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Ein-Kommen (und –Gehen) mit Blogs

19.02.2008, geschrieben von , 10 Kommentare

Shitloads of money — how to bring ‘em home? Ein span­nen­des Blogposting zu die­sem Thema gibt’s bei Kollege Chow, und da wünscht man sich als “good” old European in der Tat vor allem eines: das kana­di­sche Steuersystem. Ich hätte ja nie gedacht, dass sich mal zu einer vir­tu­el­len ent­wi­ckeln würde, aber erfreu­li­cher­weise nimmt mein Blogeinkommen lang­sam aber ste­tig zu.

Während ich mich nach den ers­ten Monaten über die Refinanzierung der Serverkosten freute, ist mitt­ler­weile der monat­li­che Tausender eher die Regel als die Ausnahme… da sind zwar ein paar klei­nere Nebenprojekte mit dabei, und den Großteil mei­nes Einkommens ver­dien ich nach wie vor als selb­stän­di­ger Berater für ver­schie­dene Online-Projekte — aber ich bin durch­aus gespannt, wie weit sich die­ser Anteil in den nächs­ten Jahren noch ver­schiebt. Die Blogeinnahmen ver­steuere ich via , laut EU-Finanzgesetzgebung sind dabei Rechnungen aus dem umsatz­steu­er­be­freit, so man einen eige­nen Gewerbeschein und eine — in die­sem Fall öster­rei­chi­sche — Steuernummer besitzt. Das ist vor allem rele­vant bei diver­sen deut­schen Ad-Netzwerken, wie’s mit Einkommen aus Über­see steht, ent­zieht sich mei­ner Kenntnis, spielt für mich bis dato aller­dings auch keine Rolle. Ansonsten sind sämt­li­che Einnahmen natür­lich ganz gewöhn­li­cher Einkommensbestandteil — Serverrechnungen, Werbeausgaben (Offline-Printartikel, Schaltungen etc.) lan­den ebenso als Ausgaben in mei­ner Buchhaltung.

Wie erwähnt über­stei­gen ers­tere letz­tere in den ver­gan­ge­nen Monaten deut­lich, und daher habe ich mir anstatt eines Karibikurlaubs am Jahresende vor­ge­nom­men, mal so rich­tig nett essen zu gehen. Nein, Scherz, das mach ich so auch oft genug — ich hab viel­mehr den Entschluss gefasst, sämt­li­che Blogüberschüsse für Marketingzwecke aus­zu­ge­ben: Werbeschaltungen, Content-Partnerschaften, was sich halt so anbie­tet und mir sinn­voll erscheint. Das Blog soll meine steu­er­li­che Bilanz quasi einst­wei­len nicht belas­ten, mir dafür aber etwas Experimentierspielraum geben. Demnächst möcht ich gern mal ein phat­tes Gewinnspiel ver­an­stal­ten (viel­leicht mit Handys) und dazu eine Trigami-Kampagne schal­ten und viel­leicht mal test­weise auch mal das eine oder andere Printsujet an pas­sen­der Stelle plat­zie­ren… eben ganz dem datenschmutz-Experimental-Labor Gedanken folgend.

Beim vor­hin erwähn­ten Posting von John geht’s kurz gesagt darum, dass er sein Blog als Firma mit eige­ner Rechtspersönlichkeit führt und sich selbst ein in Relation zum den monat­li­chen Blogeinnahmen per Dividende ein ver­gleichs­weise sehr gerin­ges Jahresgehalt von 33.000 Dollar aus­be­zahlt. Bis zu die­sem Betrag ist die Dividende in Kanada näm­lich steu­er­frei — der Großteil der 400k Dollar, die John im Jahr ver­dient, blei­ben im Besitz der Firma. Für ein Angestelltengehalt die­ser Größenordnung wären 160k an Steuern fäl­lig, die sich der smarte Kanadier so erspart. Die teu­ren Essen, Hotels, Reisen und Gadgets wer­den aus der Firmenkasse bezahlt:

Whenever pos­si­ble, I try to have the com­pany pay my expen­ses. There are limits to what you can do so you need to check with your pro­fes­sio­nal tax advi­ser first. For example, you can’t have the com­pany pay for a new set of golf clubs (unless you’re a pro­fes­sio­nal gol­fer). As long as it has some­thing to do with com­pany , chan­ces are the com­pany can pay for it even if you draw some per­so­nal use out of it.

Jo mei. Da wünscht man sich halt direkt, in Kanada zu leben. Der deut­sche Sprachraum ist eben doch sehr begrenzt (und wenn der Tag 30 Stunden dau­erte, hätt’ ich schon längst ein data­dirt Blog *g*), und die lukra­ti­ven –Werbemöglichkeiten las­sen vor allem eines: auf sich war­ten. Aber falls sich Deutsch– wei­ter­hin so präch­tig ent­wi­ckelt, dann wird in drei Jahren die daten­schmutz Ges.m.b.H. natür­lich ein 42köpfiges AutorInnenteam beschäf­ti­gen und die ohne­hin viel zu nied­ri­gen Texthonorare in in die Höhe trei­ben :twisted:

Keine ähnli­chen Beiträge.


Bisher haben meine Lieblingsleser 10 Kommentare zu "Ein-Kommen (und –Gehen) mit Blogs" geschrieben.

Wie ist Ihre Meinung?
  • Tobi Identicon Icon

    Guten Morgen Ritchie,

    danke für den Hinweis. Ist ein inter­es­san­ter, cle­ve­rer Beitrag. Nach deut­schem Steuerrecht ein wenig kom­pli­zier­ter, aber trotz­dem nicht ganz unrealistisch…

    Die Idee mit der trigami-Kampagne klingt gut. Darf ich dich als Kunden wer­ben? :roll: :roll: :roll:
    Oder willst Du dich etwa selbst wer­ben? *ähem* :grin:

    Ciao
    Tobi

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 19. Februar 2008 um 11:59

    hehe… dan­ke­schön! nein, will mich nicht selbst wer­ben, aber ich hab schon län­ger einen publisher-account :wink:

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  • Tony M Identicon Icon

    werde das Trigami auch mal aus­pro­bie­ren. Mich kannst du wer­ben, wnen ich dich wer­ben darf :P

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 19. Februar 2008 um 11:59

    Wie gesagt, lei­der schon ver­ge­ben! :oops:

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  • Tobi Identicon Icon

    Dann lösch’ den Account wie­der, hat ja sonst kei­ner was von… :grin: :grin:

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  • freak Identicon Icon

    ein tau­sen­der ist mal nicht schlecht.
    könn­test du mal auf­füh­ren, mit was du die 1000 Euro im Monat verdienst?

    Gruß

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    ritchie Identicon Icon
    ritchie antwortete am 23. Februar 2008 um 12:01

    tri­gami und Werbung — plus ein paar Affiliate Links.

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  • Nebenjob-Heimarbeit Identicon Icon

    John Cown ist eine Klasse für sich, solch einen monat­li­chen Blog-Verdienst im deutsch­spra­chin­gen Raum zu errei­chen, wäre zum der­zeit­gen Zeitpunkt (noch) unrea­lis­tisch.
    1k Euro pro Monat für die­sen Blog sind schon eine tolle Leistung, bei guten Themen und ein wenig SEO aber durch­aus schaff­bar.
    Ich freue mich der­zeit noch über die Deckung der Selbstkosten für meine Projekte, hoffe aber auch dass der der­zei­tige Trend nach oben anhält.

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  • Jim Identicon Icon

    Guter Beitrag. Eine Frage hätte ich, die nichts mit dem Thema zutun hat: Ist das ver­wen­dete Design auf die­ser Seite ein Free Theme? Wenn ja, wäre es mög­lich mir den Link zu geben? :) Danke

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    Ritchie Blogfried Pettauer Identicon Icon
    Ritchie Blogfried Pettauer antwortete am 12. November 2010 um 3:32

    Nein, kein Free Theme… jeder HTML-Tag handgecodet :-)

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1 Track- und Pingbacks zu diesem Beitrag

  • www.colivia.de (22. Februar 2008)
    Ein-Kommen (und -Gehen) mit Blogs... John Chow hat eine Menge Ahnung vom Geldverdienen mit Blogs - und bei mir reichen die Einkommen so langsam schon mal für ein paar Werbe-Experimente....
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