d-news Kolumne: Plattform für österreichische CC-Musik

sraHeute Abend präsentiert die Ideenschmiede fm5 im Rahmen des Club Orange das erste österreichische Creative Commons Konzert. Mit der Plattform nolabel werden österreichische KünstlerInnen ohne klassischen Vertreib unterstützt – das Projekt wird nun ergänzt durch Orangemusic.at, eine umfangreiche Datenbank von Musikern, die ihre Werke unter der Creative Commons Lizenz veröffentlichen.

Live zu sehen sind heute Abend die Elektro-Punk-Band Dirge, die Wiener alternative Rock-Popper Cornflex und für elektronisch angehauchten Pop sind die Söhne der Liebe zuständig. Alle drei Bands sind bei nolabel “gesigned”, wobei dieser Ausdruck im Zeitalter der freien Lizenzen eine ganz neue Bedeutungsdimension erhält: denn die CC-Lizenzen zielen nicht in erster Linie auf die Erzielung von Einkommen ab, sondern auf die Kontrolle über das eigenen kulturelle Schaffen.

Die umfangreiche Orangemusic-Datenbank listet ausschließlich Werke, die unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht werden und bietet neben der normalen Suche auch die Funktion, Bands in geographischer Nähe zu finden. Regelmäßige Berichterstattung, ein RSS-Feed mit aktuellen Events und ein Radiostream, der sich aus den veröffentlichten Nummern speist, ergänzen das Portfolio.

Wer bisher noch nie mit CC-Lizenzen zu tun hatte und mit den klassischen Vertriebswegen unzufrieden ist, findet auf Orangemusic weiterführende Informationen zur Verwendung der Musterverträge im Musikbereich – CC beschränkt sich allerdings nicht auf akustisches Kulturschaffen, sondern lässt sich grundsätzlich auf jede Art von immateriellem Eigentum anwenden:

Creative Commons (CC) ist zunächst einmal eine gemeinnützige Gesellschaft, die Lizenzverträge anbietet und mittels derer es content-generierenden Personen möglich ist die Verwertungsform ihres geistigen Eigentums selbst zu bestimmen. Der Autor bestimmt also selbst den Grad der öffentlichen Nutzungsrechte an seinem Werk.

Ob heute Abend im B72 oder virtuell und online: Orangemusic hat auf jeden Fall Support verdient, denn es wird höchste Zeit, dass die Künstler selbst die Verfügungsgewalt über ihre eigenen Werke erhalten!

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