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Die Kolumne #83 (Jänner 2008)

30.01.2008, geschrieben von , 7 Kommentare

Diesmal: Das Analphabet der Schieferplatten, heute: A-Z [spe­cial edi­tion]
“In der Kürze liegt die Unterwerfung des Arbeiters unter den Großkopferten,” dachte sich und über­schrieb sein gesam­tes Kapital einem lin­ken Verleger. Nur um in den hek­ti­schen Tagen vor von zwei Wortwiederholungen in der Redaktion förm­lich über­fal­len zu wer­den!

“Es bleibt kaum Raum für Wortwiederholungen, der durch­schnitt­li­che Zeitungsartikel wurde in den letz­ten 42 Jahren um 42 Zentimeter kür­zer, halt­ba­rer oder halb­ga­rer”, aller­dings könnte es sich auch um einen der alt­chi­ne­si­schen Über­set­zer han­deln, hatte man uns sei­ner­zeit im Studium noch ein­ge­paukt. “Unter den rhe­to­ri­schen Stilmitteln ent­spricht die absicht­li­che mehr und mehr einem spe­zi­el­len Analverkehrs-Gleitmittel mit Capsaicin: Selbstbestrafung syn­chron zum Reiz des Verbotenen, und medi­zi­nisch betrach­tet ob der Chili-Placebo Wirkung völ­lig harm­los. Besinnlichkeit, hoher Flutschfaktor und inte­grier­tes schlech­tes Gewissen in einer harm­lo­sen klei­nen Dosis.” “Ach hör mir doch auf mit der alten katho­li­schen Selbstgeißelungs-Leier! Du glaubst wohl, Angehörige scha­ma­ni­scher Stammesreligiönen ken­nen keine Guilt?” ant­wor­tete mein digi­ta­ler Assistent. “Nein, tut ihr nicht,” erwi­derte mein Widersacher um die­sen gut­be­zahl­ten Innen-Minister-Job in einem der unpo­pu­lä­re­ren euro­päi­schen Randländer, wor­auf ich nur noch sagen konnte: “Fühlen sich Buddhisten denn nicht auch höl­lisch schul­dig, wenn sie wegen ihrer Weihnachtseinkäufe die und den ver­nach­läs­si­gen? Und die Wortwiederholung?” Aber wenn ich sage, das trug sich alles so zu! Lange bevor Daniela Zeller das berühmte zwi­schen und André Heller mode­rierte und weite Teile des Feuilletons im Spätabendprogramm in sich selbst kol­la­bier­ten. Da kann ja kein Platz blei­ben für Wortwiederholungen, schimpfte Marx sei­ner­zeit zu Recht.

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