Wenn wissen nicht belastet…

…dann macht’s auch nix. Heute morgen fand ich in meinem Briefkästlein – im richtigen, nicht in der virtuellen Box – den Bezirksnewsfolder der Wirtschaftskammer Wien für die Bezirke 2, 19, 20, 21 und 22. Gleich im Editorial begegnete mir der erste Satz mit Skepsis, ich dagegen empfing ihn mit offenen Armen, denn dort stand und steht: Sehr geehrte Unternehmerin, sehr geehrte Unternehmer, wissen ist Macht.

Ich kannte in diesem Spruch bislang bloß das objektifizierte Wissen, das mit dem großen Weh. Der paradigmatische Switch zur transitiven Variante könnte nun möglicherweise ein Erstarken des foersterianischen Flügel des WKO implizieren: kein wissen ohne Wissenden, sozusagen. Die ontologische Gleichsetzung eines performativen Knowledge-Concepts mit einem monolithischen Block irritiert den Leser und rüttelt ihn wach. Danke dafür!

Neben zahlreichen Kursen zur SEO- und Mobility-Optimierung fand ich das zweite Highlight im Gastkommentar von DDr. Herbert Pribyl. Unter dem Titel Zahlt sich Ethik aus? wird folgendermaßen argumentiert:

Von manchen wird die Meinung vertreten, dass die Rücksichtnahme auf die sozialen Belange von Kunden und Mitarbeitern sowie auf die Umwelt nur zusätzliche Kosten verursache. Verschiedene Untersuchungen haben aber gezeigt, dass sich ethisch richtiges Handeln auch rechnen kann.

Thank God! Ich hatte schon befürchtet, dass ich zur Einnahmenmaximierung datenschmutz auf unethisch-unrichtiges Handeln umstellen müsse…

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