Susanne Winter = RR (Rechtsaußen-Realsatire)

Wenn Frau Winter eine Susi-Torte bäckt, dann wird die ausschließlich mit weißer Schokolade angefertigt, nehme ich an… und statt Kaffee mit braunem Zucker gibt’s vermutlich weißen Tee. Schließlich kann man den Kampf gegen die Überfremdungsparanoia ja schlecht linken Kabarettisten überlassen:

„Es ist wirkliche eine Frechheit des ORF, dass übelste Überfremdungs-Propaganda, wie der Film ‚Der schwarze Löwe‘, in dem drei Neger-Asylanten zu Helden eines kleinen Dorfes hochstilisiert werden, als offizieller Film-Beitrag zur EM 2008 im Fernsehen ausgestrahlt wird. Finanziert wird dieser Film natürlich auch durch die ORF-Gebühren, die der Bürger zahlen muss“, so die Grazer FPÖ-Chefin Susanne Winter.

Und die meint das auch noch ernst mit den „Negern“… so steht’s nämlich in der eigenen Presseaussendung. Eigentlich erstaunlich, dass sie nicht gleich „Drecksnigger“ oder so schreibt. Wo kämen wir denn da hin, wenn wir Anders-Hautfarbige wie Menschen anstatt wie Asylanten behandeln? Jedenfalls nicht dahin, wo die Grazer FPÖ „Politikerin“ hinmöchte:

Statt der ORF-Überfremdungspropaganda „Der schwarze Löwe“ sollte der offizielle Film-Beitrag des Österreichischen Rundfunks lieber ein Film sein, der die Schönheit und Kultur unseres Landes widerspiegelt.

Hervorragende Idee. Zum Beispiel würd ich’s total cool finden, wenn Kurt Palm einen Film dreht, in dem Grissemann und Stermann zwei FPÖ-Politiker darstellen, die sich mit dem Asylantenproblem befassen. Oder wie wär’s mit einer Fake-Doku über einen FPÖ-Parteitag, bei dem Robert Palfrader (mit oder ohne Kaiserkrone) in die Rolle von Jörg Haider schlüpft?

Ich warte ja nur auf die Autobiographie von Frau Winter und hätte auch gleich einen passenden Titel zur Hand: „Ich, die bösen Neger und die Schönheit unserrrres Landes“. Ich würd ausnahmsweise sogar gratis in Vorwort schreiben… sofern’s nicht zensuriert wird.

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