.

Initiiert wurde das Jahr des Frosches von der amphibian ark, einer Organisation, die sich dem Artenschutz verschrieben hat:

Das Hauptziel der Kampagne wird sein, das Bewusstsein und das Verständnis der Öffentlichkeit für die Amphibienaussterbekrise, die die größte Herausforderung im Artenschutz in der Geschichte der Menschheit repräsentiert, zu wecken. […] Alle diese Aktivitäten werden die Nachhaltigkeit der Überlebenspopulationen von Amphibien sichern durch Bildung eines Geldfonds für die Naturschutzarbeit für die Zeit nach 2008.

Der Gedanke des Artenschutzes geht natürlich davon aus, dass jede Art für immer Überleben muss; auch wenn die Evolution einen deutlich anderen Plan zu haben scheint, so kann aber ein wenig Freundlichkeit gegenüber den Fröschen keineswegs schaden, sind sie doch immerhin meiner Ansicht nach so etwas wie die Hunde unter den Wildtieren – im Hinblick auf ihr komödiantisches Talent.

Im Naturschutzgebiet Lobau, wo ich im Sommer häufig schwimmen gehe, leben unglaublich viele Frösche, und wenn man lange genug ruhig daliegt, dann traut sich sogar ab und an mal einer, auf den Oberschenkel zu hüpfen und dort ein Weilchen sitzen zu bleiben – natürlich mit großen Augen und scheinbar ausgesprochen neugierig. Sie merken vermutlich: ich mag Frösche sehr gern. Damit bin ich allerdings nicht allein, in Osttiroler etwa helfen jedes Jahr Freiwillige beim Anlegen von Froschtunnels bzw. werden die Tiere über die Bundesstraße getragen – denn mit der Verkehrserziehung hapert’s bei den Fröschlein ganz gewaltig.

In diesem Sinne also herzliche Gratulation; und ich freu mich schon wieder auf zahlreiche Begegnungen mit dem Tier des Jahres; hoffentlich werden die Lobau-Frösche nicht allzu arrogant ob des ehrenvollen Titels.

3 comments
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Ich würd den Burschen rechts außen adoptieren, der schaut aus wie ein treues Haustier :cool:

Die große Vorsitzende
Die große Vorsitzende

Man muss ja nicht gleich Frösche küssen gehen. Aber wenn während der Krötenwanderungen (ich hoffe doch, die sind bei der Aktion auch mit gemeint) im Frühling gerade viele Kröten Straßen überqueren, könnten Autofahrer auch mal vorsichtig fahren. Schon das würde viele Amphibien-Leben retten - und den Überlebenden ermöglichen, für weitere Amphibien zu sorgen.