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Neues Medienkultur-Magazin: mediatropes

Ein neues peer-reviewed Journal wird in den nächsten Tage online gehen ist seit gestern online. Die erste Ausgabe von MediaTropes beschäftigt sich mit McLuhans berühmten Dictum vom Medium, das die Botschaft (oder doch Massage) sei. Die Texte muss ich mir erst in Ruhe zu Gemüte führen, das gesamte Setup des Journals finde ich allerdings bereits jetzt hochgradig erfreulich: die HerausgeberInnen setzen auf Creative Commons und nehmen den Topos des freien Wissens offensichtlich ernst

We will be launching in mid-March 2008 with our first issue, „Marshall McLuhan’s ‚Medium is the Message‘: Information Literacy in a Multimedia Age.“ Please sign up as a reader (at the right) and you will be notified as soon as we are online. Thank you!

Sehr sympathisch: die Publikation steht unter einer Creative Commons Lizenz, sämtliche AutorInnen werden gebeten (aber nicht gezwungen), dieser Nutzungsvereinbarung zuzustimmen:

As a complete work, MediaTropes is licensed under a Creative Commons by-nc-nd Attribution-NonCommercial-NoDerivativeWorks. When an author submits a work for publication, s/he is asked to agree to licensing that work under a similar license, that grants any user the non-exclusive right to download, print, copy, archive, distribute for non-commercial purposes only, so long as appropriate attribution is given to the author of the work. For more information, please read the details of the Creative Commons by-nc-nd license. While agreement to a Creative Commons (or similar) license is not mandatory for a work to be accepted, it is strongly encouraged by the editorial board.

Die im wissenschaftlichen Curriculum dringende Notwendigkeit zur Publikationstätigkeit hat zu einem eng verzahnten System von akademischen Verlagen geführt, dabei bietet das Netz fantastische Möglichkeiten für extrem kostensparende öffentliche Publikation und Archivierung: ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren sehr viele peer-reviewed Journals dem Beispiel von MediaTropes folgen werden und bin ausgesprochen gespannt auf die Beiträge der ersten Ausgabe.

Als technologische Basis kommt übrigens Open Journal Systems 2.1.1.0 zum Einsatz, das einen sehr detaillierte Ausgestaltung des peer-review Workflows ermöglicht. Registrieren kann man sich übrigens als Leser, Autor und/oder potentieller Peer-Reviewer.

2 comments
mask
mask

Sieht interessant aus, das Magazin, ich muss noch näher reinschmökern. Was mich allerdings ein wenig irritiert, ist die Kombination von html-Auftritt mit Inhalt, der ausschließlich als pdf verfügbar ist, was der freien Verfügbarkeit von Wissen auf frei verfügbaren, standardisierten Plattformen ein wenig widerspricht (obwohl pdf inzwischen als ISO-Standard anerkannt und für digitale Schriftdokumente schon längst Standard geworden ist). Was mich am meisten daran stört, sind schwarze Seiten mit weißer Schrift. Solche Seiten erzeugen immer extreme negative Nachbilder...

klasse_cabrio
klasse_cabrio

Mir gefällt der Auftritt und die Präsenz dieses neuen Medienkultur-Magazins auch ziemlich gut. Kann mir irgendwer ein ähnliches Magazin in deutscher Sprache nennen?? :roll: