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Blogistan Panoptikum KW07 2008

17.02.2008, geschrieben von Ritchie Blogfried Pettauer, Keine Kommentare

Jürgen hat den ers­ten Googlehupf Öster­reichs gefun­den, Seth Godin phi­lo­so­phiere unter dem Titel “Nickel and diming” über zwei grund­ver­schie­dene All-Inclusive Strategien und Pete kennt die letz­ten Neuigkeiten zum Ende des Drehbuchautoren-Streiks (Yippie! Neue 30 Rocks und Earls in Kürze!) Was für eine actionrei­che Woche :mrgreen:

Photoshop-Artworks

Sometimes they can be funny, some­ti­mes thought pro­vo­king, other times they just mess with your mind. They’ll always take your breath away though and make you won­der at the skills of the people that crea­ted them.

So heißt’s auf Vertustech, und die­ser Ansage kann man sich nach ein­ge­hen­der Betrachtung die­ser Photoshop-Meisterwerke nur unein­ge­schränkt anschlie­ßen. Ebenfalls optisch beein­dru­ckend: die­ser HD-Zeitraffer zum Thema 24 Stunden San Francisco.

über den Begriff “Kommunikation”

Auf ORF Science hat ver­gan­gene Woche einen klei­nen Vorgeschmack auf sein im April neu erschei­nen­des Buch “Medien und Kommunikation” (UTB) ver­öf­fent­licht: Sein Gastbeitrag in der Serie “Sprechen Sie Wissenschaft?” befasst sich mit der stei­len Karriere des Begriffs Kommunikation im 20. Jahrhundert:

Als Ersatz für das nach 1945 ver­brämte Wort “Propaganda” avan­cierte der Ausdruck inner­halb weni­ger Jahrzehnte zu einem der 100 prä­gen­den Begriffe des 20. Jahrhunderts, an den ebenso prä­gende Begriffe wie “Medium” und “Information” anknüpfen.

Wolfgang Langenbucher als Blogger

Vor über 10 Jahren saß ich Prof. Wolfgang Langenbuchers Einführungsvorlesung in die Kommunikationswissenschaft — dass der ehe­ma­lige Vorstand des Wiener IPK mal begin­nen würde zu blog­gen, hätte ich nicht ver­mu­tet. Und sei­ner Argumentation in punkto Zusammenarbeit von WAZ und öffentlich-rechtlichem Rundfunk kann man kaum wider­spre­chen — han­delt es sich doch um eine spitz­zün­gig for­mu­lierte und hoch­gra­dig berech­tigte Kritik:

Man muss das drei­mal lesen, um es zu glau­ben und in sei­nen Dimensionen rich­tig zu gewich­ten: Die WAZ, die­ser kapi­ta­lis­ti­sche Zeitungskonzern, u.a. mit der Wiener Krone im Paket — eine Zierde der Qualitätspresse! Die gebüh­ren­fi­nan­zierte größte und drum reichste Landesrundfunkanstalt der Republik ent­deckt nach Jahrzehnten schärfs­ter Systemkonkurrenz wun­der­ba­rer­weise so inten­sive Gemeinsamkeiten, dass man die digi­tale Welt nun mit­ein­an­der gestal­ten will, ja muss. Und der Herr Ministerpräsident wird bei einer Pressekonferenz in ein paar Wochen — wenn cle­vere Juristen und bilanz­be­ses­sene Betriebswirte alles längst unter Dach und Fach gebracht haben — sei­nen Segen dazu geben. Beide mäch­ti­gen Medienakteure wer­den ihm diese Großmut dan­ken; ganz gewiss, denn dafür gibt es täg­lich genug ganz prak­ti­sche Möglichkeiten.

Statistik über US-Blogger

Das Womma Blog weiß alles über den ame­ri­ka­ni­schen Durchschnittsblogger:

According to rese­arch from WOMMA mem­ber com­pany BIGresearch, of the 26% of U.S. users who blog, 53.7% are male, 44.7% are mar­ried, they bring in slightly less income than the aver­age adult, and are slightly more edu­ca­ted than aver­age. Bloggers are also youn­ger, with an aver­age age of 37.6 com­pa­red to 44.8 — which is the aver­age age of the rest of U.S. adult population.

Ob sel­bi­ger in Europa wohl auch weni­ger ver­dient als der Durchschnittsbürger? Wir wer­den es nie erfah­ren :-)

Eine Strom unwahr­schein­li­cher Bilder

Auf Gert Lovinks Blog gibt’s eine inter­es­sante Zusammenfassung von Frank Hartmanns Vortrag am Einstein Potsdam, Zitat:

Media, so Vilém Flusser, are a “con­ti­nuous stream of unli­kely images.” What is the use, so Hartmann, to deconstruct the tech­ni­cal media with a deter­mi­nistic method a la Friedrich Kittler if we insist on illu­sion. Freedom is the free­dom to object audi­ence rating. Media art and media activism could show us help us in this effort to for­mu­late media cri­ti­cism. The pro­blem that we face is the real, the hyper-real cha­rac­ter of the tele­vi­sual image. The impos­si­bi­lity to dis­tin­gu­ish bet­ween Sein (being) and Schein (illu­sion). There is a plea­sure, so Hartmann, to appear as a phan­tom, and intel­lec­tual are cal­led upon to ack­now­ledge their plea­sure in media appearan­ces so that we can come to a second-order media critique.

Ansonsten bleibt nur anzu­mer­ken, dass die Woche mal wie­der rasend schnell ver­gan­gen und das Mauracher Gewinnspiel zu Ende ist. Ich wünsch allen ds-LeserInnen einen schö­nen Restsonntag — ich werd mich wei­ter mei­nen –Experimenten wid­men und viel­leicht mei­nen WoW Char ein biss­chen hoch­le­veln; bis morgen!

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