Neu bei fatfoogoo: Reverse Auctioning

Seit heute hat fatfoogoo nicht nur ein neues Gesicht, sondern unser Auktionshaus für Game-Güter bietet nun auch Reverse Auctioning als ganz frisches Feature an. Irgendwie schon sehr flashig, wenn zur Abwexlung mal ein Start-Up aus Wien wesentlich rascher ist als ganz Silicon Valley :mrgreen: Dieses erwähnte Auktionsprinzip stammt eigentlich aus dem B2B Beschaffungsbereich (hat per se nix mit Beschaffungskriminalität und Piraten zu tun *g*) und dient dazu, für eine vorgegebene Aufgabe den billigsten Anbieter zu finden.

Das Stadtamt Niederwickenburg schreibt also zum Beispiel aus, dass es gern ein neues Dach hätte, interessierte Firmen können sich innerhalb einer definierten Zeitspanne gegenseitig unterbieten. Resultat: der Steuersäckel wird geschont. Und damit’s dann am Ende dann auch nicht heißt, „Blödmann kauft billig“ oder so heißt, müssen die Leistungsparameter möglichst genau definiert sein. Das gleiche System eignet sich aus leicht nachvollziehbaren Gründen auch perfekt für die „umgekehrte Versteigerung“ von Serviceleistungen in Online Games: wer zum Beispiel in WoW auf Server X einen Raidplatz sucht, um irgendwo mitgezogen zu werden, oder Unterstützung für bestimmte Quests, kann eine entsprechende Ausschreibung tätigem mitsamt dem Preis, den er bereit ist maximal zu bezahlen – und die Dienstleister, in diesem Fall die Verkäufer bzw. Gilden, die ihre Portokasse ein wenig aufbessern möchten, könnten sich gegenseitig unterbieten. Das neue Reverse Auctioning beschränkt sich natürlich nicht auf WoW sondern steht in allen von fatfoogoo unterstützten Games zur Verfügung, das integrierte Treuhandsystem verhindert, dass jemand am Ende in die Röhre geguckt. (Es sei denn, er hat dafür bezahlt, in irgendeine Röhre gucken zu dürfen.)

Ausnahmsweise kann ich über Aussehen und Usability mal nicht ablästern, zumal ich ja selber auch ein wenig dran mitgearbeitet habe – ganz im Gegenteil: die Navigation ist nun wesentlich übersichtlicher, nicht zuletzt dank des neuen Farbleitsystems. Dass wir noch eine ganze Weile lange „perpetual Web 2.0 beta“ sein werden, dürfte indes auch klar sein: schließlich sind wir weltweit das erste Auktionshaus, das sich ganz dem An- und Verkauf virtueller Güter und Services widmet – und wir haben natürlich noch eine ganze Menge vor.

6 comments
Sean
Sean

Ich habe im Internet eine Seite gefunden, in der eins der in diesem Artikel erwähnten Konzepte angewendet wird: inverse Auktionen. Und es ist tatsächlich so: wer das niedrigste und nicht wiederholte Gebot macht, erhält den Artikel! Das Beste ist, dass es sich um Luxusartikel handelt. Die Webadresse dieser Seite ist auktionenluxus.com, ich habe sie besucht und finde sie sehr gut, ich empfehle sie!

ritchie
ritchie

Schräge Sache... ich bin zu blöd, um deren Erklärung bzw. Business-Modell zu verstehen. :wink:

unnikuttan
unnikuttan

spannender Artikel

ritchie
ritchie

dankeschön - ich find deinen Review übrigens auch sehr gelungen.

fred
fred

bekannt ist das prinzip ja durch gimahot.de geworde. oder war da schon jemand vorher da?

ritchie
ritchie

gimahot hat's sozusagen online für den privatkundenmarkt adaptiert; im b2b beschaffungsbereich ist dieses system schon recht lange gängig.