datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
 
meshed #1 Wolfgang Bscheid andalusien-2009-167 bcvie09-44_0 Andreas Klinger mit selbst designtem Kopftuch bei der Mode-Session.
datenschmutz RSS Feed
873 zufriedene Leser
RSS jetzt abonnieren
Twitter
38011 Followers
auf Twitter folgen
datenschmutz Adventkalender: jeden Tag 1 Stofftier zu gewinnen!

Back to London! Ein Kurzreisebericht mit Fotos.

12.02.2008, geschrieben von , 4 Kommentare

In der bri­ti­schen Hauptstadt war ich schon des Öfte­ren — beim Sprachurlaub, dann noch­mal in der Oberstufe, spä­ter ein­fach so… und in der Stadt der Bobbys und vie­len U-Bahn-Stationen hab ich mich immer sehr wohl gefühlt. Aber der letzte Aufenthalt war auch schon wie­der knapp zehn Jahre her, daher war ich very amu­sed, dass wir letzte Woche ein fat­foo­goo–Date mit unse­rer zukünf­ti­gen eng­li­schen Werbeagentur hat­ten und Tom und ich zwei Tage dran­hän­gen konnten.

Die klas­si­schen Sightseeing-Stationen hat­ten wir beide schon längst wäh­rend frü­he­rer Aufenthalte abge­hakt, dies­be­züg­li­che Ambitionen lagen also von Beginn an unter­halb der Messgenauigkeitsschwelle. Beim Workshop am Donnerstag stellte sich her­aus, dass MJ, Geschäftsführer unse­rer Agentur, jah­re­lang bei Pirate auf­ge­legt hatte — wie schon mal erwähnt: Legenden ster­ben eben nicht im Bett elk Back to London! Ein Kurzreisebericht mit Fotos. Nach der Arbeit dinier­ten wir im Blue Elephant her­vor­ra­gen­des Thai-Food, das aller­dings wider anders­lau­ten­der Beteuerungen der Karte recht mild aus­fiel, nicht nur für meine Chili-gestählten Geschmacksknospen. Das hielt uns aber alle ganz und gar nicht vom Bier– (bzw. mich vom Cidertrinken) ab… im Pub um die Ecke stand Socializing mit Kiwis am Plan, am Heimweg schau­ten Tom und ich dann noch beim End vor­bei, aller­dings war am Donnerstag grade Schwulenparty am Programm, die Uhrzeit bereits vor­ge­rückt und wir beschlos­sen ein­stim­mig, man­gels noch offe­ner Pubs die Very-Late-Night Action auf die kom­mende Nacht zu verschieben.

Das Hotel, in dem wir wohn­ten, von Tom auf­grund vor­jäh­ri­ger posi­ti­ver Erfahrung gebucht, (“Hotel Europa”) liegt sehr zen­tral direkt zwi­schen den Underground Stations Russell Square und Holborn — für Londoner Verhältnisse sehr güns­tig — bei tol­ler Lage und sehr sau­be­ren Zimmern. Allerdings wur­den wir am nächs­ten Vormittag frü­her als gewünscht von einer hart­nä­cki­gen Kreissäge geweckt — zwar nicht von einem psy­cho­pa­thi­schen Killer, son­dern nur von Handwerkern im Zimmer über uns. Immerhin kamen wir frü­her als geplant bei den an, von denen ein beträcht­li­cher Teil tra­gi­scher­weise einen Tag spä­ter einem Großfeuer zum Opfer fiel. Extrem schade — die Ansammlung aus klei­nen und grö­ße­ren Märkten, frea­ki­gen Platten-, Mode– und Postershops gehört zu den char­man­tes­ten Einkaufsumgebungen, in denen ich je geshoppt habe. So gestrie­gelt, unat­trak­tiv und kon­sum­hem­mend Großkaufhäuser wie das KDW in Wien Berlin auf mich wir­ken, so sym­pa­thisch finde ich die typisch bri­ti­sche Mischung aus Hippie-Flair, (Pop)Art-Szene und Beislkultur, die die­ses Viertel prägt. Wir ver­brach­ten dann auch den gan­zen Tag dort und ein­mal mehr zeigte sich, dass der schlechte Ruf des bri­ti­schen Essens für ganz und gar nicht gilt, wenn auch nur dank der vie­len Zuag’rasten: das asia­ti­sche Take-Away Food aus den Cookshops war ein abso­lu­tes kuli­na­ri­sches Highlight… da kann in Wien ganz und gar nicht mithalten.

Am Abend waren wir beide ziem­lich beein­druckt von der unglaub­lich leucht­star­ken und rie­si­gen Flatscreen-Reklame am Picadilly-Square, die mitt­ler­weile die klas­si­schen Leuchtschriften durch Animationen ersetzt hat. Welcome to the world of tomor­row! Pubsperrstunde ist bekannt­lich um elf, als gerade die rich­tige Zeit, um Richtung Fabric zu mar­schie­ren — ich wollte den berühm­tes­ten aller DnB-Clubs end­lich mal live sehen. Die 1 1/2 Stunden-Schlange am Eingang reichte bis zum nächs­ten Häuserblock und hätte uns an sich effek­tiv von unse­rem Plan abge­hal­ten, aber Tom gelang ein unglaub­li­cher Social Hacking Stunt, der extrem alt aus­se­hen lässt: in weni­ger als einer Minuten über­zeugte er den vor­ders­ten Türsteher, dass wir bereits ange­stan­den waren — und Tom muss ver­dammt über­zeu­gend geklun­gen haben, denn zwei Minuten spä­ter waren wir drin. Ich hatte vor­her eine Menge Bullshit gehört von wegen “extrem teure Clubeintritte von 30 Pfund” — Blödsinn, die woll­ten 14 Pfund von uns, und dafür gab’s ein Line-Up, das in Wien für 10 Partys rei­chen würde: DJ Craze prä­sen­tierte am Hip Hop Floor sein neues Album, Adam F, Pendulum und diverse andere DnB Big-Names beschall­ten den Mainfloor und dann gab’s noch diverse Broken Beat und Trip Hop Schmankerl am drit­ten Floor. Dennoch waren ich wenig ange­tan von den extrem beeng­ten Platzverhältnissen am Floor — 1/3 weni­ger Leute, und es hätte eine okaye sein kön­nen… außer­dem nervt die Inkompatibilität von Rauchen und Trinken — dass man zum Nikotin-Inhalieren ins Freie muss, geht ja grade noch, aber dass man dort ande­rer­seits sein Bier nicht mit­neh­men darf, nervt dann dop­pelt. Nett war die Lasershow am Mainfloor, Anlagen-technisch hätt ich mir aller­dings bes­se­res erwar­tet: viele Höhen und Mitten, ver­gleichs­weise wenig Bass… aber da bin ich wohl von jah­re­lan­gen Flex-Besuchen sehr verwöhnt.

Spät wurde es dann trotz­dem, und am letz­ten Tag stan­den dann bezie­hungs­weise Little Chinatown am Programm: die Chinesen fei­ern ja gerade ihren Jahreswechsel, über­all hin­gen rote Lampions und ich konnte nicht umhin, mir trotz Katerkopfweh eine die­ser Glücksbringer-Minitrommeln zu kau­fen. Der Tag ver­ging viel zu schnell, dank einer unter­bro­che­nen U-Bahnlinie und einer absur­den Zeitverzögerung trotz kur­zer Schlange beim Security-Check schaff­ten wir’s grade noch recht­zei­tig in den Flieger; für ein Abendessen blieb keine Zeit, herz­li­chen Dank daher an die­ser Stelle noch­mal an die sehr nette Stewardess von Austrian Airlines, die uns beide mit einer Zusatzportion Do&Co-Tortellini vor dem Mid-Air-Verhungern bewahrte! Fazit des Kurztrips: ich will mög­lichst bald wie­der mög­lichst lange nach London; die Stadt rockt, außer­dem muss man dort nie­man­den, mit dem man quatscht, fra­gen: “Sorry, do you speak English?” Einziger Nachteil: der Pfundkurs haut ganz ordent­lich rein… das Preisniveau ist lei­der locker 1 1/2 Mal so hoch wie hier­zu­lande. Aber Tom und ich spa­ren schon auf die nächste Londonreise, vor­her ist aller­dings ein ver­län­ger­tes Wochenende in Amsterdam am Plan — und zwar mit voll auf­ge­la­de­nem Digicam-Akku.

Keine ähnli­chen Beiträge.


Bisher haben meine Lieblingsleser 4 Kommentare zu "Back to London! Ein Kurzreisebericht mit Fotos." geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
Kommentar schreiben

:frog: :frog2: :frog3: :frog5: :frog6: :dirtfrog: :frog4: :frog4o: :frog7: :artfrog: :darkfrog: :elkfrog: :frogface: :frogonleaf: :leefrog: :littlefrog: :princefrog: :coolfrog: :coolfrogjump: :mrt: :smoking666: :borg: :ninja: :satan: :saint: :elvis: :king: :pimp: :pirat: :mrdj: :elk: :cool: :geek: :weird: :mad: :sad: :-? :shock: :anonym: :angel: :kiss: :love2: :coffee2: :white2: :dog: :cat: :ccocktail: :beer: :thumbdown: :thumbup:

0 Track- und Pingbacks zu diesem Beitrag

  • Ping me, please! Einfach /trackback/ an die URL anhängen.
?
datenschmutz.tribe
         Login | Registrieren
via RSS Feed datenschmutz RSS Feed
als Newsletter
aweber
AlbanianArabicBasqueBelarusianBulgarianCatalanChinese (Simplified)CroatianCzechDanishDutchEnglishFrenchGermanItalianPortugueseRussianSpanish
datenschmutz q+a
Stellen Sie mir Ihre Frage zu Social Marketing, Blogging und Co. — ich ant­worte dem­nächst hier am Blog.
Neueste Beiträge